Was gibts Neues im HFR? Hier finden Sie alle wichtigen Infos

Die Gesundheit, seit Menschengedenken ein wichtiges Anliegen, ist heute zu einem zentralen Thema geworden, das uns tagtäglich beschäftigt. Das HFR steht deshalb regelmässig im Fokus des Medieninteresses und der politischen und wirtschaftlichen Tagesaktualität – auf kantonaler wie auf nationaler Ebene.

Neben spezifischen Informationen für Medienschaffende finden Sie sämtliche News, Veranstaltungshinweise, Medienmitteilungen sowie weitere Infos in Zusammenhang mit der Tätigkeit und Entwicklung des freiburger spitals.

News

2013 - ein Jahr der Weichenstellung

Die Bilanz des Jahres 2013 fällt für das freiburger spital (HFR) gemischt aus. Positiv fällt der Entscheid zur Strategie 2013-2022 ins Gewicht, womit sich das HFR langfristig aus-richten kann. Die Spitaltätigkeit blieb insgesamt stabil; die Anzahl ambulant betreuter Patienten nahm um 6,6 Prozent weiter zu, während die Zahl der stationären Spitalaufent-halte auf 19'211 Austritte leicht sank. Der Trend der Verlagerung von der stationären zur ambulanten Tätigkeit hält somit weiter an. Die finanzielle Situation hingegen bleibt proble-matisch, auch wenn das Jahresergebnis mit 5,4 Mio. Franken positiv ausfällt. Dieses Resultat war nur möglich dank eines Staatsbeitrages in der Höhe von insgesamt 78,3 Mio. Franken. Um das Spital für die Zukunft fit zu machen, setzte das HFR eine Reihe von medizinischen und organisatorischen Massnahmen um.

Der Betriebsaufwand beläuft sich auf 442,4 Mio. Franken, womit der Aufwand nur geringfügig über Budget liegt (+ 0,88 %).

Der Blick auf die Ertragsseite zeigt ein gemischtes Bild: Die Zunahme der ambulanten Tätig-keit um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr führte zu Mehreinnahmen; hingegen sanken die Erlöse aus den stationären Aufenthalten. Der Gesamtertrag aus der medizinischen Tätigkeit beträgt 350,3 Mio. Franken, was einem leichten Minus von 0,35 Prozent gegenüber Budget entspricht, jedoch über dem Ertrag von 2012 liegt (346,5 Mio. Franken). Der Staatsbeitrag beläuft sich insgesamt auf 78,3 Mio. Franken Ertrag, aufgeteilt auf die gemeinwirtschaftlichen und anderen Leistungen (26,4 Mio. Franken) sowie auf die Übergangsfinanzierung (51,9 Mio. Franken).

Zusammen mit einem ausserordentlichen Betriebsertrag ergibt sich ein Jahresgewinn in der Höhe von 7,5 Mio. Franken. Dieser Gewinn ermöglicht eine Rückzahlung des Finanzierungs-überschusses an den Staat Freiburg in der Höhe von 2,1 Mio. Franken, womit ein Jahres-gewinn von 5,4 Mio. Franken resultiert. Mit diesem Gewinn kann der Verlust des Vorjahres wettgemacht werden (5,4 Mio. Franken).

Trotz dieses positiven Jahresergebnisses bleibt die finanzielle Situation des HFR angespannt. Die Baserate sinkt von Jahr zu Jahr: Die vom Kanton festgelegten Tarife für 2012 (10'150 Franken) und 2013 (10'070) befinden sich über dem Durchschnitt vergleichbarer Spitäler in der Schweiz; es muss davon ausgegangen werden, dass die Baserate weiter sinken wird.

Weniger stationäre Spitalaufenthalte, mehr ambulante Betreuung
Das HFR betreut immer mehr Patientinnen und Patienten ambulant; 2013 wurden insgesamt 384'581 Behandlungen durchgeführt gegenüber 360'602 im Vorjahr (+ 6,6 Prozent). Die Not-fallaufnahmen registrierten ebenfalls wie in den Vorjahren eine Zunahme von Patientinnen und Patienten; insgesamt suchten 71'434 Personen die Notfallstationen bzw. die Permanence auf (2012: 64'688). Gründe dafür sind das Bevölkerungswachstum, die Überalterung sowie der Hausärztemangel.

Demgegenüber sank die Zahl der Spitalaufenthalte leicht auf 19'211 Austritte (2012: 20'577 Austritte). Die Verlagerung von der stationären hin zur ambulanten Tätigkeit, die im ganzen Gesundheitswesen zu beobachten ist, hält demnach auch im HFR an. Aufgrund des medizinischen Fortschrittes wird dieser Trend weiter anhalten.

Jahr der Transfers und der Umbauprojekte
Ein Teil der Strategie 2013-2022 wurde 2013 bereits umgesetzt: die Zusammenlegung der Geburtenabteilung von Riaz mit jener am HFR Freiburg - Kantonsspital (Dezember 2013) bzw. die Vorbereitungen zur Schliessung des HFR Châtel-St-Denis. Entsprechend zog die Abteilung für Geriatrie von Châtel-St-Denis nach Riaz (Februar 2013); die Abteilung Palliative Care folgte etwas verzögert im April 2014 und bezog neue Räumlichkeiten in unmittelbarer Nähe des HFR Freiburg - Kantonsspitals. Der Um- und Ausbau des HFR Meyriez-Murten hatte zudem den Umzug verschiedener Abteilungen nach Tafers und Freiburg zur Folge (April 2013). Damit die Spitalinfrastruktur mit diversen Entwicklungen Schritt hält (Anpassung an steigende Patienten-zahlen, neue Bedürfnisse und gesetzliche Anforderungen, Behebung von Platzmangel, Moder-nisierung von Räumlichkeiten usw.), lancierte das HFR verschiedene Bauprojekte oder führte diese fort, beispielsweise der Umbau der Notfallstation und der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am HFR Freiburg - Kantonsspital sowie der Bau eines Erweiterungsgebäudes am HFR Riaz. Im Rahmen des Projektes „Tetriminos" werden am HFR Freiburg - Kantonsspital verschiedene notwendige, kurzfristige Bauprojekte für die Übergangsphase bis zur Realisation des Masterplans zur Erstellung eines neuen Akutspitals realisiert.

Medizinische Schwerpunkte und interne Reorganisation
Neben den strategisch motivierten Verlegungen einzelner Abteilungen und den Umbaupro-jekten setzte das HFR 2013 medizinische Schwerpunkte mit dem Ziel, das Leistungsangebot an die Bedürfnisse anzupassen, die Transversalität zwischen den Standorten zu fördern sowie die Qualität und Sicherheit weiter zu verbessern. Auch die Aus- und Weiterbildung bildete einen Schwerpunkt. Die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten stand ebenfalls im Zentrum verschiedener Leitprojekte, darunter das Projekt zur Förderung der Zweisprachigkeit.

Im vergangenen Jahr führte das HFR eine interne Reorganisation auf Direktionsstufe durch. So wurde ein Direktor Strategieprogramm ernannt, um die Generaldirektion bei der Um-setzung der Strategie zu unterstützen. Ausserdem wurde ein medizinisches Controlling geschaffen, um die Wirtschaftlichkeit weiter zu verbessern; zusammen mit dem Finanz-controlling und der Buchhaltung ist das medizinische Controlling nun direkt der General-direktion unterstellt. Um die Zusammenarbeit zwischen der Ärzteschaft und der Direktion zu stärken, wurde der Präsident des Ärztekollegiums zum Mitglied des Direktionsrates mit Stimmrecht ernannt.

Letzte Aktualisierung am 26.03.2018 um 17:49