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News

Freiburg ergänzt sein Notfallsystem und schafft einen kantonalen Mobilen Dienst für Notfallmedizin und Reanimation (SMUR)

In seiner Sitzung vom 1. April 2014 hat der Staatsrat in die Schaffung eines kantonalen Mobilen Dienstes für Notfallmedizin und Reanimation (SMUR) eingewilligt. Grundlage dafür bildet ein Projekt des HFR für ärztlich begleitete Patiententransporte zwischen den Spitälern, in Ergänzung zu den Ambulanzen.

Das Notfallsystem für kranke, verunfallte oder gefährdete Personen wird mit einem Projekt des HFR für ärztlich begleitete Patiententransporte zwischen den Spitälern (TIM) und einem darauf basierenden kantonalen Mobilen ärztlichen Dienst für Notfallmedizin und Reanimation (SMUR) vervollständigt. Heute kümmert sich im Wesentlichen die vom HFR Freiburg - Kantonsspital betriebene Sanitätsnotrufzentrale 144 um die Lenkung der Sanitätsnotrufe und die Koordination der Einsatzmittel. Die Zentrale unterhält eine Zusammenarbeit mit den von den Gemeinden betriebenen und finanzierten Ambulanzdiensten sowie mit der REGA für das gesamte Kantonsgebiet.
Aufgrund der Freiburger Spitalplanung, der neuen Spitalfinanzierung und der neuen HFR-Strategie ? diese hatte eine Neuorganisation zur Folge, bei der namentlich transversale Abteilungen geschaffen wurden ? hat sich in der Notfallversorgung in den letzten Jahren einiges geändert. Die transversalen Abteilungen erfordern bei schlimmen Fällen die umgehende Bereitstellung einer leistungsfähigen Organisation der ärztlich begleiteten Patiententransporte zwischen den verschiedenen Standorten bzw. zwischen dem HFR und den Universitätsspitälern. Eine Verstärkung des Teams der Notfallklinik des HFR und insbesondere der Notärztinnen und Notärzte ist daher unumgänglich, zumal diese den Transfer mit einem zusätzlichen Fahrzeug und einer Chauffeuse oder einem Chauffeur (grundsätzlich Rettungssanitäter/innen) sicherstellen. Es bleibt genügend Spielraum, um parallel dazu bei besonders schlimmen Fällen direkt am Ort des Geschehens einzugreifen. Die Zahl dieser Einsätze wird auf rund hundert geschätzt.
Mit dem Freiburger SMUR sollen die Notfallärztinnen und Notfallärzte "aus dem Spital hinaus", um dort einzugreifen, wo sie unbedingt gebraucht werden, nämlich am Anfang der Notfallversor-gungs¬kette. Denn so liefern sie einen Mehrwert bei der Versorgung besonders schlimmer Fälle und vervollständigen durch ihre enge Zusammenarbeit das ambulanzbasierte System. Ergebnis dieser neuen Organisation, mit der Notfallärztinnen und Notfallärzte direkt an den Ort des Geschehens geschickt werden können, ist eine effizientere und raschere Betreuung der lebensbedrohlichen Fälle.
Dank dieser Neuorganisation ist das ursprünglich vorgesehene Gesetz über die präklinische Versorgung, dessen Entwurf im Jahr 2011 in Vernehmlassung gegeben wurde, nicht mehr nötig. Zwar waren einige Elemente dieses Gesetzes - u. a. die Schaffung eines kantonalen SMUR, die Telefontriage und die Schaffung eines Grundversorger-Netzwerks - bei der Vernehmlassung auf Anklang gestossen, andere wiederum, welche die Organisation und die Lastenaufteilung zwischen Staat und Gemeinden betrafen, wurden abgelehnt.
Die Gesamtkosten des Projektes TIM/SMUR belaufen sich auf 1 871 594 Franken pro Jahr. Die Kosten für das TIM-Projekt (1 517 125 Franken) werden aus einem Betrag finanziert, den der Staat dem HFR bereits zugesprochen hat. Der SMUR kann seinerseits mit jährlichen Zusatzkosten von ca. 350 000 Franken betrieben werden. Dieser Betrag geht als gemeinwirtschaftliche Leistung ausschliesslich zu Lasten des Staates; er dient der Beschaffung, dem Unterhalt und dem Führen (Stelle für Chauffeuse/Chauffeur) eines leichten Personenwagens für den Transport der Notärztin oder des Notarztes.
Langfristig könnte der SMUR zudem durch Grundversorgerinnen und Grundversorger, die in abgelegenen Regionen praktizieren, sowie durch eine Telefontriage ergänzt werden. Diese beiden Vorschläge werden im Rahmen des Finanzplans 2015-2018 geprüft.
Der kantonale SMUR wird in das Notfallversorgungssystem integriert. Dadurch ergänzt er nicht nur die Ambulanzen, deren Leistungen unerlässlich bleiben und deren Aufträge im Übrigen verstärkt werden, sondern auch die Rega, die ihrerseits an schwer zugänglichen Orten zum Einsatz kommt. Die Schaffung des SMUR wird zudem die Koordination zwischen den Partnerinnen und Partnern der Notfallversorgungskette und die Vorbereitung des kantonalen Dispositivs für Grossunfälle verbessern. Derzeit gibt es lediglich im Broyebezirk Leistungen eines SMUR, da die Gemeinden der Freiburger Broye eine Vereinbarung mit dem Kanton Waadt eingegangen sind.

Letzte Aktualisierung am 27.09.2018 um 16:49