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Pilotprojekt zur Aufnahme von Betagten im Anschluss an einen Spitalaufenthalt

Die Direktion für Gesundheit und Soziales hat am Montag ein Pilotprojekt für eine Abteilung zur vorübergehenden Aufnahme und Orientierung (AVAO) vorgestellt. Die Abteilung verfügt über 19 Betten und stellt den Übergang zwischen einem Spitalaufenthalt und der Rückkehr nach Hause bzw. dem Eintritt in ein Pflegeheim sicher. Sie entspricht einem Bedürfnis der Betagten und ihren Familien und wird ausserdem den Verbleib zu Hause fördern.

Die Direktorin für Gesundheit und Soziales, Anne-Claude Demierre, hat in Begleitung des Oberamtmanns Carl-Alex Ridoré, des medizinischen Direktors des HFR und weiteren Anwesenden über den Auftrag der im Pflegeheim "La Providence" untergebrachten AVAO informiert. Die 19-Betten-Abteilung stellt eine zeitlich begrenzte Betreuung von Betagten im Anschluss an einen Spitalaufenthalt sicher und entspricht einem nachgewiesenen Bedarf. Aufgenommen werden betagte Patientinnen und Patienten, die zwar keine Spitalpflege mehr benötigen, aber noch nicht nach Hause zurückkehren können oder aber auf einen Pflegeheimplatz warten. Die Patientinnen und Patienten werden in der AVAO entsprechend betreut und gepflegt. Darüber hinaus werden Leistungen organisiert, die beim Austritt aus der AVAO zum Zuge kommen. Die maximale Aufenthaltsdauer in der AVAO beträgt drei Monate. Die Leistungen richten sich an Freiburger Patientinnen und Patienten der Spitäler und Kliniken für somatische Pflege.


In der AVAO kümmern sich Pflegepersonal, Physiotherapeut und Ergotherapeut sowie eine Mitarbeiterin der Patientenberatung um die beherbergte Person. Sie zentralisieren die Angaben zur betroffenen Person, analysieren ihre Bedürfnisse und beurteilen ihr soziales Netzwerk. Danach definieren ein entsprechendes Pflege- und Betreuungsprojekt. Besteht die Möglichkeit einer Rückkehr nach Hause, so stellt die Mitarbeiterin der Patientenberatung im Hinblick auf die Organisation allfälliger Betreuungsleistungen den Kontakt zur Familie, zum Dienst für Hilfe und Pflege zu Hause oder zu privaten Einrichtungen her. Ist das Ziel hingegen eine Verlegung in ein Pflegeheim, so stellt die Mitarbeiterin der Patientenberatung den Kontakt zu den möglichen Pflegeheimen her und kümmert sich um die Organisation der Verlegung in die von der betroffenen Person und ihrer Familie gewählte Einrichtung.

Für Carl-Alex Ridoré, Präsident des Projektausschusses, ist diese Pilot-Abteilung ein wichtiges Element für die Koordination der Betagtenbetreuung: "Die AVAO beabsichtigt eine umfassende Betreuung, die eine Vernetzung der Leistungserbringer und der im Betagtenbereich auf kommunaler und kantonaler Ebene aktiven Einrichtungen erfordert. Die vernetzende Dimension dieser Leistung, die gesundheitliche und soziale Aspekte miteinander vereint, ist äusserst wichtig."
Der Betrieb der AVAO erfordert namentlich eine Personalaufstockung. Von den zusätzlichen Kosten in Höhe von 465 000 Franken gehen 209 000 Franken zu Lasten des Staates und 256 000 Franken zu Lasten der Gemeinden. Staatsrätin Anne-Claude Demierre betonte ihrerseits, dass mit dem Pilotprojekt nicht nur die Zahl der Fehlbelegungen gesenkt, sondern vor allem auch ein weiterer Schritt in Richtung umfassende Betreuung älterer Menschen und Verbleib zu Hause getan werden kann. Das Projekt sei eine konkrete Folge von "Senior+". Sind die Erfahrungen mit der Pilot-AVAO positiv, so könnten in anderen Regionen des Kantons weitere solche Abteilungen entstehen.

Letzte Aktualisierung am 25.05.2018 um 10:22