Gemeinsam für unser neues Zentrum Palliative Care

Im Februar 2020 wurden der Zusammenschluss der Palliative Care am Standort Freiburg und die Schaffung eines einzigartigen Kompetenzzentrums im Herbst bekanntgegeben. Um diesen Wandel zu begleiten, hat sich das HFR für „Appreciative Inquiry” entschieden, eine Methode des Veränderungsmanagements, die auf der Erfahrung der Zusammenarbeit beruht und das wertschätzt, was bereits funktioniert.

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Die Medizin von morgen beginnt heute – mit diesem Gedanken wird am HFR derzeit ein neues Zentrum für Palliative Care eingerichtet. Mehrere Mitarbeitende der Palliativabteilungen der Standorte Meyriez-Murten und Freiburg sowie externe Partner arbeiten derzeit im Rahmen einer Arbeitsgruppe an der Umsetzung dieses Projekts. Das Ziel: die neue Struktur zum Kompetenzzentrum im Palliative Care zu machen. Aber wie kommt man von der Idee zum Ergebnis? Um den Prozess zu begleiten, hat sich das HFR für die Methode „Appreciative Inquiry” entschieden, die auf den Ansätzen der positiven Psychologie und Design Thinking basiert. Dieser partizipative Ansatz zielt darauf ab, die Faktoren für den Erfolg eines Teams oder einer Abteilung zu identifizieren. Von diesen Faktoren ausgehend können positive und solide Veränderungen ins Auge gefasst werden.

Zu diesem Zweck fand Ende Februar ein erster Workshop statt mit dem Kernteam, einem kleinen Team, das die beiden Standorte vertritt. Im Rahmen dieses Workshops formulierte dieses Kernteam die positive Basis des Projekts und präzisierte seine Vision: die Schaffung eines Kompetenzzentrums, das Teil eines breiten Netzwerks von Partnern und für seine Methoden, Kompetenzen und Ausbildungsprogramme anerkannt ist

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Das Hauptziel des Zentrums besteht darin, den an einer schweren Krankheit leidenden Patienten und ihren Familien drei Leistungen anzubieten: akute Palliative Care, Tagesbetreuung und Langzeitaufenthalte.

Dieser Workshop markierte den Beginn der ersten Projektphasen. Es folgte ein zweites Treffen in einer grösseren Gruppe im Juni, dessen Ziel es war, auf der Grundlage der positiven Basis konkrete Initiativen zu entwickeln. Während dieses zweiten Appreciative-Inquiry-Workshops identifizierten die 20 Teilnehmenden gemeinsame Stärken und Motivationsfaktoren und entwickelten konkrete Initiativen, die diese kollektiven Werte, Talente und Motivationen widerspiegeln. Die Teilnehmenden waren eingeladen, ihren Ideen eine greifbare Form zu geben, indem sie von Hand einen Gegenstand kreierten, der ihr Projekt darstellte. Um beispielsweise ein Kochatelier zu symbolisieren, modellierten die Teilnehmer einen Hamburger aus Pappe, wobei jedes Stück des Modells eine Facette der zu entwickelnden Idee darstellte.

Diese Ideen werden nun in kleinen Projektteams überarbeitet und verfeinert, bevor sie in das Gesamtprojekt integriert werden, ganz so wie die manchmal kleinen, aber wichtigen Bausteine, die zum Gebäude des Zentrums für Palliative Care zusammengefügt werden.

Die Eröffnung dieses Zentrums bedingt zahlreiche Veränderungen; obwohl es anfangs eine gewisse Unsicherheit gab, freuen sich die Teams nun darauf, gemeinsam ein Kompetenzzentrum für die Freiburger Bevölkerung aufzubauen. Bravo und vielen Dank an die an diesem Projekt beteiligten Teams ‒ wir sehen uns im Herbst, um das neue Zentrum für Palliative Care zu entdecken.