Was gibts Neues im HFR? Hier finden Sie alle wichtigen Infos

Die Gesundheit, seit Menschengedenken ein wichtiges Anliegen, ist heute zu einem zentralen Thema geworden, das uns tagtäglich beschäftigt. Das HFR steht deshalb regelmässig im Fokus des Medieninteresses und der politischen und wirtschaftlichen Tagesaktualität – auf kantonaler wie auf nationaler Ebene.

Neben spezifischen Informationen für Medienschaffende finden Sie sämtliche News, Veranstaltungshinweise, Medienmitteilungen sowie weitere Infos in Zusammenhang mit der Tätigkeit und Entwicklung des freiburger spitals.

News

Strategie 2013-2022 des freiburger spitals

Der Staatsrat des Kantons Freiburg und die Direktion des freiburger spitals (HFR) haben heute gemeinsam zur Strategie des HFR für die kommenden zehn Jahre Stellung genommen. Ziel ist es, aus dem HFR ein nachhaltiges Spital zu machen und gleichzeitig den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten, der Situation auf dem Arbeitsmarkt, der raschen Entwicklung der Gesundheitspolitik im Allgemeinen und den finanziellen Umständen Rechnung zu tragen. Zu den wichtigsten Änderungen der Strategie gehören insbesondere die Konzentration der Akutpflege auf einen Standort und die Konzentration der stationären Leistungen der Geburtenabteilung auf den Standort Freiburg, aber auch der Ausbau der patientennahen Akutpflege und die Einrichtung von Permanencen und Sprechstunden in den Bezirken.

Der Bericht zur Strategischen Entwicklung des HFR ist das Ergebnis einer eingehenden Analyse, die auf mehreren Dokumenten basiert, im Besonderen auf einer Machbarkeitsstudie über die Organisation des HFR, an der auch die Mitarbeitenden beteiligt waren, auf einer Architekturstudie und auf Konzepten für Permanencen und für die Verlegung von instabilen Patientinnen und Patienten zwischen den einzelnen Standorten. Die von der scheidenden Generaldirektorin Pauline de Vos Bolay präsentierte Version erhielt die Zustimmung der Kommission für Gesundheitsplanung und des Staatsrates. Im Folgenden die wichtigsten Bestandteile:

> Bis 2022 ist die Zusammenlegung der chirurgischen Akutpflege auf den Standort Freiburg vorgesehen, wobei am Standort Riaz ein Kompetenzzentrum für ambulante Chirurgie entstehen soll.

> Sobald die patientennahe Akutpflege organisiert ist, wird die innermedizinische Akutpflege auf den Standort Freiburg konzentriert. NB: Mit patientennaher Pflege sind Behandlungen, Pflege und medizinische Nachsorge der allgemeinen inneren Medizin gemeint, die nicht zu Hause oder ambulant erfolgen können und/oder einen kurzen Spitalaufenthalt in einer "einfachen" Einrichtung erfordern.

> Allgemeine und Neurorehabilitation bleiben im HFR Meyriez-Murten, die kardiovaskuläre Rehabilitation in Billens wird schrittweise nach Freiburg verlegt, wohingegen die allgemeine und die respiratorische Rehabilitation bleiben (sogar mit noch grösserer Aktivität, da die Anzahl Betten [insgesamt 47] gleich bleibt).

> Für die Standorte Freiburg, Riaz und Tafers sind Permanencen und Notaufnahmen vorgesehen; die Permanence Meyriez-Murten bleibt bestehen. In Châtel-St-Denis sind Konsultationen als "Eingangstor" zum HFR vorgesehen, für Billens wird diese Möglichkeit noch geprüft.

> Die Konzentration der Geburtshilfe und der stationären Gynäkologie auf den Standort Freiburg ist ab 2014 vorgesehen. Die ambulante gynäkologische Sprechstunde in Freiburg, Riaz und Tafers bleibt bestehen, ambulante gynäkologische Eingriffe werden ihrerseits in Freiburg und Riaz vorgenommen.

> Das HFR sieht ferner einen Ausbau des Dispositivs für die Verlegung instabiler Patientinnen und Patienten zwischen den Standorten vor.

Validierung und Information: Vorgehen
Das HFR-Dossier ist für den Staatsrat eine Priorität. In den vergangenen Monaten sind Delegationen des Staatsrates und des HFR-Verwaltungsrates regelmässig zusammengekommen, um sich mit dem Fortschreiten der Arbeiten und den erwarteten Ergebnissen auseinanderzusetzen. Im Einvernehmen mit dem Verwaltungsrat haben sich zuerst die Kommission für Gesundheitsplanung und danach der Staatsrat zu allen Massnahmen, die in der Strategie vorgesehen sind, geäussert, auch zu denjenigen, die grundsätzlich in den Zuständigkeitsbereich des Verwaltungsrats fallen, dies wegen der erheblichen Auswirkungen der zu treffenden Entscheide auf das kantonale Gesundheitssystem. Um möglichst transparent zu handeln und Dialogbereitschaft zu zeigen, wurde die Strategie am letzten Montag den verschiedenen Vertreterinnen und Vertretern der politischen Parteien, den Oberamtmännern und den Gewerkschaften vorgestellt, bevor der Staatsrat einen Entscheid fällte. Das Personal des HFR und weitere Partner sollen in den kommenden Tagen persönlich informiert werden.

Bedeutung der zweisprachigen Betreuung

Der Staatsrat konnte zu fundierten Lösungsvorschlägen Stellung nehmen, so, wie er es bei der Erheblicherklärung des Postulats Siggen/Stempfel gewünscht hatte. Im Rahmen des Berichts zu diesem Postulat hat er sich im Detail zu den vorgeschlagenen Änderungen geäussert.

Der Staatsrat möchte namentlich betonen, dass alle Aktivitäten des HFR verstärkt der Zweisprachigkeit des Kantons Rechnung tragen müssen. Das Pilotprojekt für eine deutschsprachige Abteilung im HFR Freiburg - Kantonsspital findet er deshalb viel versprechend. Die Aufrechterhaltung der Notfalldienste (Standort Tafers), der Rehabilitation (Standort Meyriez-Murten), der patientennahen Akutmedizin und der Akutgeriatrie sowie die Errichtung einer Permanence am Standort Tafers als Ergänzung zu derjenigen in Meyriez-Murten werden ebenfalls dazu beitragen, dass die Patientinnen und Patienten in ihrer Region und in ihrer Sprache versorgt werden können. Der Staatsrat geht davon aus, dass diese Organisation dazu beitragen wird, dass die deutschsprachigen Patientinnen und Patienten und ihre Ärztinnen und Ärzte auf die Einrichtungen unseres Kantons zurückgreifen werden.

Nachhaltigkeit, Sicherheit, Qualität

Staatspräsidentin Anne-Claude Demierre meinte ihrerseits: "Der Staatsrat muss heute Entscheidungen bekannt geben, die wehtun können. Zwar werden sie ihre Wirkung nicht schon morgen zeigen, jedoch werden sie einen erheblichen Einfluss auf die Gesundheitsversorgung in unserem Kanton haben. Diese Entscheidungen wurden mit dem Willen getroffen, auf dem gesamten Kantonsgebiet eine sichere, nachhaltige und qualitativ hochstehende Gesundheitsversorgung sicherzustellen."

Die mächtige Welle, welche die Folgen der neuen Spitalfinanzierung ausgelöst haben, der Mangel an Ärzten und Pflegepersonal, die Entwicklung der medizinischen Standards in der somatischen Betreuung und die Konzentration der hochspezialisierten Medizin lassen es nicht zu, dass wir tatenlos zuschauen.

Will man in der Schweizer Spitallandschaft, muss man handeln. Das HFR muss einer neuen Realität angepasst werden und sich unter den benachbarten Universitätsspitälern positionieren. Vor Freiburg mussten schon mehrere andere Kantone ihre Organisation anpassen und sogar Spitäler schliessen. Anne-Claude Demierre: "Jeder wünscht sich eine perfekte Situation, mit mehreren Geburtenabteilungen, mehreren Spitalpflegestandorten für Akutpflege oder Chirurgie - aber dies ist schlicht und einfach nicht möglich. Wäre es nur eine Frage der Finanzen, so wäre es vielleicht möglich, noch andere Lösungen ins Auge zu fassen. Aber es geht um weitaus mehr: Aufgrund der geringen Geburtenzahl ist es schwierig, Ärzte für die Geburtenabteilung von Riaz zu finden. Auch ist es eine Illusion, Leistungen der Chirurgie anzubieten, wo diese nur ein- oder zweimal pro Woche verlangt werden. Es wurde nach Alternativen gesucht, aber es gibt keine."

Letzte Aktualisierung am 23.04.2018 um 12:40