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News

Krebsregister Freiburg neu mit jährlicher Publikation

Eine eingehende Analyse der Daten zu einer bestimmten Krebsart, die seit Anfang 2006 erhoben wurden - so lautet das Ziel der neuen jährlichen Publikation des Krebsregisters Freiburg. In der ersten Ausgabe hat sich der wissenschaftliche Vorstand mit Brustkrebs befasst. Von allen Zahlen ist eine ganz besonders hervorzuheben: Die Überlebensrate der Freiburger Brustkrebspatientinnen ist höher als der Schweizer Durchschnitt.

Die erste Ausgabe der jährlichen Publikation des Krebsregisters Freiburg widmet sich dem Thema Brustkrebs. Ziel der Publikation ist es, die seit Anfang 2006 erhobenen Daten zu einer bestimmten Krebsart alljährlich eingehend zu analysieren. In den kommenden Jahren sollen Lungenkrebs, Dickdarmkrebs, Prostatakrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs untersucht werden.
Wieso gerade Brustkrebs? Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. "23 % aller diagnostizierten Krebserkrankungen betreffen die Brust. Zwischen 2006 und 2010 erhielten 1088 Freiburgerinnen die Diagnose Brustkrebs", erklärt Professor Daniel Betticher, Chefarzt für Medizinische Onkologie am HFR Freiburg - Kantonsspital, in den Schlussfolgerungen der Publikation. Dr. Chung-Yol Lee, Kantonsarzt und Präsident des wissenschaftlichen Vorstands des Krebsregisters, schreibt im Vorwort: "Brustkrebs ist der Krebs mit der besten Früherkennung; dies führt jedoch sowohl beim breiten Publikum als auch unter den Wissenschaftlern noch immer zu zahlreichen hitzigen Debatten."

Höhere Überlebensrate
Gemäss den seit Anfang 2006 erhobenen Daten weist der Kanton Freiburg eine durchschnittliche Häufigkeitsrate von 122,6 Krebsfällen auf 100 000 Frauen auf (standardisiert nach Europäischer Norm). Ausserdem entspricht die Sterblichkeitsrate dem Schweizer Durchschnitt. In den anderen Kantonen der Romandie ist diese Zahl ungefähr gleich hoch. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt ihrerseits bei 85 % und somit knapp über dem Schweizer Durchschnitt. Dieses gute Ergebnis ist teilweise auf das Programm zur systematischen Vorsorgeuntersuchung in unserem Kanton zurückzuführen. Letzteres ermöglicht nämlich eine frühzeitige Diagnose im frühen Stadium.
Auf rund 30 Seiten wird auf das Thema Brustkrebs eingegangen, von der Häufigkeitsarte über den Stand der Forschung in Therapie und Diagnostik bis hin zur Sterblichkeitsrate. Die Publikation richtet sich zwar nicht nur an die breite Öffentlichkeit, enthält aber ein reichhaltiges Glossar, mit dem sich auch Laien in den Analysen zurechtfinden können.
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Beispielhafte Zusammenarbeit der Ärzteschaft
"Die Publikation zeigt uns, dass Brustkrebspatientinnen in unserem Kanton sehr gut betreut werden", freut sich Dr. Bertrand Camey, der seit seiner Schaffung im Jahr 2006 Leiter des Krebsregisters ist (s. Präsentation Krebsregister in der Beilage). "Ausserdem zeigt die Studie, dass wir ein ausgesprochen gutes Zentrum für Brustkrebs-Früherkennung haben." Mit den erhobenen Daten kann nämlich auch die Wirksamkeit des Mammografie-Screening-Programms analysiert werden.
Dr. Camey will die Erstpublikation auch nutzen, um auf einen Punkt einzugehen, der ihm ganz besonders am Herzen liegt: "Ich war überrascht, wie gut die Ärztinnen und Ärzte im Kanton Freiburg auf das Programm reagiert haben. Die gesamte Ärzteschaft arbeitet gut und gerne mit dem Krebsregister zusammen und hat die Bedeutung seines Auftrags bestens verstanden." Eine solche Haltung scheint nicht überall in der Schweiz selbstverständlich zu sein.
Die Publikation finden Sie unter:www.liguecancer-fr.ch/fr/registre_des_tumeurs/publication_annuelle/

Krebsregister Freiburg: ein unerlässliches Instrument
Das Krebsregister Freiburg wurde im Jahr 2006 geschaffen, insbesondere dank der finanziellen Unterstützung der Loterie Romande. Sein Ziel ist die Erhebung und die Analyse aller Daten im Zusammenhang mit Krebs-erkrankungen im Kanton. Solche Informationen sind unerlässlich, wenn man die Folgen der verschiedenen Krebsarten besser verstehen will.
Das Register wird im Auftrag der Direktion für Gesundheit und Soziales von der Krebsliga Freiburg geführt. Seit seiner Entstehung wird es von Rose-Marie Rittener und Dr. Bertrand Camey geleitet; es beschäftigt drei Personen zu 2,5 Vollzeitäquivalenten.

Das Krebsregister ist ein wertvolles Instrument, und zwar nicht nur für die epidemiologische Forschung, sondern auch für die Planung von Gesundheits-dienstleistungen und Programmen zur Krebsbekämpfung sowie für deren Beurteilung. Somit ermöglich das Register auch eine Fokussierung der Prävention. Übrigens ist der Datenschutz der Patienten stets gewährleistet. Das Krebsregister Freiburg wird von einem wissenschaftlichen Vorstand gesteuert, der aus einem halben Dutzend Fachpersonen besteht und vom Kantonsart Dr. Chung-Yol Lee präsidiert wird.
Die Finanzierung des Registers erfolgt über Beiträge des Kantons Freiburg (535 000 Franken von 2007 bis Ende 2012) und der Loterie Romande, ergänzt durch die Unterstützung des Bundes und der Krebsliga Freiburg.
www.liguecancer-fr.ch/de/krebsregister/

Letzte Aktualisierung am 26.03.2018 um 17:49