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Die Gesundheit, seit Menschengedenken ein wichtiges Anliegen, ist heute zu einem zentralen Thema geworden, das uns tagtäglich beschäftigt. Das HFR steht deshalb regelmässig im Fokus des Medieninteresses und der politischen und wirtschaftlichen Tagesaktualität – auf kantonaler wie auf nationaler Ebene.

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News

Erstes Abbild von Diabetes im Kanton Freiburg und Massnahmenplan basierend auf 4 Säulen

Anlässlich des 40. Geburtstags publiziert diabetesfreiburg das erste Abbild von Diabetes im Kanton Freiburg: 5.7% der Freiburger und 3.5% der Freiburgerinnen sind betroffen. Um dieser Epidemie entgegenzutreten, schlägt diabetesfreiburg, mit Unterstützung der Direktion für Gesundheit und Soziales und der Loterie romande, einen auf 4 Säulen basierenden Massnahmenplan vor: vorsorgen, frühzeitig erkennen, bei der Bewältigung helfen und gegen Diskriminierungen vorgehen.

Erstes Abbild von Diabetes im Kanton Freiburg
Von der Weltgesundheitsorganisation als eine Weltepidemie eingestuft, betrifft Diabetes 5.7% der Männer und 3.5% der Frauen im Kanton Freiburg, d.h. etwa 14'000 Menschen - was in Einwohnerzahlen ausgedrückt der drittgrössten Stadt des Kantons, nach Bulle und Freiburg, entspricht. Und diese chronische Erkrankung nimmt zu: Allein im Kanton Freiburg ist die Zahl in 5 Jahren um 50% gestiegen. Schweizweit sind dies geschätzte Kosten von mehr als 2,3 Milliarden Franken (direkte und indirekte Kosten) für unser Gesundheitssystem und die Gesamtgesellschaft. Dieses erste Abbild von Diabetes im Kanton Freiburg liefert eine Bestandsaufnahme dieser Krankheit, deren Folgen und der künftigen Herausforderungen und stellt, entsprechend der Gesundheits- und Präventionspolitik des Kantons Freiburg, einen Plan mit Massnahmen zur Tendenzumkehr vor.

Diabetes vorbeugen
80% aller Diabetesfälle könnten durch eine gesunde Lebensweise vermieden werden. Im Einklang mit der Nationalen Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten, verstärkt diabetesfreiburg seine Präventionsarbeit und will insbesondere die Altersklasse 20-60 Jahre erreichen, mit dem Ziel, die Bevölkerung des Kantons zu einer gesunden Lebensweise zu ermutigen und gesundheits-zuträgliche Rahmenbedingungen zu fördern.

Frühzeitig erkennen
Die frühzeitige Erkennung ist Ausgangspunkt dafür, gut mit Diabetes leben zu können, dessen Behandlung zu verbessern und Komplikationen zu vermeiden. diabetesfreiburg setzt auf Information und Sensibilisierung, um Früherkennungsmassnahmen Standard werden zu lassen, insbesondere bei Risikopersonen: älter als 40 Jahre, mit Übergewicht, Bewegungsmangel oder familiärer Vorbelastung. In Anbetracht der geringen Ärztedichte im Kanton Freiburg, insbesondere bei der Hausärzteschaft, ist dies eine gewaltige Herausforderung.

Bei der Bewältigung helfen
Angesichts des zu erwartenden Anstiegs der Anzahl von Diabetespatientinnen und -patienten, wird diabetesfreiburg mit der Unterstützung der Direktion für Gesundheit und Soziales alles dafür tun, dass sich die Entwicklung des Teams aus Pflege- und Ernährungsfachpersonen diesem Wachstum anpasst. Unsere Vereinigung setzt sich ein um Diabetesbetroffenen die bestmögliche Lebensqualität zu bieten, damit diese die Motivation finden ihre Krankheit zu kontrollieren, sich den Herausforderungen des Alltags zu stellen und sich dennoch vollständig verwirklichen und mit Freude leben können.

Gegen Diskriminierungen vorgehen
Diabetesbetroffene, sowohl junge als auch ältere, machen in der Schweiz die Erfahrung, aufgrund ihrer Erkrankung ungleich behandelt, benachteiligt oder ausgeschlossen zu werden. Diese Erfahrungen werden in verschiedenen Bereichen gemacht: im Berufs- und Schulalltag, bei Sozialversicherungen, im Zusammenhang mit Mobilität, usw. diabetesfreiburg setzt seine Bemühungen fort, dass Diabetes kein Grund für Diskriminierungen ist.


Die Veranstaltungen zum 40. Jubiläum in Kürze:
2. Juni 2016, von 15.30 bis 20.00 Uhr in Grangeneuve: Kantonaler Diabetes-Tag
Informationsstände, Ateliers, Vortrag auf Französisch "Guérir du diabète de type 2, mythe ou réalité ?"

11. Juni 2016 auf dem Markt in Freiburg
Sensibilisierungs- und Früherkennungs-Aktion für die Bevölkerung, in Zusammenarbeit mit dem Lions Club Fribourg

14. November 2016
Welt-Diabetes-Tag: "Vom Einkaufswagen auf Ihren Teller, Sie entscheiden"
Eine Ernährungsberaterin führt die Besuchenden durch einen Supermarkt und berät sie bei der Wahl ihrer Produkte.
Detaillierte Informationen unter www.diabetesfreiburg.ch oder 026 426 02 80


Diabetes ist eine chronische Erkrankung aufgrund einer Störung der Bauchspeicheldrüse bei der Bildung von Insulin (dem Hormon, welches den Zellen ermöglicht Zucker - Energiequelle für den Körper - aufzunehmen und damit den Blutzuckerspiegel zu regulieren). Folge davon ist eine zu hohe Zuckerkonzentration im Blut.

Diabetes Typ 1 (5 bis 10% der Fälle)
Der Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, die plötzlich, meist im Kindesalter, auftritt. Seine Ursache ist nicht bekannt; man geht davon aus, dass eine Kombination aus genetischen Faktoren und Umwelteinflüssen verantwortlich ist. Der Diabetes Typ 1 ist nicht heilbar. Er wird mit täglichen Insulininjektionen, einer ausgewogenen Ernährung und regelmässiger körperlicher Bewegung behandelt.

Diabetes Typ 2 (85 bis 90% der Fälle)
Bei Menschen, welche unter Typ-2-Diabetes leiden, besteht entweder eine Insulinresistenz oder die Bauchspeicheldrüse produziert weiter Insulin, die gebildete Menge ist jedoch unzureichend, und der Körper kann es nicht wirksam einsetzen um den Blutzucker in Energie umzuwandeln. Dieser Diabetestyp, der in der Regel bei Personen über 40 Jahren, mit Übergewicht und Bewegungsmangel auftritt, nimmt auch bei den Jugendlichen immer mehr zu. Die Behandlung des Typ-2-Diabetes besteht aus einer ausgewogenen Ernährung und regelmässiger körperlicher Betätigung. Genügt dies nicht um den Blutzuckerspiegel zu regulieren, muss eine medikamentöse Behandlung ins Auge gefasst werden.

Schwangerschaftsdiabetes
Diese Form des Diabetes tritt bei etwa 10 bis 15% der schwangeren Frauen auf und verschwindet nahezu in allen Fällen wieder unmittelbar nach der Geburt.

Letzte Aktualisierung am 27.09.2018 um 16:49