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Präsentation der mittel- und langfristigen Strategien des HFR - Standpunkt des Staatsrates

Der Staatsrat schlägt die Erheblicherklärung des Postulats Siggen/Stempfel-Horner vor. Er wird sich mit dem Verwaltungsrat des HFR treffen, um die Angemessenheit der verschiedenen Massnahmen, die das HFR plant, zu untersuchen. Bei einer Medienkonferenz diesen Montagnachmittag hat der Staatsrat betont, dass Massnahmen, die sich erheblich auf die Spitallandschaft des Kantons auswirken, nur mit fundierten und konkreten Argumenten beschlossen werden können. Die Aufrechterhaltung von qualitativ hochstehenden Pflegeleistungen für die gesamte Kantonsbevölkerung ist auch weiterhin seine Priorität.

Staatsratspräsident Georges Godel und die Direktorin für Gesundheit und Soziales Anne-Claude Demierre haben den Standpunkt des Staatsrates zu den spital­organisatorischen Überlegungen des HFR bekannt gegeben. Diese Stellungnahme ist die Folge des Postulates Siggen/Stempfel-Horner, in dem ein Bericht über die verschiedenen strategischen Ausrichtungen, die derzeit im HFR zur Diskussion stehen, verlangt wird.

HFR: Geplante organisatorische Entscheide und Szenarien
Mit der neuen Spitalfinanzierung kam es bei den Verantwortlichkeiten zu grundlegenden Änderungen: Das HFR hat nun mehr Handlungsspielraum als bislang und auch die Zuständigkeiten des Verwaltungsrates wurden ausgebaut. Letzterer kann neu die Organisation der Spitaltätigkeiten beschliessen; die kantonale Gesundheitsplanung, die geografische Situierung der Standorte und ihre Aufrechterhaltung fallen indes weiterhin in die Zuständigkeit des Staatsrates.

Die neuen budgetären Kompetenzen erfordern vom HFR, dass es die vom Gesetz über die Finanzierung der Spitäler und Geburtshäuser auferlegten Grenzen für eine ausgeglichene Jahresrechnung einhalten muss. Wie es scheint, werden jedoch die Tarife 2012 nicht ausreichen, um die Kosten zu decken. Das HFR plant deshalb verschiedene, zeitlich gestaffelte Sparmassnahmen, die anlässlich der Medienkonferenz von seiner Generaldirektorin und von seinem Verwaltungsrats­präsidenten vorgestellt wurden.

Neben den kurzfristigen Massnahmen zur Verbesserung der Effizienz werden (insbesondere kürzere Aufenthaltsdauer und weniger Fehlbelegungen) verschiedene kurz- bis mittelfristigen Massnahmen (6 bis 18 Monate) in Erwägung gezogen:

  • Bettenschliessung in der Abteilung für innere Medizin am Standort Freiburg;
  • Schliessung des Operationstrakts an den Wochenenden und in der Nacht am Standort Tafers, aufgrund der schwachen Auslastung zu diesen Zeiten;
  • Verlegung der Betten der Überwachungspflege vom Standort Tafers nach Freiburg, aufgrund der geringen Auslastung;
  • Verlegung der Gynäkologie vom Standort Riaz nach Freiburg, aufgrund des geringen Belegungsgrades.

Die Verlegung der Geburtshilfeabteilung vom Standort Riaz nach Freiburg ist nicht unmittelbar geplant; sie muss zuerst eingehend analysiert werden.

Der HFR-Verwaltungsrat wird sich in Kürze über die Umsetzung dieser Massnahmen äussern.

Ein paar Optionen sind noch offen und müssen besprochen werden. So wird sich der Verwaltungs­rat bald darüber äussern, ob eine Schliessung des Standorts Châtel-St-Denis angebracht ist. Wenn ja, wird er beim Staatsrat ein entsprechendes Gesuch einreichen. Langfristig ist eine Zusammen­legung der Akutpflegetätigkeit auf einen Standort (Standort Freiburg oder neues Spital) mit mehreren Standorten für Rehabilitation und Geriatrie vorgesehen, unter Berücksichtigung der allfälligen Schaffung von Permanence-Betrieben. Es wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, bei der die Angemessenheit dieser Massnahmen überprüft werden soll.

Pflegequalität für die gesamte Bevölkerung
Sowohl Georges Godel als auch Anne-Claude Demierre betonen: Auch der Staatsrat möchte die Position des HFR in der Schweizer Spitallandschaft stärken. Er hat deshalb beschlossen, sich mit dem HFR-Verwaltungsrat zu treffen, um die Angemessenheit der noch offenen Massnahmen, die in den Zuständigkeitsbereich des Staatsrates fallen, zu prüfen. Im Falle eines formellen Antrags des Verwaltungs­rates wird sich der Staatsrat versichern, dass die Zusammenlegung der Akutpflegetätigkeit und die allfällige Schliessung des Standorts Châtel-St-Denis dem Spitalpflegebedarf der Bevölkerung optimal entsprechen.

Der Staatsrat erwartet ferner, dass in der Machbarkeitsstudie nicht nur die wirtschaftlichen und medizinischen Aspekte, sondern auch die Übereinstimmung der HFR-Projekte mit den Grundsätzen der Spitalplanung untersucht werden. Was den grundlegenden Auftrag des Staates betrifft, soll heissen: Aufrechterhaltung von qualitativ hochstehenden Pflegeleistungen für die gesamte Kantons­bevölkerung, wird er keine Konzessionen machen. Gegebenenfalls wird er prüfen, ob eine allfällige Übernahme der unzureichenden Finanzierung des HFR erforderlich ist.

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Letzte Aktualisierung am 19.01.2018 um 13:38