Was gibts Neues im HFR? Hier finden Sie alle wichtigen Infos

Die Gesundheit, seit Menschengedenken ein wichtiges Anliegen, ist heute zu einem zentralen Thema geworden, das uns tagtäglich beschäftigt. Das HFR steht deshalb regelmässig im Fokus des Medieninteresses und der politischen und wirtschaftlichen Tagesaktualität – auf kantonaler wie auf nationaler Ebene.

Neben spezifischen Informationen für Medienschaffende finden Sie sämtliche News, Veranstaltungshinweise, Medienmitteilungen sowie weitere Infos in Zusammenhang mit der Tätigkeit und Entwicklung des freiburger spitals.

News

Ausgeglichenes Jahresergebnis 2011

Ein ausgeglichenes Ergebnis und eine höhere Spitaltätigkeit: So präsentiert sich das fünfte Betriebsjahr des freiburger spitals (HFR). Wie im Vorjahr lagen Aufwand und Ertrag über dem Budget. Dank der Zunahme der Tätigkeit insbesondere im ambulanten Bereich stieg der Ertrag und deckte die Mehrkosten vollumfänglich. Das Endergebnis ist positiv: Das vom Staat Freiburg gewährte Globalbudget von rund 190 Mio. Franken wurde um 358'000 Franken unterschritten. Die Anzahl stationär betreuter Patienten blieb stabil mit rund 20'487 Austritten. Die ambulante Tätigkeit hingegen stieg weiter an und verzeichnete ein Plus von 10,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Betriebsaufwand stieg auf rund 420 Mio. Franken (10,2 Mio. über Budget). Insbesondere der Personalaufwand und die Sozialleistungen wichen um 6,4 Mio. Franken vom Budget ab, was auf die Überschreitung der bewilligten Stellen und die Rückstellung für angehäufte Überstunden zurückzuführen ist. Beides erklärt sich teilweise aus der Zunahme der Spitaltätigkeit. Dank Mehrerträge in der allgemeinen Abteilung (+ 2.1 Mio. Franken), der privaten Abteilung (+ 1,5 Mio. Franken) und aus der ambulanten Tätigkeit (+ 7 Mio. Franken) resultierte dennoch ein ausgeglichenes Ergebnis: Die Spitalerträge (+ 10,6 Mio. Franken) decken den zusätzlichen Betriebsaufwand vollständig. Das vom Staatsrat genehmigte Globalbudget von 190 Mio. Franken konnte somit eingehalten werden bzw. wurde mit einer Differenz von 358'000 Franken nicht voll ausgeschöpft.

Ambulante Tätigkeit nimmt weiter zu
Die Tätigkeit im ambulanten Bereich stieg um 10,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr weiter an. Der landesweit beobachtete Trend hin zu einer Zunahme der ambulanten Spitaltätigkeit hält somit unvermindert an. Demgegenüber blieb die Zahl hospitalisierter Patienten stabil mit 20'487 Austritten (2010: 20'311).
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Patienten bleibt unverändert hoch und liegt in der Akutpflege bei 8,27 Tagen (2010: 8,43 Tage). Heimplätze für Patienten zu finden, die nicht mehr im Spital versorgt werden müssen, war somit auch 2011 schwierig. In der Rehabilitation war die Aufenthaltsdauer praktisch unverändert mit 23.82 Tagen (2010: 24,24).

Vorbereitung auf die neue Spitalfinanzierung
Das Jahr 2011 war in mancher Hinsicht ein Übergangsjahr: Die neue Spitalfinanzierung, die seit 1. Januar 2012 Realität ist, beschäftigte das HFR auf vielen Ebenen. Es galt, das Spital auf den bevorstehenden tiefgreifenden Wandel vorzubereiten: Aufstockung des Personals für die medizinische Codierung, Schulungen des Ärztepersonals für die Erfassung der medizinischen Daten, Anpassung des Gesetzes über das HFR, Entwicklung von Klinikpfaden für eine verbesserte und effizientere Patientenbetreuung, usw.

Daneben läutete das Jahr 2011 auch einen Wechsel in der obersten Führungsetage des HFR ein: Generaldirektor Hubert Schaller wird im September 2012 in den Ruhestand treten. Zu seiner Nachfolgerin wurde Pauline de Vos Bolay ernannt, die ihr Amt am 1. April 2012 angetreten hat. Der Verwaltungsrat erfuhr per Ende 2011 auch einen Wechsel, mit der Reduktion seiner Mitglieder von elf auf neun Personen und mit einem neuen Präsidenten, Philippe Menoud.

Bauprojekte auf gutem Weg
Als letztes grosses Projekt der kantonalen Spitalplanung konnte der Neu- und Umbau des HFR Meyriez-Murten soweit vorbereitet werden, dass Ende 2011/Anfang 2012 das Bauvorhaben den Gemeinden und der Bevölkerung des Seebezirks präsentiert wurde. Sofern der Grosse Rat und der Staatsrat dem Projekt zustimmen, können die Bauarbeiten 2013 beginnen. Im HFR Riaz konnte im November nach kurzer Bauzeit das neue Radiologiegebäude samt MRI-Gerät in Betrieb genommen werden.

Effizienz steigern und Attraktivität bewahren
Die Digitalisierung der medizinischen Informationssysteme schritt 2011 weiter voran, so in der medizinischen Bildgebung, beim elektronischen Patientendossier oder in der Patientenagenda. Inzwischen ist die Einführung dieser Informationssysteme an den meisten Standorten weit fortgeschritten. Damit machte das HFR einen weiteren Schritt in Richtung Effizienzsteigerung.

Die Aus- und Weiterbildung spielt im HFR eine zentrale Rolle: einerseits, um den medizinischen Nachwuchs zu sichern, andererseits zur Förderung des Personals und somit zur Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber. Das HFR empfing im Herbst 80 Medizinstudierende des dritten Studienjahres, um diese in der klinischen Tätigkeit auszubilden. Dies bedeutete fast eine Verdoppelung der Anzahl Studierenden gegenüber dem Vorjahr, was die gesamte Ärzteschaft forderte. Das Departement Berufsbildung der Pflegedirektion entwickelte neben den 2010 gestarteten Nachdiplomstudiengängen für Expertinnen und Experten Anästhesie-, Intensiv- und Notfallpflege weitere Bildungsangebote, die auf grosses Interesse stossen.

Angesichts des zunehmenden Ärztemangels in der Schweiz spielt die Attraktivität eines Spitals eine bedeutende Rolle. Als zweisprachige Einrichtung kann das HFR im deutschen und französischen Sprachraum Personal rekrutieren, was ein grosser Vorteil ist. Trotzdem gelang es nicht, innert kurzer Frist die Nachfolge von zwei Chefärztinnen der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am HFR Freiburg - Kantonsspital zu regeln, weshalb die Klinik im September einen Teil ihrer Dienstleistungen einschränken musste. Zwei Experten wurden beauftragt, das Management der Ereignisse zu untersuchen. Die Resultate aus dieser Untersuchung stehen noch bevor. Ein neues Team qualifizierter Ärzte nahm jedoch bereits am 1. Oktober seine Tätigkeit auf, womit die Klinik rasch wieder alle Dienstleistungen anbieten konnte.

Mehr Qualität zugunsten der Patienten
Für die Sicherheit und Qualität in der Betreuung der Patienten engagierten sich die Mitarbeitenden des HFR in zahlreichen Projekten. Interdisziplinäre Teams erarbeiteten Ansätze für die Optimierung von Behandlungspfaden und engagierten sich in Expertenkommissionen. Die Abteilung Qualitätsmanagement war sehr aktiv im Erarbeiten von Prozessen und begann mit internen Audits. Im Risikomanagement wurde eine Risikopolitik definiert und eine Meldeplattform für Zwischenfälle eingeführt. Nicht zuletzt hat das HFR den nationalen Qualitätsvertrag unterschrieben und sich somit verpflichtet, den Vorgaben des Nationalen Vereins für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken ANQ zu folgen und Qualitätsmessungen durchzuführen.

Text- und Bildmaterial
Dieser Text sowie weitere Beilagen (Jahresbericht 2011, Powerpoint-Präsentation: Das HFR 2011) stehen zum Download zur Verfügung unter http://www.fr.ch/hfr/de/pub/aktuell/medienmitteilungen.htm.

Letzte Aktualisierung am 27.09.2018 um 16:49