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News

Resorbierbare Stents - ein Meilenstein für die Kardiologie-Abteilung des HFR

Um verengte Herzgefässe zu behandeln, setzt die Kardiologie-Abteilung des freiburger spitals (HFR) seit Kurzem vollständig abbaubare Stents ein. Diese sollen in Zukunft die herkömmlichen Metallstents ersetzen. Das HFR ist eines von drei Zentren in der Schweiz, welche dieses hochmoderne Implantat für Patienten mit Herzinsuffizienz verwenden.

Mit dem Einsatz resorbierbarer Stents* sichert sich das HFR einen Spitzenplatz in der Behandlung von Erkrankungen der Herzkranzgefässe. Als Alternative zu den herkömmlichen Gefässstützen aus Metall stellt diese innovative Technologie für Herzpatienten einen wichtigen Schritt hin zu mehr Lebensqualität dar.

Im Gegensatz zu den Metallstents bauen sich diese neuen Gefässstützen im Körper vollständig ab. Sie bestehen aus einem biokompatiblen Polymer aus Polylactiden, das in der Medizin unter anderem für resorbierbares Nahtmaterial eingesetzt wird. Resorbierbare Stents beginnen sich nach etwa sechs Monaten allmählich aufzulösen, bis sie nach zweieinhalb Jahren vollständig abgebaut sind. Dies hat den Vorteil, dass im Blutgefäss des Patienten kein Fremdkörper zurückbleibt. Damit entfällt auch das Risiko, nachträglich eine Thrombose oder eine Allergie zu entwickeln. Das Gefäss findet ohne Metallstütze zudem leichter in seinen natürlichen Zustand zurück. Sobald die Stütze aufgelöst ist, ist es erneut frei beweglich und kann sich wie ein unbehandeltes Gefäss weiten. Ein weiterer Vorteil für den Patienten, aber auch für den Kardiologen ist, dass der vollständige Abbau der Prothese künftige (chirurgische oder instrumentelle) Eingriffe wieder uneingeschränkt ermöglicht.

Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Stéphane Cook, Belegarzt, Facharzt für Kardiologie und Professor am Departement für Medizin der Universität Freiburg, hat die Abteilung Kardiologie am HFR Freiburg - Kantonsspital bislang rund zwanzig resorbierbare Stents eingesetzt. Im Rahmen der internationalen Gruppe für klinische Studien, welche die Sicherheit und Leistungsfähigkeit dieser neuen Stent-Generation untersucht und evaluiert, setzte Prof. Dr. med. Cook 2009 als erster Kardiologe in der Schweiz eine solche Gefässstütze ein. Die Stents werden vom amerikanischen Labor Abbott hergestellt und sind durch die EU sowie durch Swissmedic zertifiziert. Seit September sind sie auf dem freien Markt erhältlich. Neben dem Universitätsspital Lausanne und der Klinik Hirslanden in Zürich wendet das HFR als drittes Schweizer Zentrum die neue Methode an.

*Ein Stent ist ein gitterartiges, röhrenförmiges Implantat, das bei Patienten eingesetzt wird, die unter einer Verengung (Stenose) der Herzkranzgefässe leiden. Diese kann anginöse Schmerzen oder einen Herzinfarkt zur Folge haben. Der Stent sorgt für einen ungehinderten Blutfluss, indem er das verstopfte Gefäss weitet und bei dessen Neubildung unterstützt.

Letzte Aktualisierung am 27.09.2018 um 16:49