Was gibts Neues im HFR? Hier finden Sie alle wichtigen Infos

Die Gesundheit, seit Menschengedenken ein wichtiges Anliegen, ist heute zu einem zentralen Thema geworden, das uns tagtäglich beschäftigt. Das HFR steht deshalb regelmässig im Fokus des Medieninteresses und der politischen und wirtschaftlichen Tagesaktualität – auf kantonaler wie auf nationaler Ebene.

Neben spezifischen Informationen für Medienschaffende finden Sie sämtliche News, Veranstaltungshinweise, Medienmitteilungen sowie weitere Infos in Zusammenhang mit der Tätigkeit und Entwicklung des freiburger spitals.

News

Das HFR 2014 - Jahr der Entwicklung und Öffnung

Kaum finanzielle Überraschungen, dafür mehrere medizinische und strategisch relevante Projekte: Das freiburger spital (HFR) konnte sich 2014 auf den Ausbau seines medizinischen Angebots konzentrieren und gleichzeitig die Sparmassnahmen zur Verringerung des Defizits fortsetzen. Trotz sinkender Tarife schliesst das Jahresergebnis mit einem Verlust von zwei Millionen Franken fast budgetkonform. Die Spitaltätigkeit nahm sowohl im stationären wie auch im ambulanten Bereich zu; im ambulanten Bereich setzte sich der Wachstumstrend fort und sorgte damit für Mehreinnahmen (+ 5,82 % gegenüber Vorjahr).

Der Betriebsaufwand beläuft sich auf 439,1 Mio. Franken leicht unter Budget (- 0,47 %); der Betriebsertrag kletterte auf 400,2 Mio. Franken (2013: 390,5 Mio. Franken). Nach Abzug des ausserordentlichen Aufwandes und Ertrages ergibt sich ein Verlust von 43'3 Mio. Franken. Abzüglich der Übergangsfinanzierung durch den Kanton Freiburg resultiert ein Defizit von zwei Millionen Franken.

Angesichts erschwerter Rahmenbedingungen im Verlauf des Jahres 2014, welche sich negativ auf die Rechnung auswirkten, ist das Jahresergebnis zufriedenstellend. Negativ auf die Rechnung wirkten sich folgende Faktoren aus: einerseits die unvorgesehene Budgetkürzung um zwei Mio. Franken im August 2014 durch den Kanton Freiburg aufgrund von Sparmassnahmen, andererseits die Einführung eines neuen Tarifsystems im ambulanten Bereich per 1. Oktober 2014 durch den Bund zur Förderung der Hausarztmedizin.

Die Tarifsituation ist nach wie vor angespannt, da das HFR sowohl im ambulanten wie im stationären Bereich mit teils noch provisorischen Tarifen abrechnen muss. Ausserdem hält der Abwärtstrend der Tarife schweizweit an. Die Jahresrechnung 2014 berücksichtigt deshalb bereits Rückstellungen für Baserates der Jahre 2012 bis 2014 in der Höhe von 14 Mio. Franken sowie für Tarmed-Taxpunkte der Jahre 2013 bis 2014 in der Höhe von 2,8 Mio. Franken.

Auf der Ertragsseite fallen die Mehreinnahmen aufgrund der Zunahme der ambulanten Tätigkeit sowie der verbesserten Leistungsverrechnung positiv ins Gewicht (+ 7,2 Mio. Franken gegenüber Vorjahr). Der Staatsbeitrag beläuft sich auf rund 65,7 Mio. Franken, aufgeteilt auf die gemeinwirtschaftlichen Leistungen und anderen Leistungen (24,4 Mio. Franken; 2013: 26,4 Mio. Franken) sowie auf die Übergangsfinanzierung (41,3 Mio. Franken; 2013: 51,9 Mio. Franken).

Spitaltätigkeit legt insgesamt zu
Während die stationäre Tätigkeit 2014 leicht wuchs (19'456 Austritte; 2013: 19'229), kletterte die ambulante Tätigkeit auf einen neuen Höchststand mit 414'685 ambulanten Behandlungen (2013: 385'908). Dies entspricht einem Zuwachs von 7,5 Prozent gegenüber Vorjahr. Auch die notfallmässige Aufnahme erreichte einen neuen Höchststand mit 71'853 Aufnahmen, wobei der Zuwachs 2014 moderater ausfiel als bisher.

Palliative Care: erstes Jahr am neuem Standort
Ein bedeutender Meilenstein in der Umsetzung der Strategie 2013-2022 wurde Ende April erreicht mit der Schliessung des Standortes in Châtel-St-Denis. Die Übergabe des Gebäudes an das Vivisvacher Gesundheitsnetz „Réseau Santé et Social de la Veveyse" fand am 30. April 2014 statt. Das HFR betreibt im ehemaligen Spitalgebäude weiterhin Angebote in Radiologie und ein Sprechstundenangebot für Allgemeine Chirurgie und Orthopädische Chirurgie. Die Abteilung Palliative Care bezog Ende April 2014 die neuen Räumlichkeiten in der Villa St. François in unmittelbarer Nähe des HFR Freiburg - Kantonsspitals. Nach einem Jahr am neuen Standort ist die Bilanz sehr positiv. Die ruhige Umgebung im Grünen, die grosszügigen Räumlichkeiten und das Angebot sind auf die besonderen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen bestens angepasst. Das Angebot soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden.

Zusammenarbeit mit Privaten und Erweiterung des medizinischen Angebotes
Das HFR verstärkte 2014 die Zusammenarbeit mit privaten Anbietern im Gesundheitswesen: Einerseits in der Geburtshilfe mit dem Dalerspital, andererseits in der Ophthalmologie mit der Clinique Moncor in Villars-sur-Glâne. Die Zusammenarbeit soll das Angebot auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten besser ausrichten und dazu beitragen, Synergien zu nutzen.

Das medizinische Leistungsangebot wurde 2014 markant verbessert: Neben dem laufenden Sparprogramm investiert das HFR weiterhin in das eigentliche Kerngeschäft, um die Qualität und Attraktivität des Angebots aufrecht zu erhalten bzw. auszubauen. So konnte die „Stroke Unit", eine Einrichtung für Hirnschlagpatienten, am 1. Juli 2014 offiziell in Betrieb genommen werden. Das hervorragende Resultat des Audits im Dezember mit 98 Prozent der maximalen Punkte zeugt von der Qualität der Einrichtung und der Behandlungsabläufe. Ausserdem wurde ein Schmerzzentrum eingerichtet sowie die Intensiv- und Überwachungspflege neu organisiert und mit zusätzlichen modernen Räumlichkeiten ausgestattet. Auch in die medizinischen Geräte wurde investiert: In der Nuklearmedizin konnte ein hochmodernes PET/CT-Gerät sowie am HFR Tafers ein CT-Scanner angeschafft werden. Das Sprechstundenangebot in Gynäkologie und Geburtshilfe (Tafers) sowie in Angiologie und Pädiatrie (Riaz) wurde ebenfalls ausgebaut, um Patientinnen und Patienten wohnortsnah betreuen zu können.

Leitprojekte von weitreichender Auswirkung
Das Projekt „Polaris", die Umsetzung der Strategie 2013-2022, beschäftigte das HFR während des ganzen Jahres. Im Rahmen des Projektes wurden Bedarfsanalysen erstellt und Patientenpfade entwickelt, um auf dieser Basis eine medizinische Logik zu entwickeln, die als Entscheidungsgrundlage zur Umsetzung der Strategie dient. An der Ausarbeitung waren Kaderärzte aller Standorte beteiligt.

Weitere Schwerpunktthemen bildeten 2014 die Aufbauarbeiten für ein Brustkrebszentrum mit dem Dalerspital, die Mitarbeit zur Einführung eines kantonalen Mobilen Dienstes für Notfallmedizin und Reanimation (SMUR), die aktive Mitwirkung an einer Machbarkeitsstudie für einen Master in Humanmedizin an der Universität Freiburg sowie das Projekt Zweisprachigkeit, das im Herbst 2014 mit einem erweiterten Aktionsprogramm fortgesetzt wurde.

Letzte Aktualisierung am 25.05.2018 um 10:22