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News

Der Kanton Freiburg legt sich eine Strategie Palliative Care zu

Der Staatsrat hat in seiner Sitzung vom 12. April der von der Direktion für Gesundheit und Soziales ausgearbeiteten Strategie Palliative Care zugestimmt. Mehrere Massnahmen sind geplant, um den Betroffenen eine qualitativ hochstehende Betreuung zu bieten und die betreuenden Angehörigen zu entlasten und zu unterstützen. Die Strategie Palliative Care ist das Ergebnis harter Arbeit, an der auch die verschiedenen öffentlichen und privaten Partnerinnen und Partner des Netzwerks beteiligt waren.

Die Strategie Palliative Care, die der Staatsrat des Kantons Freiburg verabschiedet hat, war 2015 in die Vernehmlassung geschickt worden und ist auf die folgende Vision ausgerichtet:

Im Kanton Freiburg hat jede Person mit einer lebensbedrohlichen, unheilbaren oder chronisch fortschreitenden Krankheit Anspruch auf Palliativpflege, die ihren Bedürfnissen entspricht. Für die Gesellschaft sind eine schwere Erkrankung und der Tod Lebensabschnitte, in denen die Würde der Betroffenen gewahrt werden muss.

Auch der Wunsch der Betroffenen, so lange wie möglich im gewohnten Umfeld bleiben zu können, wurde bei der Ausarbeitung der Strategie berücksichtigt, die in Begleitung eines Massnahmenplans erscheint und das Leistungsangebot, auf das die Kantonsbewohnerinnen und -bewohner derzeit zugreifen können, vervollständigen soll. Es gibt nämlich bereits eine Vielzahl an Leistungen, die von hoher Qualität sind; also galt es, diese in ein umfassendes Konzept zu integrieren, das eine bessere Zusammenarbeit und Koordination zwischen den verschiedenen Partnerinnen und Partnern (Institutionen, Vereine, Private, Freiwillige) ermöglicht.

Die Massnahmen basieren auf drei Gruppen von operationellen Zielen: Bildung und Koordination, Leistungsangebot, Sensibilisierung und Information. Bei der Bildung geht es z. B. darum, dass die verschiedenen pflegerischen, sozialen oder noch ehrenamtlichen Partnerinnen und Partner aus dem Netzwerk einen ihren Bedürfnissen entsprechenden Kenntnisstand erreichen. Die Umsetzung dieses Zieles hat bereits begonnen: Das freiburger spital startet noch vor dem Sommer eine Weiterbildung für Pflegefachpersonen.

Rund um die palliative Versorgung gibt es viele verschiedene Akteurinnen und Akteure, die alle eine bestimmte Aufgabe haben und zahlreiche unterschiedliche, nicht wegzudenkende Leistungen anbieten: Spitäler, Voltigo, Pflegeheime, Spitex, Ärztinnen und Ärzte, betroffene Angehörige, Vereine, Freiwillige u. v. a. m. Angesichts der Vielzahl an Intervenierenden scheint eine bessere Sichtbarkeit des Angebots unerlässlich. Diese soll mit einer Netzwerk-Karte gewährleistet werden, auf der Hilfesuchende die Informationen finden, die sie brauchen.

In Sachen Betreuung kann der Kanton Freiburg seit 2010 auf die Leistungen des mobilen Palliative Care Teams Voltigo zurückgreifen (s. Kasten). Dieses Team interveniert mit auf Palliative Care spezialisierten Fachkräften bei Fachpersonen, in Ausnahmefällen auch bei Kranken. Mit der Strategie Palliative Care wird diese Betreuung zusätzlich gestärkt. Ausserdem sieht sie eine Aufstockung des Spitex-Personalbestands vor. Die Massnahmen ergänzen das Dispositiv zur Betreuung von geschwächten Personen, insbesondere das Konzept Senior+ und die neue Politik für Personen mit Behinderungen.

Schliesslich sprechen die vorgesehenen Massnahmen besonders auch die betreuenden Angehörigen an, zielen sie doch darauf ab, dass die erkrankten Personen so lange wie möglich zu Hause bleiben können. Der Beitrag der betreuenden Angehörigen ist unerlässlich, weshalb sie namentlich auf einen professionellen Begleitdienst zurückgreifen können sollen, der sie entlastet.

Die Strategie Palliative Care will Personen am Lebensende oder Personen mit chronisch fortschreitenden Krankheiten eine würdevolle und qualitativ hochstehende Betreuung bieten, unabhängig davon, für welche Art von Betreuung sie sich entscheiden, oder wo im Kanton sie wohnen. Die verschiedenen Massnahmen wollen den Bedürfnissen, welche die einzelnen Partnerinnen und Partner zum Ausdruck gebracht haben, möglichst realitätsnah nachkommen.

Sie wird in der nächsten Sitzung des Grossen Rates im Rahmen des Berichts in Beantwortung des Postulats P2048.09 Marbach/Krattinger-Jutzet behandelt.

Voltigo: ein paar Zahlen

Zwischen 2010 und heute hat sich das Voltigo-Team um insgesamt 1100 Fälle gekümmert. 2015 hat die Zahl der behandelten Fälle erheblich zugenommen (über 450) und das Voltigo-Team war bei 12 % aller Todesfälle (alle Todesursachen) im Kanton im Einsatz.

Dotation 2016: 5,78 VZÄ(auf Palliative Care spezialisierte Pflegefachpersonen und Ärztinnen/Ärzte + Assistenz Administration).

http://www.liguecancer-fr.ch/de/mpct_voltigo/

Letzte Aktualisierung am 26.03.2018 um 17:49