2025

Die Strategie 2030 des HFR wurde im Berichtsjahr fortlaufend umgesetzt und führte zu sichtbaren Veränderungen, namentlich in der stationären Inneren Medizin an den regionalen Standorten. Durch klar definierte medizinische Schwerpunkte konnte die Versorgung effizienter gestaltet werden. Die dafür nötige Reorganisation verlangte dem Personal einiges ab, wurde jedoch erfolgreich bewältigt.

Neben der Medizinischen Direktion entwickelte sich auchvdie Pflegedirektion weiter und setzte Neuerungen um, um den künftigen Herausforderungen gewachsen zu sein. Hervorzuheben sind dabei die Schaffung neuer Personalpools und die Stärkung der Führungsrolle. Diese Massnahmen tragen sowohl zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen als auch zu einer höheren Effizienz bei.

Im Jahr 2025 blieb die Aktivität des HFR im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil. Die Zahl der stationär betreuten Patientinnen und Patienten bleibt mit der von 2024 vergleichbar, allerdings mit unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Fachbereichen. Die ambulante Tätigkeit nimmt weiter zu und bestätigt damit einen strukturellen Trend, der sich seit einigen Jahren abzeichnet.

Der Umsatz des HFR stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht und beläuft sich auf 570,9 Mio. Franken. Die Einnahmen aus der stationären Tätigkeit blieben jedoch hinter den Budgeterwartungen zurück. Das ist insbesondere auf die kumulative Wirkung der Entwicklung des DRG-Tarifkatalogs, einer durchschnittlich etwas geringeren Komplexität der Fälle und einer im Vergleich zum Budget geringeren Anzahl von Fällen zurückzuführen.

In einem zunehmend anspruchsvolleren Tarifumfeld hat das HFR seine Bemühungen zur Eindämmung der Kosten fortgesetzt
und dabei gleichzeitig die Erbringung qualitativ hochstehender Leistungen sichergestellt. Zu den ergriffenen Massnahmen gehörten unter anderem der begrenzte Einsatz von Vertretungen bei Abwesenheiten und ein durch natürliche Fluktuation erzielter Stellenabbau (VZÄ). Dank dieser gezielten Steuerungsmassnahmen und einer erhöhten Ausgabendisziplin konnte das HFR sein Budgetziel erreichen und weist per Ende 2025 einen Verlust von 30,2 Mio. Franken gegenüber 39,0 Mio. Franken im Jahr 2024 aus.

Die Kostenkontrolle bleibt weiterhin eine strategische und operative Priorität, die alle Hierarchiestufen mobilisiert. Die Bemühungen zur Steigerung der organisatorischen Effizienz und der finanziellen Disziplin werden auch in den kommenden Jahren fortgesetzt.

Beim langfristig angelegten Grossprojekt «Zenith – Neues Spitalzentrum Freiburg» stellte die Ausschreibung des Architekturwettbewerbs im Berichtsjahr einen wichtigen Meilenstein dar. Der Neubau soll in rund zehn Jahren fertiggestellt sein. Das Projekt Zenith verfügt dieses Jahr zum ersten Mal über einen separaten Jahresbericht. Ein ebenfalls wichtiges Projekt, wenn auch mit einem weniger langen Zeithorizont, ist die Einführung eines neuen klinischen Informationssystems. 2025 fiel die Entscheidung für eine Schweizer Software. 

Das HFR trägt seit 2024 den Namenszusatz «Universitäres Lehr- und Forschungsspital». Dank verschiedener Auszeichnungen seines akademischen Personals hat es bewiesen, dass es diese Bezeichnung zu Recht trägt. Dem Namenszusatz entsprechend steht das HFR für die Ausbildung des
Nachwuchses. Ein besonderes Ereignis war der immersive Ausbildungstag am Berufsbildungszentrum Pflege, an dem Studierende den Ernstfall mit verschiedenen Einsatzkräften realitätsnah üben konnten.

Seit der Veröffentlichung der Nachhaltigkeitsstrategie des HFR im Jahr 2022 werden laufend neue Massnahmen umgesetzt. Im Berichtsjahr konnte der Energieverbrauch weiter gesenkt und ein deutlicher Rückgang der Gasemissionen verzeichnet werden. Weitere Massnahmen hat das HFR im Bereich der sozialen Nachhaltigkeit umgesetzt. 

Die Abteilung Qualitätsmanagement hat die Ergebnisse der bei den Patientinnen und Patienten durchgeführten Zufriedenheitsumfrage veröffentlicht. Mit der hervorragenden Note von 3,56 von möglichen 4 Punkten wurde das Ergebnis aus dem Vorjahr übertroffen.en alle Standorte mit einer Vielzahl von Sprechstunden und mit den Permanences die medizinischen Bedürfnisse der Bevölkerung ab.