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Die Gesundheit, seit Menschengedenken ein wichtiges Anliegen, ist heute zu einem zentralen Thema geworden, das uns tagtäglich beschäftigt. Das HFR steht deshalb regelmässig im Fokus des Medieninteresses und der politischen und wirtschaftlichen Tagesaktualität – auf kantonaler wie auf nationaler Ebene.

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News

Das HFR Meyriez-Murten erhält eine Permanence

Das freiburger spital (HFR) richtet im HFR Meyriez-Murten per 1. Januar 2009 eine Permanence ein: eine Arztstation für dringliche medizinische Behandlungen. Damit erfüllt das HFR den Auftrag der kantonalen Spitalplanung 2008, welche für Meyriez-Murten eine Notfallversorgung vorsieht. Zudem wird die Abteilung für allgemeine Chirurgie/Orthopädie gemäss Spitalplanung Ende Jahr geschlossen.

Gemäss der kantonalen Spitalplanung 2008 wird die allgemeine Chirurgie und Orthopädie im HFR Meyriez-Murten per 31. Dezember 2008 geschlossen. Weiterhin soll hingegen eine Notfallversorgung angeboten werden, um ambulante Patienten kompetent und in der gewünschten Qualität zu behandeln und schwerere Fälle an die Akutspitäler des Kantons oder in komplexen Fällen an die Universitätsspitäler weiter zu leiten. In diesem Sinne hat eine Expertengruppe unter Leitung des medizinischen Direktors PD Dr. Bernard Vermeulen dem Verwaltungsrat des HFR die Einrichtung einer Permanence beantragt, welche ab 1. Januar 2009 schrittweise eingeführt wird und an die Stelle des bisherigen Notfalldienstes tritt. Dieser Vorschlag wurde am 12. November vom Verwaltungsrat gutgeheissen. Auch die Gesundheitsdirektion unterstützt dieses innovative Angebot.

Die Permanence: eine Premiere im Kanton Freiburg
Mit diesem Konzept geht das HFR neue Wege: Die Permanence ist eine Arztstation für Patienten, die möglichst rasch eine medizinische Behandlung wünschen. Sie ist für alle Personen zugänglich und funktioniert nach dem walk-in Prinzip, d.h. Patienten werden auch ohne vorgängige Anmeldung aufgenommen. Dabei soll jeder Patient, der sich selbst als Notfall versteht, in angemessener Frist eine ärztliche Behandlung erhalten. Im Einsatz stehen allgemeinmediziner mit längerer Berufs- und Notfallerfahrung. Diese werden durch die Fachärzte für Innere Medizin am Spital unterstützt, welche einen 24-Stunden-Bereitschaftsdienst sicherstellen.

Die Permanence wird ab 1. Januar 2009 von 07.00 bis 23.00 Uhr betrieben. Ausserhalb dieser Zeiten leistet der diensthabende Assistenzarzt im Spital erste Hilfestellung. In komplexeren Fällen zieht er einen Arzt der Permanence aus dem Pikett bei oder sorgt bei Bedarf für eine Verlegung des Patienten in eines der umliegenden Spitäler.

Die Vorbereitungen für die Betriebsaufnahme der Permanence laufen bereits auf Hochtouren. Für den ununterbrochenen Betrieb während 365 Tagen im Jahr sind drei bis vier Arztstellen zu besetzen. Zudem muss das Pflegepersonal der Permanence im Hinblick auf die neuen Aufgaben ergänzt und weitergebildet werden. Die Räumlichkeiten des aktuellen Notfalls werden den neuen Bedürfnissen angepasst.

Zukunftsweisendes Angebot
Die Permanence trägt der aktuellen Entwicklung der Notfallversorgung in der Schweiz Rechnung. Wie fast in der ganzen Schweiz wird auch der Notfall im HFR Meyriez-Murten immer mehr von ambulanten Notfall-Patienten aufgesucht, die keinen Hausarzt haben oder nicht auf einen ordentlichen Arzt-Termin warten können. Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielschichtig: einerseits nimmt das Bereitschafts-Angebot der Hausärzte infolge der Schliessung von Hausarztpraxen wegen Nachfolgeproblemen ab, andererseits steigt die Nachfrage nach dem Spitalnotfall gerade bei der jüngeren, mobileren Bevölkerung, die in vielen Fällen gar keinen Hausarzt mehr hat.

Die Expertengruppe stellte für den Seebezirk eine stetige Zunahme von Patienten fest, die mit dringlichen medizinischen Problemen aller Art den Spitalnotfall aufsuchen. Zusätzlich ist - wie Gespräche der Expertengruppe mit frei praktizierenden Ärzten gezeigt haben - auch im Seebezirk in den nächsten Jahren mit einem Versorgungsengpass durch Hausärzte zu rechnen.

Letzte Aktualisierung am 27.09.2018 um 16:49