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News

Spitalnetze: Der Staatsrat optiert für die Lösung einer gemeinsamen Wäscherei

Der Staatsrat will die Verarbeitung der Wäsche des freiburger spitals und des Freiburger Netzwerks für psychische Gesundheit (FNPG) auf den Standort Marsens konzentrieren. Diese Lösung impliziert, dass die Wäschereien der Standorte des freiburger spitals mittelfristig geschlossen werden. Die entsprechende Reorganisation betrifft etwa 45 Angestellte in den zwei Spitalnetzen und sollte keine Entlassungen zur Folge haben.

Die Anlagen, in denen die Wäsche des freiburger spitals, des FNPG und einiger Alters- und Pflege-heime gegenwärtig verarbeitet wird, sind veraltet und unzureichend. Sie benötigen eine Gesamter-neuerung, die die zwei kantonalen Institutionen in den kommenden zwei bis drei Jahren durchfüh-ren werden. Das vom Staatsrat genehmigte Projekt sieht eine gemeinsame Wäscherei am Standort Marsens vor. Der Staatsrat hat den Direktor des FNPG Serge Renevey mit der Realisierungsstudie beauftragt. Für diese Aufgabe wird ihm eine Kommission zur Seite gestellt, deren Mitglieder dem-nächst benannt werden.

Schliessung der Wäschereien der anderen Standorte

Die künftige Wäscherei wird in erster Linie die Wäsche der beiden Spitalnetze verarbeiten, was etwa fünf bis sechs Tonnen Wäsche pro Werktag entspricht. Das Projekt sieht die Modernisierung der Räumlichkeiten und Anlagen der Wäscherei in Marsens vor: Vergrösserung der Flächen, Erwei-terung des Aufzugs, Erneuerung des Maschinenparks, Erwerb zusätzlicher Logistikmittel und Ver-waltungsinstrumente sowie Erneuerung des Wäschebestandes. Die Umsetzung umfasst grundsätz-lich die folgenden Schritte:

> die mittelfristige (2012-2013) Schliessung der Wäschereien des HFR Freiburg - Kantonsspital und des HFR Tafers,
> die Wiederaufnahme der Verarbeitung der Wäsche am Standort Meyriez (gegenwärtig ausgela-gert),
> eine Vereinheitlichung der Wäschearten für das HFR und das FNPG.

Die erwähnten Fristen können nach Massgabe des tatsächlichen Projektverlaufs noch Anpassungen erfahren.

Die Kommission wird auch die Frage der auftragsmässigen Verarbeitung der Wäsche der betroffe-nen Alters- und Pflegeheime zu prüfen haben, wobei eine solche von der künftigen Kapazität der Wäscherei in Marsens und von den diesbezüglichen Entscheidungen dieser Alters- und Pflegeheime abhängt.

Vorrang der Aufrechterhaltung der Arbeitsstellen

Der Staatsrat hat der Lösung einer gemeinsamen Wäscherei aus verschiedenen Gründen den Vorzug gegeben. Die gewichtigsten waren die Aufrechterhaltung der Arbeitsstellen in den Spitalnetzen und die Versorgungsautonomie. Die verfügbaren Räumlichkeiten und die möglichen Skaleneffekte wa-ren weitere Argumente zugunsten dieser Lösung. Für das von der Reorganisation betroffene Perso-nal sind Standort- oder Tätigkeitswechsel innerhalb der Spitalnetze vorgesehen.

Zwei andere Lösungen ausgeschlossen

Zu Beginn der Überlegungen gab es 2006 einem Gutachten zufolge zwei Möglichkeiten: eine kan-tonale Industriewäscherei schaffen oder die Verarbeitung der Wäsche der öffentlichen Spitäler auf den bestehenden Markt auslagern. Ein Zusatzgutachten von 2009 gab den Vorzug der Lösung einer neuen kantonalen Wäscherei, hob jedoch zwei wichtige juristische und wirtschaftliche Probleme hervor, nämlich die Pflicht der öffentlichen Ausschreibung gemäss der Gesetzgebung über das öf-fentliche Beschaffungswesen und die wirtschaftliche Notwendigkeit einer Beteiligung anderer Pri-vatpartner wie namentlich der Alters- und Pflegeheime im Hinblick auf eine hinreichende Rentabili-tät. Schliesslich wurde weder die Lösung einer neuen kantonalen Wäscherei noch die einer gänzli-chen Auslagerung gewählt. Letztere wurde vom Staatsrat wegen der Auswirkungen auf die 45 be-troffenen Arbeitsplätze verworfen.

Letzte Aktualisierung am 25.05.2018 um 10:22