Was gibts Neues im HFR? Hier finden Sie alle wichtigen Infos

Die Gesundheit, seit Menschengedenken ein wichtiges Anliegen, ist heute zu einem zentralen Thema geworden, das uns tagtäglich beschäftigt. Das HFR steht deshalb regelmässig im Fokus des Medieninteresses und der politischen und wirtschaftlichen Tagesaktualität – auf kantonaler wie auf nationaler Ebene.

Neben spezifischen Informationen für Medienschaffende finden Sie sämtliche News, Veranstaltungshinweise, Medienmitteilungen sowie weitere Infos in Zusammenhang mit der Tätigkeit und Entwicklung des freiburger spitals.

News

Jahresrechnung 2015 schliesst positiv

Das freiburger spital (HFR) blickt auf ein insgesamt zufriedenstellendes Jahr 2015 zurück: Die Jahresrechnung 2015 schliesst mit einem Gewinn von 2 Mio. Franken, während gleichzeitig das medizinische Angebot ausgebaut und die Investitionen in die Infrastruktur fortgesetzt werden konnten. Die Spitaltätigkeit nahm insbesondere im ambulanten Bereich erneut zu, was sich positiv auf die Erträge auswirkte (+ 12 Mio. Franken gegenüber Vorjahr). Der eingeschlagene Sparkurs sowie die bisherige Strategie beginnt, sich auszuzahlen: Trotz erschwerter Rahmenbedingungen mit weiter sinkenden Tarifen im stationären Bereich konnten 1,4 Mio. Franken an die Übergangsfinanzierung des Kantons Freiburg zurückbezahlt werden.

Der Betriebsaufwand erhöhte sich auf 447,9 Mio. Franken (2014: 438 Mio. Franken) und liegt damit leicht unter Budget. Auch der Betriebsertrag liegt mit 391 Mio. Franken deutlich höher als im Vorjahr (2014: 375,8 Mio. Franken). Die Erträge von halbprivat oder privat versicherten Patienten konnte im stationären Bereich gesteigert werden. Die Jahresrechnung 2015 schliesst mit einem Gewinn von rund 2 Mio. Franken; dies ist mit Blick auf die laufenden Sparmassnahmen (5 Mio. Einsparungen jährlich) ein erfreuliches Resultat. Das HFR kann somit den Verlust von 2 Mio. Franken aus dem Jahr 2014 ausgleichen und zusätzlich 1,4 Mio. Franken an die Übergangsfinanzierung des Kantons Freiburg zurückzahlen.

Ohne Finanzspritze vom Staat Freiburg wäre jedoch auch 2015 kein positives Ergebnis möglich gewesen: Dieser unterstützte das HFR im vergangenen Jahr in Form der Übergangsfinanzierung mit 24,6 Mio. Franken. Für allgemeinwirtschaftliche und andere Leistungen wendete der Staat Freiburg 36 Mio. Franken auf.

Was die Tarifverhandlungen betrifft, so gestalten sich diese weiterhin schwierig: Noch immer muss das HFR mit provisorischen Tarife für die Jahre 2012 bis 2015 abrechnen, da mit einigen Versicherern keine Einigung gefunden wurde und das Bundesverwaltungsgericht über die definitiven Tarife entscheiden wird.

Erneut mehr ambulante Behandlungen und notfallmässige Aufnahmen
Das Resultat reflektiert die Spitaltätigkeit, die wie in den Vorjahren ein ähnliches Bild aufweist: eine stabile Situation bei den stationären Aufenthalten und eine leichte Zunahme der ambulanten Tätigkeit. In Zahlen ausgedrückt sind dies 19‘395 Patientenaustritte in der stationären Tätigkeit (2014: 19‘468) sowie 410‘587 ambulante Behandlungen (2014: 402‘863). Die Verlagerung von der stationären zur ambulanten Tätigkeit hält somit weiter an und entspricht damit dem landesweiten Trend. Der Ertrag aus der stationären Tätigkeit (allgemeine Abteilung) blieb mit 214 Mio. Franken knapp unter Budget, während der Ertrag aus der ambulanten Tätigkeit auf 142,3 Mio. Franken kletterte (2014: 130,2 Mio. Franken), also ein Plus von 12 Mio. Franken gegenüber dem Vorjahr.

Auch die Anzahl notfallmässiger Aufnahmen stieg im vergangenen Jahr an allen Standorten auf
insgesamt 74‘210 Eintritte (2014:72‘195).

Das HFR beschäftigte im vergangenen Jahr 3‘249 Personen (2014: 3‘179), was 2‘317 Vollzeitstellen entspricht; der Personalbestand nahm somit leicht zu, um mit der steigenden Spitaltätigkeit Schritt zu halten.

Schwerpunkt 2015: Ausarbeitung der Umsetzung der Strategie
Ein Meilenstein in der Umsetzung der Strategie 2013-2022 wurde im vergangenen Jahr erreicht: Die Veröffentlichung des Berichts des Verwaltungsrates „Umsetzung der Strategie 2013-2022“. Dieser Bericht bildet die Grundlage für die konkrete Umsetzung der 2013 verabschiedeten Strategie. Dem Bericht ging eine umfassende Analyse voraus hinsichtlich der finanziellen Machbarkeit und der medizinischen Bedürfnisse bis 2022 und darüber hinaus. Mit Blick auf die beschränkte Investitionskapazität (max. 420 Mio. Franken für den Ausbau des HFR gesamthaft) wird die Umsetzung in Etappen erfolgen und dabei die bestehende Infrastruktur maximal weiter verwendet. Die transversale Funktionsweise wurde bekräftigt; die Patientenpfade neu definiert und die medizinischen Leistungsaufträge für die verschiedenen Standorte neu verteilt.

Erhöhung der Attraktivität in mehrfacher Hinsicht
Trotz laufender Sparmassnahmen investierte das HFR auch 2015 in verschiedene Infrastrukturprojekte. So konnten die Notrufzentrale 144 sowie die Abteilungen für Pneumologie, Angiologie und Kardiologie am Standort Freiburg neue Räumlichkeiten beziehen. Parallel dazu liefen die Umbauarbeiten in der Geburtenabteilung und der Spitalpharmazie in Freiburg sowie des neuen Radiologiegebäudes in Riaz auf Hochtouren. Jährlich sieht das HFR einen Betrag in der Höhe von 20 Mio. Franken für Infrastrukturprojekte vor.

Das medizinische Angebot wurde massiv erweitert, um den Bedürfnissen der Bevölkerung noch besser zu entsprechen. Der mobile Dienst für Notfallmedizin und Reanimation nahm im Juli seinen Betrieb auf und leistete seither durchschnittlich 1,75 Einsätze pro Tag. Des Weiteren wurden neue Sprechstunden eingerichtet in der Kardiologie (Elektrophysiologie-Sprechstunde für Patienten mit Herzrhythmusstörungen), in der Pädiatrie (Spezialsprechstunde für übergewichtige Kinder und Jugendliche, für Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung ADHS und für Kinder- und Jugendgynäkologie) und in der Medizin (Ausbau der Sprechstunde in Dermatologie). Schliesslich eröffnete die Abteilung Palliative Care in der Villa St. François eine Tagesbetreuung. Im vergangenen Jahr erlangte zudem die „Stroke Unit“, die Spezialabteilung für Schlaganfallpatienten, die Zertifizierung mit einem hervorragenden Resultat.

Weitere Schwerpunktthemen waren 2015 der Aufbau des Brustkrebszentrums, das 2016 die Zertifizierung anstrebt (in Zusammenarbeit mit dem Dalerspital), die Auslagerung der Krippe, die Verabschiedung der HFR-Qualitätspolitik und Einführung einer Governance für die Pflegequalität, sowie der Verstärkung der Kommunikation nach aussen (Imagekampagne, Lancierung des Magazins H24, Präsenz an der „Seisler Mäss“).

Letzte Aktualisierung am 27.09.2018 um 16:49