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Grundsatzentscheid für den geplanten Masterstudiengang in Humanmedizin in Freiburg

Ein Masterabschluss in Humanmedizin an der Universität Freiburg in Partnerschaft mit dem freiburger spital (HFR) böte nach Ansicht des Staatsrats die Chance, die nationale Positionierung dieser beiden Institutionen und des Kantons Freiburg sowie das Pflegeangebot im Kanton zu verbessern. Der Staatsrat spricht sich daher grundsätzlich für die Einführung dieses Master-Studiengangs aus. Die Kosten und die Finanzierung müssen noch geregelt werden.

Die Zahl der in der Schweiz ausgebildeten Ärztinnen und Ärzte reicht nicht aus, um den Bedarf unseres Gesundheitssystems zu decken. Daher stützt dieses sich vermehrt auf ausländische Arbeitskräfte. Besonders deutlich zeigt sich der Nachwuchsmangel in der Hausarztmedizin. Nach der Einführung des dritten Studienjahres bietet die Universität Freiburg derzeit einen Bachelor-Studiengang an. Danach setzen die Studierenden ihre Ausbildung mit einem Masterstudium in einer der fünf vorhandenen medizinischen Fakultäten fort.

Die Universität und das HFR haben im Auftrag der Direktion für Erziehung, Kultur und Sport und der Direktion für Gesundheit und Soziales eine Machbarkeitsstudie zur Einführung eines Masters mit einem auf die Hausarztmedizin ausgerichteten Studienplan durchgeführt. Das Freiburger Netzwerk für psychische Gesundheit (FNPG) war ebenfalls daran beteiligt. Diese Studie hat gezeigt, dass Freiburg damit gute Chancen hat, sich als innovativer Ausbildungsort, der auf einem Spital mit generalistischer Ausrichtung basiert, zu positionieren. Ist das Programm einmal voll in Betrieb, dürften sich die Kosten auf ungefähr 14,4 Millionen Franken belaufen. Rechnet man die geschätzten Einnahmen und Einsparungen (insgesamt 7,9 Mio. Franken) mit ein, so bleiben noch Mehrkosten in Höhe von 6,5 Millionen Franken pro Jahr; ein allfälliger Beitrag aus dem Sonderprogramm des Bundes ist darin noch nicht berücksichtigt.

Der Staatsrat ist überzeugt, dass der Masterstudiengang in Humanmedizin dem Kanton Freiburg und seinem Universitätsbereich und Gesundheitssektor zahlreiche Vorteile bringen würde. Er hat sich daher in einem Grundsatzentscheid für dieses Projekt ausgesprochen; die Arbeiten zur Umsetzung sollen also weitergeführt werden. Die Kosten und die Finanzierung werden angesichts der finanziellen Schwierigkeiten, mit denen der Kanton Freiburg derzeit konfrontiert ist, besonders gründlich abgeklärt. Es sollten Prioritäten festgelegt werden, um die nötigen Mittel freizumachen. Zudem soll das Freiburger Projekt für das Sonderprogramm angemeldet werden, mit dem der Bund im Zeitraum 2017-2020 den Ausbau der Studienplätze in Medizin unterstützen möchte. Auch wird man mit den benachbarten medizinischen Fakultäten Kontakt aufnehmen, um die nötigen Partnerschaften aufzubauen.

Letzte Aktualisierung am 19.01.2018 um 13:38