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News

Der Kanton Freiburg hat eine Bedarfsabklärungsstelle zur Gewährleistung der Betreuungskontinuität bei komplexen Fällen im Suchtbereich ins Leben gerufen

Seit mehreren Monaten testen die für die stationäre Betreuung von Suchtkranken im Kanton Freiburg zuständigen öffentlichen und privaten Partnerinnen und Partner ein System zur Bedarfsabklärung. Dieses ermöglicht namentlich eine standardisierte Beurteilung der komplexen Fälle und sorgt für eine bessere Kontinuität der Pflege, indem insbesondere die Koordination zwischen den Partnerinnen und Partnern gesteigert wird. Während dieser Phase konnten 112 Personen von dieser Betreuung profitieren.

Der Kanton Freiburg zählt potentiell 25 000 Suchtkranke verschiedenen Grades (Alkohol, Tabak, Drogen, Spiel). Staatsrätin Anne-Claude Demierre, Direktorin für Gesundheit und Soziales, weist darauf hin, dass der Suchtbereich in den letzten Jahren in ständiger Entwicklung begriffen war. "Wir müssen uns sehr wohl den gesellschaftlichen Entwicklungen anpassen, jedoch können wir nicht für jedes neue Suchtphänomen eine neue Einrichtung eröffnen. Aus diesem Grund wollen wir so effizient wie möglich sein, und zwar indem wir die bestehende Organisation entsprechend anpassen."

Das von der Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) gesteuerte Bedarfsabklärungssystem ist ein weiterer Schritt in Richtung koordinierte und wirksame Betreuung. Es entstand im Rahmen der 2012 vom Staatsrat beschlossenen Strategie zur Koordination der Betreuung Abhängiger. Das System, das seit Ende 2014 getestet wird, definiert gemeinsame Verfahren und Instrumente, mit denen das Leistungsangebot bestmöglich auf die Bedürfnisse einer suchtkranken Person abgestimmt werden kann. Ausserdem soll es eine langfristige Nachbetreuung sicherstellen.

Suchtkranke Personen oder ihre Angehörigen können die Nummer der Bedarfsabklärungsstelle (026 305 30 70) wählen. Diese verbindet sie dann mit einem interdisziplinären Team (Sozialarbeitende/r und Ärztin/Arzt), das wiederum systematisch die Informationen im Zusammenhang mit der jeweiligen Problematik einholt. Darauf wird der Person ein individueller Betreuungsvorschlag gemacht ? sowohl ambulant als auch stationär, sowohl medizinisch als auch sozial ?, unter Berücksichtigung der Motivation und der Ressourcen der betroffenen Person. Die komplexen Fälle werden immer wieder neu beurteilt, wobei die Koordination zwischen den Partnerinnen und Partnern für eine bessere Kontinuität der Pflege sorgt.

Neben den Mitgliedern des NFES* sind auch der Verein REPER, die Behandlungskette für Suchtstörungen und der Sektor des Bereichs für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie des FNPG sowie das freiburger spital (HFR) am Unterfangen beteiligt.

Innerhalb des Systems werden die Informationen anhand von einem Abklärungsfragebogen eingeholt. Dadurch entsteht ein Monitoring, das nötigenfalls eine Anpassung der Leistungen des Netzwerks ermöglicht.

Künftig braucht es für jede kantonale oder ausserkantonale institutionelle Unterbringung einer Freiburgerin oder eines Freiburgers zwingend eine Stellungnahme der Bedarfsabklärungsstelle.

*Netzwerk der Freiburger Einrichtungen für Suchtkranke (Le Torry, le Tremplin, le Radeau)

Letzte Aktualisierung am 27.11.2017 um 09:20