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Die Gesundheit, seit Menschengedenken ein wichtiges Anliegen, ist heute zu einem zentralen Thema geworden, das uns tagtäglich beschäftigt. Das HFR steht deshalb regelmässig im Fokus des Medieninteresses und der politischen und wirtschaftlichen Tagesaktualität – auf kantonaler wie auf nationaler Ebene.

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News

Das HFR digitalisiert sein medizinisches Informationssystem

In Kürze werden alle sechs Standorte des freiburger spitals (HFR) über ein digitales Bildarchivierungs- und Radiologieinformationssystem (RIS/PACS) verfügen. Diese technische Neuerung setzt den Prozess fort, der mit der kürzlich erfolgten Einführung des elektronischen Patientendossiers (EPD) und der Digitalisierung der Laborprozesse begann. Bis im März dieses Jahres werden rund 80 Prozent des medizinischen Informationssystems am HFR in digitaler Form vorhanden sein. Dank dieser Investition in der Höhe von insgesamt 11 Millionen Franken steht der Ärzteschaft künftig ein vollständiges Patientendossier zur Verfügung, auf das sie unabhängig von Ort und Zeit zugreifen kann. In erster Linie kommt die Verbesserung jedoch den Patientinnen und Patienten zugute, da ihre medizinische Versorgung noch effizienter wird.

Um mit der aktuellen Entwicklung Schritt zu halten, ersetzt das HFR die herkömmlichen Papier- und Filmträger in der Radiologie durch ein digitales System. Dieses wird bis im März dieses Jahres an allen Standorten des HFR eingeführt. Zum einen umfasst das neue System das Bildarchivierungs- und Kommunikationssystem PACS (Picture Archiving & Communication System). Mit dieser Software lassen sich radiologische Aufnahmen verwalten und archivieren. Sie wird durch das Radiologieinformationssystem RIS (Radiological Information System) unter¬stützt. Dieses wird für administrative Aufgaben eingesetzt, z. B. für die Terminplanung von radio¬logischen Untersuchungen. Ein weiteres Element ist das elektronische Patientendossier EPD, eine digitale Version des medizinischen Patientendossiers. Dieses dient als Schnittstelle für medizinische Informationen wie Röntgenbilder, radiologieärztliche Berichte, Einzelheiten zu Untersuchungen oder Laborergebnisse. Das HFR führt das elektronische Patientendossier als drittes Spital in der Schweiz ein. Die Kosten für die Einführung des RIS/PACS-Systems liegen bei 4 Millionen Franken, für das EPD bei 7 Millionen Franken.

Zeitersparnis und bessere Verfügbarkeit
Der Hauptvorteil eines vollständig digitalisierten Systems ist die Zeitersparnis: Indem das Personal der Ärzteschaft und Pflege administrativ entlastet wird, kann es sich vermehrt den Patientinnen und Patienten widmen. Ein System für die automatische Ablage sowie ein Sprach¬erkennungsprogramm zur Abschrift der Befundberichte stehen ebenfalls zur Verfügung. In Verbindung mit dem EPD bietet die digitale Radiologie der Ärzteschaft und Pflege Zugriff auf vollständige Patientendossiers, was die Qualität der Diagnose erhöht. Deutlich besser ist auch die Verfügbarkeit der Informationen: Die Aufnahmen können überall und jederzeit eingesehen werden - während einer Operation, im Sprechzimmer, bei Sitzungen usw. Nicht zuletzt ermög¬licht das System, mittels 3-D-Rekonstruktionen einen chirurgischen Eingriff vorzubereiten oder Patientenfragen mithilfe von Bildmaterial zu beantworten.

Zugang zu medizinischen Patientendaten auch ausserhalb des HFR
Das elektronische Patientendossier, welches durch das medizinische Fachpersonal erstellt und nachgeführt wird, enthält sämtliche medizinischen Daten einer bestimmten Person. Integrierte Suchfunktionen und Möglichkeiten der gemeinsamen Nutzung steigern die Produktivität und erleichtern die Arbeit der Ärztinnen und Ärzte. Wie sein Vorgänger in Papierform untersteht auch das EPD dem Arztgeheimnis. Es wird vertraulich behandelt. Was die Zusammenarbeit des Gesundheitsfachpersonals betrifft, wird sich diese mit der Einführung des elektronischen Patien¬tendossiers verbessern. Derzeit hat ausschliesslich das ärztliche und pflegerische Personal des HFR Zugriff auf das Patientendossier. Ein Projekt, das eine Plattform zur gemeinsamen Nutzung anstrebt, ist jedoch in Arbeit.

Das EPD wurde 2010 im HFR Freiburg - Kantonsspital und im HFR Meyriez-Murten eingeführt. Es wird nun schrittweise auf die übrigen vier Standorte ausgeweitet. Der Bund empfiehlt den Schweizer Spitälern, bis 2015 auf elektronische Gesundheitsdienste (eHealth) umzusteigen. Das HFR wird bereits 2012 so weit sein. Die Einführung des RIS/PACS-Systems an allen Spitalstandorten, die Einrichtung des EPD sowie der kürzlich angeschaffte Computertomograf VCT 750 tragen dazu bei, das HFR unter den grossen Schweizer Spitälern gut zu positionieren.

Das Tandem RIS/PACS in Kürze
Als Verwaltungsinstrument dient das RIS zur logistischen Organisation vor radiologischen Untersuchun¬gen. Dazu gehören die Terminvereinbarung und die Planung der für die Untersuchung notwendigen Ressourcen (Untersuchungsraum, medizinisch-technisches und ärztliches Radiologiepersonal). Nach der Untersuchung lassen sich die medizinischen Leistungen via RIS erfassen und verwalten. Berichte werden mithilfe des integrierten Spracherkennungsprogramms verfasst. Die erstellten Dokumente können anschliessend weiter übermittelt werden.

Das PACS dient hauptsächlich der digitalen Archivierung von radiologischem Bildmaterial. Weiter erlaubt es, den Befund gleichzeitig mit dem entsprechenden Röntgenbild anzuzeigen. Nicht zuletzt lassen sich bestimmte Aufnahmen an externe Ärzte weiterleiten und 3-D-Rekonstruktionen vornehmen.

Letzte Aktualisierung am 27.09.2018 um 16:49