10 Jahre nach der Renovation – Welche Zukunft für das HFR Meyriez-Murten?

Catégorie : HFR Rédigé par Service de communication Donnerstag 3 September 2026

2016 öffnete das HFR Meyriez-Murten nach umfangreichen Renovationsarbeiten wieder seine Tore. Im Laufe der letzten zehn Jahren wurde der Auftrag des Standorts mehrfach angepasst. Heute liegt der Fokus einerseits auf der Neurologischen und der Muskuloskelettalen Rehabilitation, andererseits auf ambulanten Leistungen der Grundversorgung sowie spezialisierten Sprechstunden und Behandlungen. Mit der Umsiedelung der Inneren Medizin ans HFR Tafers vor einem Jahr wurde ein Stockwerk frei, was wiederum neue Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Zum 10-jährigen Jubiläum des Standorts seit seiner Renovation organisierte das HFR am Donnerstag, 3. September eine Podiumsdiskussion und beleuchtete dabei die Zukunft des Standorts und seine Rolle im Gesundheitswesen des Bezirks.

Die von Carine Meier, Journalistin bei den Freiburger Nachrichten, moderierte Podiumsdiskussion brachte Philipp Müller, Generaldirektor des HFR, Dr. med. Audrey Boll, Abteilungschefärztin der Permanence und medizinische Verantwortliche des Gesundheitszentrums des HFR Meyriez-Murten, Dr. med. Titus Bihl-Lainsbury, Abteilungschefarzt Rehabilitation des HFR, und Cédric Borcard, Geschäftsführer Gesundheitsnetz See, an einen Tisch.

Zu Beginn des Austauschs ging Philipp Müller, Generaldirektor des HFR, auf die unterschiedlichen Aufträge der letzten zehn Jahre des für das HFR-Netzwerk wichtigen Standorts ein. Dabei unterstrich er, dass diese durch die Entwicklungen in der Medizin und veränderte Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen notwendig gewordenen Anpassungen dank der Zusammenarbeit und der Flexibilität des Personals erfolgreich umgesetzt werden konnten. «Die Reorganisation des Standorts und die finale Klärung seines Auftrags sind mittlerweile abgeschlossen. Nun treten wir in eine Konsolidierungsphase ein, wobei die beiden derzeitigen Schwerpunkte der ambulanten Medizin und der Rehabilitation in den kommenden Monaten weiterentwickelt werden sollen», erklärt Philippe Müller.

Wie in der Strategie 2030 des HFR vorgesehen, verfügt jeder regionale Standort über ein Gesundheitszentrum, das verschiedene ambulante Leistungen bündelt. Das Leistungsangebot umfasst eine Permanence, spezialisierte medizinisch-pflegerische Sprechstunden und Behandlungen in der Tagesklinik. Das Gesundheitszentrum am HFR Riaz wurde im Januar 2023 eröffnet, jenes am HFR Tafers öffnet im November 2026 seine Türen. Dr. med. Audrey Boll, Abteilungschefärztin der Permanence und medizinische Verantwortliche des Gesundheitszentrums des HFR Meyriez-Murten, bestätigte, dass die Arbeiten im 1. Stockwerk des HFR Meyriez-Murten zur Ansiedlung neuer spezialisierter Sprechstunden zügig voranschreiten. Die offizielle Eröffnung des Gesundheitszentrums ist für das Frühjahr 2027 geplant.

Die Strategie des HFR sieht eine enge Zusammenarbeit mit den Akteuren des Gesundheitswesens in den Bezirken vor. Dieser partnerschaftliche Ansatz ist essenziell, damit die in den Gesundheitszentren angebotenen Leistungen die bereits vorhandenen Angebote ergänzen und den Bedürfnissen der zweisprachigen Bevölkerung bestmöglich gerecht werden können. Eine der Herausforderungen im Seebezirk ist der Mangel an Hausärztinnen und Hausärzten. Mit ihren mehr als 13 000 Sprechstunden im Jahr 2025 trägt die Permanence dazu bei, diesem Mangel etwas entgegenzusetzen.

Cédric Borcard, Geschäftsführer Gesundheitsnetz See, bekräftigte denn auch die zentrale Rolle des HFR Meyriez-Murten in der Gesundheitslandschaft des Seebezirks. «Das HFR muss in der Lage sein, die Aufenthaltsdauer jener Patientinnen und Patienten zu verkürzen, die Akutbetten belegen, obwohl sie eigentlich nach Hause zurückkehren oder in ein Pflegeheim übertreten könnten. Und wir unsererseits müssen sicherstellen, dass die Bewohnerin oder der Bewohner am richtigen Ort betreut wird. Entweder in einem Pflegeheim mit medizinischer Infrastruktur oder zu Hause mit der entsprechenden Unterstützung durch die Spitex» erklärt er. «Diese Herausforderungen betreffen uns alle, und gemeinsam werden wir Lösungen finden.»

Die Rehabilitation – sei es die Neurologische oder die Muskuloskelettale Rehabilitation – ist ihrerseits ein von der Direktion für Gesundheit und Soziales (DSG) übertragener kantonaler Leistungsauftrag. Der Auftrag ist elementar, was die sehr hohe Bettenauslastung belegt. Dr. med. Titus Bihl-Lainsbury, Abteilungschefarzt Rehabilitation des HFR, ergänzt: «Das HFR Meyriez-Murten ist eine moderne und leistungsstarke Einrichtung. Unsere Fachkräfte leisten dort fachübergreifend qualitativ äusserst hochstehende Arbeit. Viele Rehabilitationszentren beneiden uns um unseren Standort und die aussergewöhnliche Aussicht!» Seit die Innere Medizin im Sommer 2025 ans HFR Tafers umgesiedelt wurde, steht das 4. Stockwerk leer. «Die Strategie steht fest,» erklärt Philipp Müller. «Das Stockwerk wird künftig für die ambulante Rehabilitation genutzt.» Derzeit wird analysiert, welche Leistungen dort in Zukunft angeboten werden sollen. Dr. med. Titus Bihl-Lainsbury stellte klar, dass das Projekt innovativ sein und den Bedürfnissen vorgreifen müsse, um den künftigen Herausforderungen der Rehabilitation – sowohl auf demografischer wie auch auf finanzieller Ebene – gerecht zu werden.