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News

Defibrillatoren-Inventar und First-Responder-Netzwerk für den Kanton Freiburg

Per Verordnung, die am 1. April 2016 in Kraft treten wird, hat der Staatsrat beschlossen, alle im Kanton Freiburg installierten automatischen externen Defibrillatoren (AED) zu erfassen. Damit beauftragt wird die Sanitätsnotrufzentrale 144, welche die AED in ihrem EDV-System registrieren wird. Zur Ergänzung der Betreuung von kardiorespiratorischen Notfällen unterstützt der Staatsrat zudem ein First-Responder-Konzept.

Im Zusammenhang mit der Motion von Eric Collomb und Marc-Antoine Gamba und in Anbetracht der vermehrten Anschaffung von AED durch Privatpersonen und Unternehmen sowie öffentliche Organe hatte der Staatsrat eine Verordnung über die Meldepflicht von AED angekündigt. In diesem Zusammenhang werden deren Standorte auf dem Kantonsgebiet in einem Verzeichnis erfasst, das von der Sanitätsnotrufzentrale 144 geführt wird. Dadurch kann das bereits bestehende Verzeichnis aller AED, die bereits der Sanitätsnotrufzentrale 144 gemeldet wurden, ergänzt werden. Bereits wurden rund 150 Geräte registriert.

Ab heute kann auf der Homepage der Sanitätsnotrufzentrale 144 (www.144fr.ch) ein Formular für die Meldung von AED heruntergeladen werden. Die Meldepflicht gilt für alle AED, die von öffentlichen bzw. staatlich subventionierten Stellen und Einrichtungen sowie von Privatpersonen installiert wurden.

Der Staatsrat unterstützt ausserdem ein First-Responder-Konzept für den Kanton. First Responder sind Laien, die für Erste Hilfe-Leistungen bei Herz- und Atemstillstand ausgebildet werden und unverzüglich vor Ort Hilfe leisten, bis die offiziellen Rettungskräfte eintreffen (Ambulanz, diensthabende Ärztinnen und Ärzte, SMUR). An der Ausarbeitung dieses First-Responder-Konzeptes sind alle Partnerinnen und Partner aus dem Rettungswesen beteiligt, wodurch namentlich eine Koordination der verschiedenen Akteurinnen und Akteure und eine Harmonisierung der Ausbildung, der Kompetenzen und der Grundsätze für den Einsatz der freiwilligen First Responder möglich werden.

Die Häufigkeit plötzlicher Todesfälle durch Herz- und Atemstillstand liegt in der Schweiz bei jährlich 0,4-1 auf 1000 Personen; dies entspricht gut 8000 Fällen pro Jahr. Rund 80 % der Herz- und Atemstillstände werden durch Kammerflimmern verursacht, könnten also durch Defibrillation behandelt werden.
Der kritische Punkt bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung ist die sofortige Versorgung durch Personen mit einer Ausbildung für Erste Hilfe-Massnahmen, in erster Linie Herzmassage, aber auch elektrische Defibrillation. Denn mit jeder Minute, die zwischen Herzstillstand und Herzmassage bzw. Defibrillation verstreicht, sinkt die Erfolgsquote für eine Wiederbelebung um 10 %.


1Motion der Grossräte Eric Collomb und Marc-Antoine Gamba (M1022.13)
"Zentralisierte Verwaltung von Defibrillatoren"
2 Postulat der Grossräte Eric Collomb und Marc-Antoine Gamba (P2022.13)
"Verbesserte Erfolgsquote bei Herz-Lungen-Wiederbelebungen"

Letzte Aktualisierung am 19.01.2018 um 13:38