Was gibts Neues im HFR? Hier finden Sie alle wichtigen Infos

Die Gesundheit, seit Menschengedenken ein wichtiges Anliegen, ist heute zu einem zentralen Thema geworden, das uns tagtäglich beschäftigt. Das HFR steht deshalb regelmässig im Fokus des Medieninteresses und der politischen und wirtschaftlichen Tagesaktualität – auf kantonaler wie auf nationaler Ebene.

Neben spezifischen Informationen für Medienschaffende finden Sie sämtliche News, Veranstaltungshinweise, Medienmitteilungen sowie weitere Infos in Zusammenhang mit der Tätigkeit und Entwicklung des freiburger spitals.

News

Ein zweisprachiges Schmerzzentrum entsteht

Das freiburger spital (HFR) weitet sein Angebot für Schmerzbehandlung aus und schafft eigens eine Abteilung dafür. Dr. med. Nicolas Mariotti leitet das neue zweisprachige Schmerzzentrum gemeinsam mit Dr. med. Pablo Mondragon und Dr. med. Frank Frickmann. Das HFR entspricht so einem echten Bedürfnis, denn in der Schweiz leiden fast 20 Prozent der Bevölkerung an chronischen Schmerzen.

Das neue Schmerzzentrum des HFR gehört der Klinik für Anästhesiologie an und verfolgt das Ziel, Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen zu behandeln und deren Leiden zu lindern. Das neue medizinische Angebot entspricht einem echten Bedürfnis, denn fast 20 Prozent der Bevölkerung ist von chronischen Schmerzen betroffen. Dr. med. Frank Frickmann, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie des HFR Tafers, bietet an diesem Standort bereits seit einiger Zeit eine Schmerzsprechstunde an, die gut besucht ist. Ab sofort bietet das HFR-Schmerzzentrum seine zahlreichen Leistungen sowohl in Tafers als auch am Standort Freiburg an. Somit können deutsch- und französischsprachige Patientinnen und Patienten behandelt werden.

Als chronisch werden Schmerzen bezeichnet, die länger als drei bis sechs Monate anhalten. Die Ursache sind oftmals Knochen- oder Gelenkbeschwerden, davon in der Hälfte der Fälle Rückenprobleme, sowie Beschwerden nach einer Operation. Die Schmerzbehandlung erfolgt daher interdisziplinär; verschiedene Gesundheitsfachpersonen (aus der Chirurgie, Rheumatologie, Physiotherapie, Psychologie usw.) tragen mit ihrem Fachwissen zur Behandlung bei.

Erweitertes Angebot
Dr. med. Nicolas Mariotti und Dr. med. Pablo Mondragon, Leitende Ärzte der Klinik für Anästhesiologie am HFR Freiburg - Kantonsspital, bieten gemeinsam mit Dr. med. Frank Frickmann verschiedene Leistungen an: Schmerzbehandlung mit Medikamenten, Hypnose oder Neuraltherapie, bei der örtlich wirkendes Anästhesiemittel injiziert wird, um chronische Schmerzen zu lindern oder zu beheben. Es gibt auch interventionelle Schmerztherapie, bei der kleinere Eingriffe wie Infiltrationen (Einspritzung von Arzneimitteln) oder Techniken wie die Neuromodulation zum Einsatz kommen. Bei letzterer werden mit Elektroimpulsen bestimmte Nervenstrukturen stimuliert oder mittels einer Katheterpumpe Medikamente in die Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit, den Liquor, eingebracht. Dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit dem Schmerzzentrum des "Ensemble hospitalier de la Côte" in Morges, dem grössten derartigen Zentrum in der Schweiz, und dem niedergelassenen Arzt Dr. med. Philippe Otten können die Fachpersonen am HFR breit gefächerte innovative Leistungen bieten.

Rückenmarkstimulation in Kürze
Eine der Techniken der Neuromodulation ist die Rückenmarkstimulation: Es wird ein Impulsgenerator eingesetzt, der einem Herzschrittmacher ähnelt. Dieser sendet via Peridural-Elektroden schwache, präzise elektrische Impulse ans Rückenmark, das die Schmerzsignale leitet. Die Stimulation bewirkt bei der Patientin bzw. beim Patienten ein angenehmes Kribbeln, welches das Schmerzsignal überdeckt, das ans Gehirn gesendet wird. Rückenmarkstimulation hat den Vorteil, dass keine Medikamente nötig sind. Damit fallen auch die Nebenwirkungen weg, die bei anderen Behandlungsarten oft auftauchen.

Letzte Aktualisierung am 23.04.2018 um 12:40