Was gibts Neues im HFR? Hier finden Sie alle wichtigen Infos

Die Gesundheit, seit Menschengedenken ein wichtiges Anliegen, ist heute zu einem zentralen Thema geworden, das uns tagtäglich beschäftigt. Das HFR steht deshalb regelmässig im Fokus des Medieninteresses und der politischen und wirtschaftlichen Tagesaktualität – auf kantonaler wie auf nationaler Ebene.

Neben spezifischen Informationen für Medienschaffende finden Sie sämtliche News, Veranstaltungshinweise, Medienmitteilungen sowie weitere Infos in Zusammenhang mit der Tätigkeit und Entwicklung des freiburger spitals.

News

Effizienzbemühungen zeigen erste Wirkung

Das freiburger spital (HFR) schliesst das Betriebsjahr 2012 - das erste unter der neuen Spitalfinanzierung - mit einem Defizit von 5,4 Millionen Franken ab. Damit fällt das Defizit geringer aus als im Budget veranschlagt (15 Millionen). Dieser Rückgang erklärt sich einerseits dadurch, dass die Erträge in der ambulanten Versorgung stark gestiegen sind und im Vergleich zum budgetierten Betrag um elf Prozent höher ausfielen. Andererseits zeigen die kurz- und mittelfristigen Massnahmen, mit denen das Spital seine Effizienz steigern will, die ersten positiven Effekte. Die stationäre Tätigkeit blieb gleich hoch, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Patientinnen und Patienten konnte hingegen merklich gesenkt werden. Nebst der täglichen Aufgabe der Patientenversorgung hat sich das HFR im vergangenen Jahr auch intensiv mit der Zukunft auseinandergesetzt, um die Grundsteine für ein starkes Spital zu legen.

2012 betrug der Betriebsaufwand 434,5 Millionen Franken (+ 1,4 % im Vergleich zum budgetierten Betrag). Der Betriebsertrag beläuft sich auf 429,1 Millionen Franken, womit die Jahresrechnung 2012 mit einem Defizit von 5,4 Millionen Franken abschliesst. Somit fällt das Defizit geringer aus als erwartet: Im Budget wurden für das Defizit 15 Millionen Franken veranschlagt. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung befindet sich das HFR weiterhin in einem angespannten finanziellen Umfeld hinsichtlich der schwierigen Tarifverhandlungen mit den Versicherern und der Empfehlungen des Preisüberwachers. Es ist also unabdingbar, die Effizienz weiter zu steigern, um die Übergangsfinanzierung durch den Kanton zu reduzieren und um das Budget angesichts der allgemein fehlenden Finanzierungsquellen besser im Gleichgewicht zu halten.

Der Ertrag aus stationärer medizinischer Tätigkeit betrug 237,1 Millionen Franken. Dies sind 3,9 Millionen mehr als budgetiert, weil die Anzahl in Rechnung gestellter DRG-Punkte leicht gestiegen ist. Darunter fallen die Anteile, die das HFR sowohl von den Versicherern als auch vom Kanton Freiburg erhält. Im ambulanten Bereich erreicht der Betrag, für den die Versicherer sowie die Patientinnen und Patienten aufkamen, rund 109,4 Millionen Franken (gegenüber 98,7 Millionen Franken gemäss Budget). Dieses erfreuliche Resultat erklärt sich durch die erhöhte Tätigkeit und eine bessere Fakturierung. Der übrige Betriebsertrag betrug 39,6 Millionen Franken. Unter diesen Posten fallen auch die gemeinwirtschaftlichen Leistungen, für die das HFR vom Kanton Freiburg für das vergangene Jahr 21,9 Millionen Franken erhält. Nebst der Beteiligung an diesen verschiedenen Posten unterstützt der Kanton Freiburg im Rahmen der Übergangsfinanzierung das Spital mit weiteren 42,9 Millionen Franken. Der Gesamtertrag des HFR betrug 2012 somit insgesamt 429,1 Millionen Franken.

Ambulante Tätigkeit steigt erneut
Die ambulante Spitaltätigkeit folgte dem schweizweiten Trend und hat im Vergleich zu 2011 um zehn Prozent zugenommen. Bereits im Jahr zuvor war die Tätigkeit in diesem Bereich um zehn Prozent gestiegen. Die Anzahl stationärer Patientinnen und Patienten blieb mit 20'576 Spitalaustritten stabil, 2011 waren es mit 20'504 Austritten fast gleich viel. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in der Akutpflege ist zwar immer noch lang, aber sie hat sich von 7,11 auf 6,63 Tage doch merklich verkürzt.

Auch in der Rehabilitation ist die durchschnittliche Aufenthaltsdauer leicht gesunken. Sie beträgt nun 20,99 Tage, 2011 betrug sie noch 22,48 Tage. Die Anzahl hospitalisierter Patientinnen und Patienten ist hingegen auch in der Reha gestiegen. Auf den Notfallstationen nimmt die Tätigkeit weiterhin rasant zu. 2012 wurden 68'597 Eintritte verzeichnet, 2011 waren es 65'816. Dies hat mehrere Ursachen: Bevölkerungswachstum, Überalterung, Hausärztemangel oder die Tatsache, dass Hausärztinnen und Hausärzte gar nicht erst kontaktiert werden usw.

Streben nach Effizienz und Stärkung des Spitals
Nebst der täglichen Aufgabe der Patientenversorgung hat sich das HFR im vergangenen Jahr auch intensiv mit seiner Strategie und seiner Organisation auseinandergesetzt. Für das HFR stand das Jahr 2012 ganz im Zeichen der Neuorientierung. Der Schwerpunkt lag auf der Umsetzung der kurz- und mittelfristigen Massnahmen zur Effizienzsteigerung und für eine bessere Leistungsqualität sowie auf den Überlegungen zur Langzeitstrategie für eine sichere und beständige Zukunft. Im Mittelpunkt stand dabei der Wille, weiterhin ein Spital zu bieten, das für die ganze Bevölkerung rund um die Uhr 365 Tage im Jahr qualitativ hochstehende Leistungen erbringt, und das seine Patientinnen und Patienten stets zufriedenstellt.

Als weitere Massnahme wird die Abteilung Palliativpflege im Dezember 2013 vom Standort Châtel-St-Denis in die "Villa St-François" umziehen (siehe heutige Medienmitteilung zu diesem Thema). Die unabdingbare Suche nach Effizienz geht weiter. Alle Entscheide, die in den kommenden Monaten und Jahren gefällt werden, müssen mit der Langzeitstrategie einhergehen.
Der Bericht zur "strategischen Entwicklung des HFR 2013 - 2022" ist abgeschlossen. Dieser Bericht schlägt eine Langzeitstrategie vor und stützt sich dabei unter anderem auf folgende ergänzende Dokumente: die Machbarkeitsstudie "Ein öffentliches Akutspital und mehrere Standorte für Rehabilitation und geriatrische Medizin unter Berücksichtigung eventueller Permanencen" (Bericht, der mithilfe der Boston Consulting Group erarbeitet wurde); eine Studie über die baulichen Massnahmen, die aus der gewählten Strategie hervorgehen; ein Bericht zum Konzept der Permanencen; ein Bericht zum Transfersystem von instabilen Patienten zwischen den Standorten. Der Verwaltungsrat hat einen Entscheid getroffen und das Dossier dem Staatsrat zur Stellungnahme übergeben.

Schaffung standortübergreifender medizinischer Abteilungen
Um das Ziel der Effizienzsteigerung zu erreichen, wird die interne Struktur des HFR neu organisiert. Dies beinhaltet die Schaffung standortübergreifender medizinischer Abteilungen, denen eine Chefärztin oder ein Chefarzt vorsteht. Diese Person ist dann jeweils für die Organisation eines Fachbereichs im gesamten HFR verantwortlich. Die Abteilungen werden zu einem späteren Zeitpunkt in Departemente zusammengeschlossen, um so die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen zu fördern und die Effizienz zu steigern. Im November 2012 wurde mit der Schaffung des Departements Operationszentren ein erster Schritt in diese Richtung gemacht. Die Operationssäle werden nun von einer einzigen zentralen Stelle verwaltet.

Neben strategischen Themen hat sich das HFR auch gewisse Grundsatzfragen gestellt, denn das HFR möchte seine Handlungen in eine klar definierte Richtung lenken und festlegen, was Antrieb und Ziel des Spitals sind. Daher hat das HFR Überlegungen zu seinem Auftrag, seiner Vision und seinen Werten angestellt. Ziel ist, die Grundsteine des Spitals zu legen, auf denen die vorrangigen Projekte danach aufbauen können.

Bestehende Infrastrukturprojekte
Das letzte grosse Kapitel der kantonalen Spitalplanung, die Bau- und Renovierungsarbeiten des HFR Meyriez-Murten, wurde mit der Errichtung eines provisorischen Gebäudes für die Permanence eröffnet. Im Provisorium, das als medizinische Permanence dient, wurden Mitte April die ersten Patientinnen und Patienten empfangen. Der Spatenstich für das Hauptprojekt, also der Bau und die Renovation des bestehenden Gebäudes, findet Anfang Mai statt. Die Arbeiten sollten im Mai 2016 zum Abschluss kommen. Um- und Ausbauarbeiten finden derzeit auch am Notfall des HFR Riaz statt; und am HFR Freiburg - Kantonsspital wird die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe umgebaut und renoviert.

Erste Priorität: Qualität und Sicherheit der medizinischen Versorgung
Die Tätigkeit in Medizin und Pflege bleibt das Herzstück des Spitals. Um der Nachfrage an Leistungen beizukommen, wurden im letzten Jahr zahlreiche medizinisch-pflegerische Projekte umgesetzt. So können in der Neonatologie des HFR Freiburg - Kantonsspitals nun Frühgeburten ab der 32. Schwangerschaftswoche medizinisch versorgt werden, am HFR Meyriez-Murten gibt es neu eine Pädiatrie-Sprechstunde, um dem Mangel an Kinderärztinnen und -ärzten im Norden des Kantons entgegenzuwirken. Ausserdem wurden auf den Notfallstationen des HFR Freiburg - Kantonsspitals und des HFR Riaz für kleinere Verletzungen schnelle Behandlungspfade eingeführt. Daneben befasst sich das HFR stets mit der Qualität und Sicherheit der medizinischen Versorgung. Es wurden interne Audits zu verschiedenen bestehenden Arbeitsabläufen durchgeführt, um die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu verbessern. Das HFR hat ausserdem an einer schweizweiten Patientenzufriedenheitsbefragung, einer Erhebung zur postoperativen Spitalinfektionsrate und einer Erhebung zur Rehospitalisierungs- und Zweitoperationsrate teilgenommen.

Weiterbildung spielt am HFR auch eine wichtige Rolle, um für medizinischen Nachwuchs zu sorgen und die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen. Das HFR wurde in seiner Rolle als Anbieter von medizinischer Nachdiplomausbildung bestätigt, die Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH hat die medizinische Onkologie des HFR Freiburg - Kantonsspital als Weiterbildungsstätte der Kategorie A anerkannt. Zudem wurden die Nachdiplomstudiengängen Anästhesie-, Intensiv- und Notfallpflege des Berufsbildungszentrums des HFR kürzlich als NDS HF (Nachdiplomstudiengang der höheren Fachschule) vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) anerkannt.

Letzte Aktualisierung am 25.05.2018 um 10:22