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News

Am 1. Juni 2015 fällt der Startschuss für den Mobilen Dienst für Notfallmedizin und Reanimation (SMUR) des Kantons Freiburg

Die Freiburgerinnen und Freiburger erhalten am 1. Juni 2015 einen kantonalen Mobilen Dienst für Notfallmedizin und Reanimation, der die Notfallversorgungskette ergänzen und eng mit den Ambulanzen zusammenarbeiten wird.

Das Notfallsystem für kranke, verunfallte oder gefährdete Personen funktioniert für das gesamte Kantonsgebiet über die Sanitätsnotrufzentrale 144 und mit den von den Gemeinden betriebenen und finanzierten Ambulanzdiensten, bei Bedarf und je nach Situation auch mit der Rega.


Am 1. Juni 2015 wird das Freiburger Notfallsystem mit dem Dispositiv der ärztlich begleiteten Patiententransporte zwischen den Spitälern (TIM) des HFR und einem darauf beruhenden kantonalen Mobilen Dienst für Notfallmedizin und Reanimation (SMUR) ergänzt.


Ärztlich begleitete Patiententransporte
Mit dem TIM werden schwer verletzte oder schwer kranke Patientinnen und Patienten von einem Spital in ein anderes transportiert, das über die den Bedürfnissen entsprechende medizinisch-technische Infrastruktur verfügt. Diese Transporte erfolgen zwischen allen Standorten des HFR oder vom HFR zu einem Unispital. Sie werden in einer Ambulanz von einem Team aus einer Ärztin/einem Arzt, zwei Rettungssanitäterinnen/-sanitätern sowie manchmal einer Pflegefachperson mit Fachausbildung durchgeführt. Ziel: Möglichst rascher Transport bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der notwendigen Überwachung und Pflege.


Funktionsweise des SMUR
Konkret sendet die Notrufzentrale 144, welche die Koordination des Einsatzes sicherstellt, bei einem erhaltenen Notruf in bestimmten schweren Fällen gleichzeitig eine Ambulanz und eine Ärztin/einen Arzt des SMUR. Diese Ärztin/dieser Arzt wird von einem/einer Rettungssanitäter/in an den Einsatzort gefahren und ist Teil eines Teams mit mehreren speziell ausgebildeten Notfallärztinnen und -ärzten, die bei den verschiedenen Diensten des HFR zur Verfügung stehen (Notfall, Anästhesie, Intensivpflege). Die Ärztinnen und Ärzte des SMUR und die Rettungssanitäter/innen arbeiten bei der Versorgung vor Ort eng zusammen. Die Fahrer/innen des SMUR sind Rettungssanitäter/innen des Ambulanzdienstes der Saane (SAS) und der Notrufzentrale 144, gemäss Entscheid der Freiburgischen Vereinigung Leiter Rettungsdienste (FVLRD).


Die Organisation und die Schaffung des SMUR sind das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen HFR, 144 und SAS. Ausserdem ist die Schaffung des TIM/SMUR heute in einer Vereinbarung zwischen dem HFR und dem Gemeindeverband der medizinisch-sozialen Dienste des Saanebezirkes (ACSMS) geregelt. Insbesondere wurden gemeinsame Weiterbildungen organisiert. Im Weiteren wird der SMUR eine bessere Koordination der verschiedenen Partner der Rettungskette der Erstversorger bei Grossunfällen ermöglichen.


Die Zusammenarbeit mit der Rega wird weitergeführt, da diese bei Bedarf und je nach Situation an schwer zugänglichen Orten eingesetzt wird. Ebenso bleibt im Broyebezirk die Zusammenarbeit mit dem Kanton Waadt bestehen, wie im Abkommen zwischen den Gemeinden der Freiburger Broye und dem Kanton Waadt vereinbart.


Der SMUR ist natürlich kein Ersatz für die Ambulanzen; vielmehr ergänzt er das ambulanzbasierte System durch eine enge Zusammenarbeit in besonderen Situationen. Ausserdem wird so die präklinische Versorgung in besonders schlimmen Notfällen verbessert: Durch die raschere medizinische Betreuung können wertvolle Minuten gewonnen werden, die oftmals lebensentscheidend sind.

Letzte Aktualisierung am 25.05.2018 um 10:22