Was gibts Neues im HFR? Hier finden Sie alle wichtigen Infos

Die Gesundheit, seit Menschengedenken ein wichtiges Anliegen, ist heute zu einem zentralen Thema geworden, das uns tagtäglich beschäftigt. Das HFR steht deshalb regelmässig im Fokus des Medieninteresses und der politischen und wirtschaftlichen Tagesaktualität – auf kantonaler wie auf nationaler Ebene.

Neben spezifischen Informationen für Medienschaffende finden Sie sämtliche News, Veranstaltungshinweise, Medienmitteilungen sowie weitere Infos in Zusammenhang mit der Tätigkeit und Entwicklung des freiburger spitals.

News

Spitaltätigkeit lief 2010 auf Hochtouren

Das freiburger spital (HFR) blickt einmal mehr auf ein intensives Jahr zurück. Das Geschäftsjahr 2010 schloss wie im Vorjahr mit einem höheren Aufwand und Ertrag als budgetiert. Die höheren Spitalerträge konnten den zusätzlichen Betriebsaufwand vollständig decken. Insbesondere im ambulanten Bereich führte eine Zunahme der Tätigkeit zu Mehreinnahmen. Dies wirkte sich positiv auf das Endergebnis aus: Das vom Staat Freiburg gewährte Globalbudget von 173 Mio. Franken konnte um 972'000 Franken unterschritten werden.

Der Betriebsaufwand stieg 2010 auf rund 389 Mio. Franken (5 Mio. über Budget), während der Betriebsertrag auf 217 Mio. Franken kletterte (6 Mio. über Budget). Daraus resultiert eine Differenz von 172 Mio. Franken zulasten des Staates, womit das Globalbudget von 173 Mio. Franken eingehalten wurde. Bedingt durch die verstärkte Spitaltätigkeit im ambulanten Bereich musste mehr Personal angestellt werden, was zu einem höheren Personalaufwand führte. Während der Ertrag aus den privaten Abteilungen höher ist als budgetiert, liegt der Ertrag aus der allgemeinen Spitalabteilung tiefer als veranschlagt. Grund ist eine geringfügige Abnahme der Patientenzahlen und der Spitaltage sowie die neuen KVG-Tarife, die unter den Erwartungen liegen.

Hohe Spitaltätigkeit im ambulanten Bereich und auf den Notfallstationen
Die Tätigkeit im ambulanten Bereich stieg um 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr weiter an. Demgegenüber blieb die Zahl hospitalisierter Patienten stabil mit 20'302 Austritten (2009: 20'996). Der Patientenzustrom an den Notfallstationen in Freiburg, Riaz und Tafers sowie in der Permanence in Meyriez-Murten hält unvermindert an: Insgesamt wurden 63'431 Konsultationen registriert, ein Plus von 7,2 Prozent verglichen mit den Zahlen von 2008. Dieser Trend wird schweizweit beobachtet und hängt direkt mit dem Mangel an Hausärzten sowie mit dem gesellschaftlichen Wandel zusammen.
Die Schwierigkeit, Weiterbehandlungs- und Pflegeheimplätze für Patienten zu finden, wirkte sich auf die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Patienten aus. In der Akutpflege stieg sie weiter an auf 8,44 Tage (2009: 8,18). In der Rehabilitation reduzierte sie sich zwar leicht auf 23,95 Tage (2009: 24,48 Tage), ist aber immer noch hoch.

Umsetzung der Spitalplanung
Ein wichtiger Meilenstein der kantonalen Spitalplanung wurde am 6. Januar 2010 mit der Eröffnung der kardiovaskulären Rehabilitation im HFR Billens erreicht. Damit konnte eine Lücke in der Betreuung von Herzpatienten geschlossen werden. Insgesamt registrierte das HFR Billens 2010 in der kardiovaskulären Rehabilitation 195 stationäre Patienten. Zusätzlich wurde eine grosse Anzahl der Patienten ambulant betreut. Die Abteilung startete 2010 mit 14 Betten und steigerte die Kapazität aufgrund der hohen Nachfrage bis Anfang 2011 auf 20 Betten.

Die Überwachungspflegestation im HFR Tafers mit vier Betten konnte plangemäss im September 2010 eingerichtet werden. Mit dieser neuen Station bietet das HFR nun an allen drei Akutstandorten in Freiburg, Riaz und Tafers Leistungen in Überwachungspflege an, womit die Verlegung von Patienten vermindert werden kann.

Das Umbauprojekt am HFR Meyriez-Murten kam 2010 nur langsam voran: Einsprachen in Zusammenhang mit der öffentlichen Ausschreibung bremsten den Fortgang der Arbeiten. Der Umbau des HFR Meyriez-Murten ist eines der letzten grossen Projekte im Rahmen der kantonalen Spitalplanung und ermöglicht die Einrichtung einer Abteilung für Neurorehabilitation und Palliativpflege. Bauherr ist das Gesundheitsnetz See (GNS). Der erste Teil eines wichtigen Bauprojekts konnte im März 2010 beendet werden: die Einweihung des neuen Gebäudes Bertigny III am HFR Freiburg - Kantonsspital. Es beherbergt vier Operationssäle, die mit modernster Technologie ausgestattet sind. Der bisherige Operationstrakt konnte ebenfalls renoviert werden und wird ab Mitte 2011 über zwei moderne Säle sowie weitere Räumlichkeiten verfügen.

Einführung leistungsfähiger Managementtools und Investition in die Aus- und
Weiterbildung
Das HFR setzte 2010 Akzente, um die Qualität und Effizienz seiner Dienstleistungen zum Wohl seiner Patienten weiter zu steigern. Gleichzeitig ist die Zusammenarbeit im Netzwerk am HFR mittlerweile an vielen Orten Wirklichkeit geworden, beispielsweise in den Labors, in der Hämodialyse, aber auch mit dem Patientendossier, das in elektronischer Form bereits heute in Freiburg und Meyriez-Murten existiert und bis 2012 an allen Standorten Realität wird. Weiter wurde das PACS (Picture Archiving and Communication System) zur digitalen Verwaltung von radiologischem Bildmaterial eingeführt, womit Röntgenbilder nun im gesamten HFR zugänglich sind.
Im Bereich der Aus- und Weiterbildung war das HFR ebenfalls sehr aktiv: Neu bietet das HFR Nachdiplomstudiengänge für Expertinnen und Experten Notfallpflege, Intensivpflege und Anästhesiepflege an. Mit dem Angebot will sich das HFR angesichts des Personalmangels in diesen Sektoren rüsten.
Im Bereich der ärztlichen Ausbildung konnte der erste Jahrgang mit 21 Studierenden des dritten Studienjahres in Humanmedizin in Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg erfolgreich durchgeführt werden. Der zweite Jahrgang mit 43 Studierenden startete im September.
Das HFR investierte 2010 ebenfalls in die Sicherheit der Patienten und führte das Patienten- Identifikations-Armband ein. Auch in der Ermittlung der Patientenzufriedenheit ist das HFR innovativ: Seit November 2010 können Patienten ihre Meinung zu den Spitalleistungen online auf der unabhängigen Website www.medicosearch.ch abgeben, womit das HFR einen Beitrag leistet für mehr Transparenz.
Erstmals seit Gründung des HFR ermittelte das HFR 2010 anhand einer Mitarbeiterbefragung die Zufriedenheit seines Personals. Die Ergebnisse wurden mit jenen anderer Spitäler verglichen. Sie zeigen, dass die Zufriedenheit des Personals des HFR vergleichbar ist mit jener anderer Spitäler. Insgesamt sind rund zwei Drittel des Personals ziemlich bzw. sehr zufrieden. Die Bereiche, welche vom Personal bemängelt wurden, werden 2011 mit gezielten Massnahmen angegangen.

Blick in die Zukunft: Vision 2015
Das Jahr 2010 diente ebenfalls zur Vorbereitung der Vision 2015, unter Berücksichtigung der neuen Spitalfinanzierung per 1. Januar 2012 und der Öffnung der Kantonsgrenzen. Die Vision 2015 beinhaltet auch Projekte zum Ausbau der Spitalinfrastruktur, welche der laufenden Tätigkeitszunahme und den steigenden Anforderungen hinsichtlich Qualität, Sicherheit und Komfort genügen muss.

Text- und Bildmaterial
Dieser Text sowie weitere Beilagen (Jahresbericht 2010, Powerpoint-Präsentation: Bilanz 2010) stehen zum Download zur Verfügung unter http://www.fr.ch/hfr/de/pub/aktuell/medienmitteilungen.htm.

Letzte Aktualisierung am 23.04.2018 um 12:40