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News

Memory Clinic im Kanton Freiburg: ein gemeinsames Angebot des HFR und des FNPG und eine Website

Das Freiburger Netzwerk für psychische Gesundheit (FNPG) und das freiburger spital (HFR) haben ein neues Angebot vorgestellt, das sie gemeinsam entwickelt haben: die Memory Clinic und die zugehörige Informations-Website (http://www.gedaechtnis-freiburg.ch). Mit der 2010 entstandenen Zusammenarbeit soll die diagnostische Kapazität für Gedächtnispathologien in beiden Einrichtungen verbessert werden. Die Sprechstunden werden an folgenden Standorten angeboten: FNPG - Stationäres Behandlungszentrum Marsens, HFR Billens, HFR Freiburg - Kantonsspital, HFR Meyriez-Murten, HFR Riaz und HFR Tafers.

Die Prävalenz der kognitiven Störungen nimmt bei den älteren, aber auch bei jüngeren Menschen konstant zu. Die Bevölkerungsentwicklung in den kommenden Jahren wird das Problem der Diagnostik und der Versorgung dieser Menschen noch verstärken. In der Schweiz erkranken jedes Jahr etwa 24 700 Menschen an einer Demenzform, was mit beträchtlichen Kosten für die Volkswirtschaft verbunden ist (rund 7 Milliarden Franken).

Um ihre diagnostischen Kapazitäten zu erhöhen und die Zuweisung der Patienten zu den geeigneten Strukturen zu optimieren, haben das FNPG und das HFR 2010 beschlossen, mit vereinten Kräften eine gemeinsame Strategie im Bereich der Gedächtnissprechstunden zu entwickeln. Aus dieser Zusammenarbeit ist eine kantonale Koordination der Gedächtnissprechstunden und eine Informations-Website für die Allgemeinheit und die Fachleute hervorgegangen.

Die Sprechstunden erfolgen an folgenden Standorten: FNPG - Stationäres Behandlungszentrum Marsens, HFR Billens, HFR Freiburg - Kantonsspital, HFR Meyriez-Murten, HFR Riaz und HFR Tafers. Bei der Planung der Memory Clinic wurden zwei Analyseebenen unterschieden. Die erste umfasst eine gemeindenahe Abklärung an den verschiedenen Standorten, mit Erkennung der komplexen Fälle. Dabei werden die einfachen Fälle durch den erstversorgenden Arzt betreut, und Nachuntersuchungen erfolgen am Standort der Erstuntersuchung. Auf der zweiten Ebene werden die komplexen Fälle (psychiatrische Komorbidität, komplizierte familiäre und/oder soziale Verhältnisse) durch das alterspsychiatrische Behandlungsteam des FNPG betreut und die problematischen neurologischen Fälle durch das Spezialistenteam des HFR.

Die ärztliche Untersuchung erfolgt in drei Schritten: Ein Demenz-Screening durch den behandelnden Arzt ermöglicht eine kurze Quantifizierung der kognitiven Defizite. Bei der Anamnese werden vom Patienten und von den Angehörigen detaillierte Informationen insbesondere über Beginn und Entwicklung der Symptome erhoben. Die spezialisierte Untersuchung schliesslich umfasst eine vollständige Befundung der kognitiven Funktionen des Patienten mithilfe neuropsychologischer und körperlicher Untersuchungen sowie zerebraler Bildgebung. Bei Bedarf können eingehendere Untersuchungen durchgeführt werden. Im Anschluss an dieses Prozedere findet ein Auswertungsgespräch mit dem Patienten und den Angehörigen statt, in dem das weitere Vorgehen besprochen wird.

Demenz ist eine chronische oder progressive Gehirnkrankheit, die durch Störungen der Kortexfunktionen wie Gedächtnis, Orientierung, Gedankenbildung, Lernfähigkeit, Sprache und Verständnis, Rechnen und Urteilsvermögen gekennzeichnet ist. Die Störungen müssen seit sechs Monaten vorhanden sein, damit die Diagnose einer Demenz gestellt werden kann. Während die Sinnesorgane und die Wahrnehmung weiterfunktionieren, kommt es zu einer Verschlechterung der Gefühlskontrolle, des Sozialverhaltens oder der Motivation.

Letzte Aktualisierung am 26.03.2018 um 17:49