Umsetzung der Strategie 2013–2022 (im Detail)

Verschiedene Patientenpfade (für einfache und komplexe Fälle) ermöglichen dem HFR, die Patientenorientierung innerhalb des HFR zu optimieren und Prozesse effizienter zu gestalten. Es handelt sich dabei um einen transversalen Ansatz in Ergänzung zu den medizinischen Kliniken bzw. Abteilungen, wie wir sie heute kennen.

Die Eintrittspforten erhielten eine klare Form: rund um die Uhr (24/24) betriebene Notfallstationen an allen Akutstandorten (Freiburg, Riaz, Tafers) und eine Permanence mit festen Öffnungszeiten am Standort Meyriez-Murten. Der Betrieb der Operationstrakte ist analog geregelt: 24/24 oder feste Öffnungszeiten. Konkret wird in Freiburg und Riaz im Tag- und Nachtbetrieb 24/24 operiert, in Tafers nur während eines gewissen Zeitfensters.

Angesichts der aktualisierten Daten wurde die Investitionskapazität des HFR für die kommenden zehn Jahre auf CHF 420 Millionen geschätzt, während die Machbarkeitsstudie (Masterplan), die im Rahmen der Strategie 2013–2022 erstellt wurde, allein für das HFR Freiburg – Kantonsspital von Investitionen in Höhe von CHF 524 Millionen ausging.

Die Umsetzung der Strategie 2013–2022 erfolgt demnach schrittweise und nach klaren Prioritäten, stets mit Blick auf die Investitionskapazität des HFR und der Absicht, die bestehende Infrastruktur optimal zu nutzen. Eine Neuverteilung der Aufgaben auf die einzelnen Standorte wird erlauben, die bis 2025 erwartete Tätigkeitszunahme von +18 Prozent bei den Spitaltagen im Akutbereich und von +24 Prozent bei den ambulanten Behandlungen aufzufangen. Es sollte jedoch möglich sein, diese Tätigkeitszunahme mit weniger Betten abzudecken (ca. 300 Betten am HFR Freiburg – Kantonsspital gegenüber den im Masterplan der Strategie 2013–2022 vorgesehenen 400 Betten), und zwar dank dem verstärkten Trend zur ambulanten Versorgung, der Organisation in Patientenpfaden und effizienzsteigernden organisatorischen Massnahmen.

Um die strategischen Überlegungen vom operativen Monitoring abzugrenzen, werden zwei Projektgruppen gebildet. Die HFR-Direktion wird die geplanten Veränderungen begleiten und die Abstimmung und die inhaltliche Kohärenz zwischen den beiden Gruppen sicherstellen.

Fazit: Die Umsetzung der Strategie 2013–2022, wie sie der VR beschlossen hat, ist angesichts der beschränkten Investitionskapazität die einzige Alternative, um das HFR in der Schweizer Spitallandschaft stark und dauerhaft zu positionieren. Zudem zeugt diese Umsetzung von Dynamik, Innovationskraft und dem Willen, sich auf dem Freiburger Markt zu behaupten, und zwar über die Bindung und Anwerbung der Patientinnen und Patienten aus dem gesamten Freiburger Kantonsgebiet. Weiter stärkt sie die Rolle des HFR als Ausbildungsstätte. Im Rahmen des Projekts „Masterstudium in Humanmedizin“ beabsichtigt das HFR dementsprechend, gemeinsam mit der Universität Freiburg, zur Sicherung des ärztlichen Nachwuchses beizutragen.

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Letzte Aktualisierung am 27.11.2017 um 09:27