Was gibts Neues im HFR? Hier finden Sie alle wichtigen Infos

Die Gesundheit, seit Menschengedenken ein wichtiges Anliegen, ist heute zu einem zentralen Thema geworden, das uns tagtäglich beschäftigt. Das HFR steht deshalb regelmässig im Fokus des Medieninteresses und der politischen und wirtschaftlichen Tagesaktualität – auf kantonaler wie auf nationaler Ebene.

Neben spezifischen Informationen für Medienschaffende finden Sie sämtliche News, Veranstaltungshinweise, Medienmitteilungen sowie weitere Infos in Zusammenhang mit der Tätigkeit und Entwicklung des freiburger spitals.

News

Das freiburger spital im dritten Betriebsjahr: anhaltend hohe Aktivität bei leichter Budgetüberschreitung

Wie bereits im Vorjahr hielt die hohe Spitaltätigkeit auch 2009 an: Im ambulanten Bereich verzeichnete das freiburger spital (HFR) einen Mehrertrag von 5,5 Prozent. Der stationäre Bereich schloss mit einem Plus von 3 Prozent, was insbesondere auf mehr Patienten in der halbprivaten und privaten Abteilung zurückzuführen ist. Trotz erhöhter Erträge wurde das vom Staat Freiburg gewährte Globalbudget von 166,3 Mio. Franken um 3,5 Mio. Franken überschritten, was auf Mehrausgaben durch unvorhersehbare Ereignisse zurückzuführen ist.

Der Betriebsaufwand stieg auf 372 Mio. Franken (10,2 Mio. über Budget), während der Betriebsertrag auf 206 Mio. Franken kletterte (6,7 Mio. über Budget). Mehrkosten verursachten unter anderem die Grippe A(H1N1), erhöhte Energiekosten und der Anstieg der Personalkosten aufgrund der drei zusätzlichen Ferientage für das Staatspersonal. Auf der Ertragsseite schlug der Entscheid auf Bundesebene zur Senkung der Tarife von medizinischen Labortests negativ zu Buche.

Leichte Tätigkeitszunahme
Die stärkste Zunahme erfolgte wie in den vergangenen Jahren im ambulanten Sektor, welcher um 3,4 Prozent zulegte. Die Anzahl hospitalisierter Patienten blieb mit rund 21'000 Personen in etwa gleich hoch wie im Vorjahr (2008: 21'083); das Ende der chirurgischen Tätigkeit im HFR Meyriez-Murten Ende 2008 hatte somit kaum Auswirkungen auf das Gesamtergebnis der Spitaltätigkeit.
Die zunehmende Schwierigkeit, Weiterbehandlungs- und Pflegeheimplätze für Patienten zu finden, wirkte sich direkt auf die Anzahl Pflegetage aus: Diese erhöhte sich leicht auf 192'972 Tage (2008: 191'612). Entsprechend stieg auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Patienten in der Rehabilitation auf 24,58 Tage (2008: 22,39 Tage); in der Akutpflege blieb sie unverändert mit 8,17 Tagen (2008: 8,18).

Unverminderter Patientenzuwachs in den Notfallstationen und in der Permanence
Der starke Anstieg der Patienten in den Notfallstationen der drei Akutstandorte Freiburg, Riaz und Tafers hielt an: 3'000 Personen mehr als im Vorjahr suchten eine Notfallstation auf (2009: 62'700 inkl. Permanence im HFR Meyriez-Murten; 2008: 59'100). Die Tatsache, dass die Grundversorgung der Bevölkerung immer weniger über die Hausärzte erfolgt, hat direkte Auswirkungen auf die Notfallstationen: Diese werden immer häufiger von Personen besucht, welche keinen Hausarzt haben oder eine sofortige Behandlung wünschen. Der Trend wird verstärkt durch den Wegfall von ärztlichen Bereitschaftsdiensten.
Im HFR Meyriez-Murten wurde mit der Eröffnung der Permanence im August 2009 ein zukunftsweisender Schritt eingeleitet: Die Permanence steht als ärztliche Station für dringliche medizinische Behandlungen allen Personen rund um die Uhr offen und entspricht offenbar einem Bedürfnis: Seit der Eröffnung stieg die Zahl der Patienten in der Permanence kontinuierlich an.

Insgesamt zieht das HFR in Bezug auf die Jahresrechnung und die Spitaltätigkeiten eine gemischte Bilanz: Es wird auch in Zukunft schwierig bleiben, abzuschätzen, wie sich grössere Veränderungen in der Spitaltätigkeit auf Aufwand und Ertrag auswirken. Die steigende Anzahl Patienten hat auch spürbare Konsequenzen für das Personal, welches trotz höherem Arbeitsvolumen hervorragende Arbeit leistet. Um die Qualität in der Patientenbetreuung auch weiterhin sicherstellen zu können, ist eine Erhöhung des Personalbestandes auch in Zukunft unvermeidbar. 2009 beschäftigte das HFR 2'733 Personen (1'973 Vollzeitstellen).

Kantonale Spitalplanung in Umsetzung
Gemäss der kantonalen Spitalplanung vom 31. März 2008 konnten im vergangenen Jahr weitere Projekte umgesetzt werden: Das HFR Billens nahm Anfang Januar nach zweijährigen Umbauund Renovationsarbeiten seinen Betrieb mit der allgemeinen und respiratorischen Rehabilitation wieder auf. Parallel dazu wurde am gleichen Standort die Einrichtung der kardiovaskulären Rehabilitation vorbereitet, welche Anfang 2010 eröffnet wurde. Der Standort verfügt über modernste Einrichtungen und hochqualifiziertes Fachpersonal und nimmt innerhalb des HFR als Rehabilitationszentrum eine wichtige Funktion ein. Die Nachfrage war entsprechend hoch: 429 Patientenaustritte verzeichnete das HFR Billens bei einem Bettenbelegungsgrad von 94,4 Prozent. Die Umsetzung der Spitalplanung wird auch 2010 fortgesetzt mit der Einrichtung einer Überwachungsstation im HFR Tafers im Herbst 2010. Weitere Projekte sind in Vorbereitung.

Fortschreitende Vernetzung im HFR
Der Aufbau des HFR wurde 2009 weiter vorangetrieben. Ziel war und bleibt, eine einheitliche Spitalstruktur zu bilden, welche dazu beiträgt, Synergien zu nutzen und die Effizienz zu steigern. 2009 konnten in diesem Sinn mehrere Projekte realisiert oder in Angriff genommen werden: In der Verwaltung waren dies beispielsweise die Vereinheitlichung der Einkaufsprozesse, was u. a. Mengenrabatte erlaubt, die Zusammenführung der Informatik aller sechs Standorte oder der Übergang in eine einzige Finanzgesellschaft per 1. Januar 2010. Auf Seiten der Medizin und Pflege wurden u. a. dank zentraler Bettendisposition der Patientenfluss optimiert sowie die Spitalhygiene-Bestimmungen an allen sechs Standorten vereinheitlicht. Ausserdem kam 2009 die enge Zusammenarbeit zwischen den Kliniken und Standorten zum Tragen, beispielsweise zwischen den Kliniken für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie der pädiatrischen Klinik an den Standorten Freiburg und Riaz: Grund war der Anstieg von Patienten, welche sich aufgrund des Ärztemangels im Kanton immer häufiger direkt an das HFR wenden.
2009 war schliesslich auch das Jahr der Einführung des dritten Studienjahres in Humanmedizin an der Universität Freiburg, welche in enger Zusammenarbeit mit dem HFR erfolgte: Seit September 2009 sind zahlreiche Kaderärztinnen und -ärzte in der Ausbildung der Studierenden beteiligt.

Vorbereitet für die Zukunft
Aufgrund seiner Grösse, seines breiten Dienstleistungsangebots und seiner Stellung als wichtige Weiterbildungsstätte hat das HFR in der Schweizer Spitallandschaft an Bedeutung gewonnen. Nichtsdestotrotz will sich das HFR für die Zukunft vorbereiten, welche mit der neuen Spitalfinanzierung im Jahr 2012 neue Herausforderungen bringt. Der Verwaltungsrat initiierte deshalb 2009 die Entwicklung einer „Vision 2015", welche für die Zukunft die Grundlagen bilden wird.

Text- und Bildmaterial
Dieser Text sowie weitere Beilagen (Jahresbericht 2009, Powerpoint-Präsentation: Bilanz 2009) stehen zum Download zur Verfügung unter http://admin.fr.ch/rhf/de/pub/kommunikation/2010.htm.

Letzte Aktualisierung am 27.09.2018 um 16:49