Was gibts Neues im HFR? Hier finden Sie alle wichtigen Infos

Die Gesundheit, seit Menschengedenken ein wichtiges Anliegen, ist heute zu einem zentralen Thema geworden, das uns tagtäglich beschäftigt. Das HFR steht deshalb regelmässig im Fokus des Medieninteresses und der politischen und wirtschaftlichen Tagesaktualität – auf kantonaler wie auf nationaler Ebene.

Neben spezifischen Informationen für Medienschaffende finden Sie sämtliche News, Veranstaltungshinweise, Medienmitteilungen sowie weitere Infos in Zusammenhang mit der Tätigkeit und Entwicklung des freiburger spitals.

News

Das HFR auf dem Weg zu mehr Effizienz

Der Verwaltungsrat des freiburger spitals (HFR) hat die kurz- und mittelfristigen Massnahmen, die der Direktionsrat zur Steigerung der Effizienz des Spitals vorgeschlagen hat, gutgeheissen. Dahinter steht das Bestreben des HFR, die Sicherheit und Qualität der Patientenversorgung zu verbessern. Die Massnahmen werden per 1. September 2012 umgesetzt. Betroffen sind vorerst die Standorte Freiburg, Riaz und Tafers. Die Schliessung des HFR Châtel-St-Denis wurde beim Staatsrat offiziell beantragt.

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet das HFR ein Defizit von 15 Mio. Franken, eine negative Folge der neuen Spitalfinanzierung. Die kurz- und mittelfristigen Massnahmen, die der Verwaltungsrat des HFR beschlossen hat, sollen helfen, dieses Defizit abzufedern und die Grundlage für mehr Effizienz in den kommenden Jahren zu schaffen. Des Weiteren haben sie zum Ziel, über eine optimale Nutzung der Ressourcen die Qualität der Dienstleistungen zu steigern. Das HFR will so noch besser auf die Bedürfnisse und Erwartungen eingehen, welche die Bevölkerung an ihre Spitalversorgung stellt.

Die kurz- und mittelfristigen Massnahmen wurden in groben Zügen bereits an der Medienkonferenz vom 4. Juni 2012 vorgestellt, die der Staatsrat als Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss zur künftigen strategischen Ausrichtung des HFR durchgeführt hat. Sie werden nun umgesetzt. Betroffen sind vorerst das HFR Freiburg - Kantonsspital, das HFR Riaz und das HFR Tafers. Was die Schliessung des Standorts Châtel-St-Denis betrifft, reichte der Verwaltungsrat des HFR beim Staatsrat einen offiziellen Antrag ein. Zur Erinnerung: Der Entscheid über die Schliessung von Standorten liegt in der Kompetenz des Staatsrates. Dieser prüft nun den Antrag.

Am 1. September werden folgende kurz- und mittelfristigen Massnahmen umgesetzt:

  • HFR Freiburg - Kantonsspital: Schliessung von 15 Betten der Inneren Medizin
  • HFR Riaz: Reorganisation von Betten der Chirurgie/Orthopädie
  • HFR Riaz: Verlegung der gynäkologischen Tätigkeit nach Freiburg
  • HFR Tafers: Schliessung des Operationstraktes in der Nacht und am Wochenende
  • HFR Tafers: Verlegung der Tätigkeit von 2 Betten Überwachungspflege nach Freiburg und Schliessung der 2 restlichen Betten

Aufrechterhaltung sämtlicher Leistungen
Die Hintergründe und Folgen dieser fünf Massnahmen werden in den Merkblättern "Kurz- und mittelfristige Massnahmen zur Steigerung der Effizienz am HFR" ausführlich erläutert (im Internet zum Download bereit unter www.h-fr.ch > Aktuell > Medienmitteilungen). Generell berücksichtigen sämtliche Massnahmen die Anforderungen an die Qualität und Sicherheit der medizinischen Versorgung, den Bettenbelegungsgrad und das Tätigkeitsvolumen der einzelnen Abteilungen, die Anforderungen im Hinblick auf den ärztlichen Nachwuchs und die Notwendigkeit, die Kosten unter Kontrolle zu halten. Wichtig: Das HFR erfüllt weiterhin alle Aufträge der kantonalen Spitalplanung. Das heisst, alle Dienstleistungen werden wie bisher angeboten. Ausserdem haben diese kurz- und mittelfristigen Massnahmen keine Entlassungen zur Folge. Je nach Bedarf kann es jedoch zu Versetzungen in andere Abteilungen bzw. an andere Standorte kommen. Die Umsetzung dieser kurz- und mittelfristigen Massnahmen vermag das für 2012 erwartete Budgetdefizit allerdings nicht zu decken. Gemäss Hochrechnungen belaufen sich die Einsparungen, die sich durch diese Massnahmen (ohne Schliessung des Standorts Châtel-St-Denis) erzielen lassen, auf rund 3,5 Mio. Franken. Diese Einsparungen werden jedoch nur zum Teil bereits 2012 wirksam. Die kurz- und mittelfristigen Massnahmen, die der Verwaltungsrat des HFR beschlossen hat, sind von der langfristigen Strategie zu unterscheiden.

Letztere wird im Lauf der nächsten zehn Jahre umgesetzt und dient in erster Linie dazu, das HFR in der Schweizer Spitallandschaft stark und nachhaltig zu positionieren. Diese Langzeitstrategie berücksichtigt die aktuellen Entwicklungen in Medizin und Gesellschaft. Dazu gehören insbesondere das Wachstum und die Alterung der Bevölkerung, der Mangel an Hausärzten, die wachsenden Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Ärzten in bestimmten Fachbereichen und die zunehmende Spezialisierung in der Medizin. Daneben trägt die Langzeitstrategie auch der angespannten finanziellen Lage Rechnung, welche die neue Spitalfinanzierung mit sich bringt.

Zur Erinnerung: Der Verwaltungsrat hat den Direktionsrat in diesem Frühjahr beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zum Szenario "Ein öffentliches Akutspital und mehrere Standorte für Rehabilitation und geriatrische Medizin unter Berücksichtigung eventueller Permanencen" durchzuführen. Die Ergebnisse dieser Studie werden bis Ende 2012 erwartet.

Mediendossier Diese Medienmitteilung, die Merkblätter "Kurz- und mittelfristige Massnahmen zur Steigerung der Effizienz am HFR" und die Powerpoint-Präsentation "Umsetzung der kurz- und mittelfristigen Massnahmen" können unter www.h-fr.ch/hfr/de/pub/aktuell/medienmitteilungen.htm heruntergeladen werden.

Letzte Aktualisierung am 25.05.2018 um 10:22