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News

Die Hochschule für Gesundheit Freiburg erringt den „Major Research Grant 2012“ der European Oncology Nursing Society

Die Hochschule für Gesundheit Freiburg ist die Preisträgerin des Forschungsfonds der European Oncology Nursing Society für ihr Projekt zur Resilienzförderung für Menschen, die an Krebs erkrankt sind und mit Chemotherapie behandelt werden, um diese in ihrem Selbstmanagement zu unterstützen und ihre Bedürfnisse zu verbessern.

Dieses Projekt ist in Zusammenarbeit mit Dr. Manuela Eicher, Dekanin für Forschung, Entwicklung und Dienstleistungen (Hauptinitiantin) und Prof. Dr. med. Daniel Betticher, Chefarzt der Klinik für Onkologie und Präsident des Ärztekollegiums des HFR, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Medizinische Onkologie, sowie Karin Ribi, Dr. phil. I, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der International Breast Cancer Study Group.

Die Erlangung dieses Preises im Betrage von 30'000 € ist in mehr als einer Hinsicht einzigartig: er wird nur einmal im Jahr verliehen und für das erste Mal an die Schweiz, und vor allem belohnt er die abgeschlossene Partnerschaft zwischen Akademie und Praxis zwischen der HEdS-FR und dem HFR. Der Major Research Grant 2012 wird offiziell am 30-jährigen Jubiläum der European Oncology Nursing Society im April 2014 im Royal Marsden in London geehrt.

Zusammenfassung des preisgekrönten Projektes
Der Begriff Resilienz beschreibt die Kapazität einer Person sich von Traumen, Verlusten, Gefahrensituationen oder starkem Stress zu erholen und diese zu meistern. Eine Krebsdiagnose und -behandlung konfrontiert die betroffene Person mit einer Situation, die als Trauma, Verlust oder Gefahrensituation wahrgenommen werden kann und starken Stress auslöst. Im onkologischen Ambulatorium des HFR Freiburg - Kantonsspital wurde in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Gesundheit Freiburg eine Intervention entwickelt, um neudiagnostizierte Krebspatienten durch Resilienzförderung in ihrem Selbstmanagement zu unterstützen. Da die Intervention neu ist, wissen wir derzeit nicht, ob sie tatsächlich im Alltag angewendet werden kann und in welcher Intensität (Dauer und Art von Beratungen) sie angeboten werden muss um wirksam zu sein.

Daher führen wir eine Studie mit zwei verschiedenen Armen durch. In beiden Studienarmen wird ein Training in Resilienzförderung von Pflegenden und Onkologen durchgeführt. Weiter werden ein systematisches Screenings der Resilienz und der unerfüllten Bedürfnisse der Patienten eingeführt, welche in Form eines Monitoring-Sheets mit individualisierten Interventionsvorschlägen an Onkologen und Pflegende weitergeleitet werden, bevor diese den Patienten konsultieren. In einem Studienarm werden zusätzlich zwei persönliche und drei telefonische Pflegekonsultation angeboten, in denen eine spezialisierte Pflegefachperson individuelle Resilienzförderung anbietet und Patienten in ihrem Selbstmanagement unterstützt. In beiden Studienarmen wird separat analysiert, ob eine deutliche Resilienzerhöhung eingetreten ist und die Unterstützungsbedürfnisse zu einem höheren Mass erfüllt sind.

Die Ergebnisse der Studie dienen der Weiterentwicklung der Unterstützung von Menschen, die an Krebs erkrankt sind und die Förderung des Empowernments von Patienten.

Zeitplan des Projektes: Juni 2013 Zustimmung der Freiburger Kommission für Ethik; Beginn der Arbeiten im Herbst 2013; Publikation der Resultate Ende 2014.

Letzte Aktualisierung am 19.01.2018 um 13:38