Abschluss der stationären Reorganisation der regionalen HFR-Standorte

Nach der Verlegung der Abteilung Innere Medizin vom HFR Meyriez-Murten ans HFR Tafers im Sommer ist nun auch die Reorganisation der stationären Abteilungen am Standort Riaz abgeschlossen. Ab dem 1. November tritt das Winter-Dispositiv in Kraft: Die stationäre Akutgeriatrie, die geriatrische Rehabilitation sowie die respiratorische Rehabilitation werden ausgebaut, während die kardiovaskuläre Rehabilitation am HFR Riaz und am HFR Meyriez-Murten ambulant weitergeführt wird. Diese Massnahme entspricht dem Vierjahresplan 2024–2027 des freiburger spitals (HFR), der auf eine Anpassung der Infrastruktur an die demografische Entwicklung und auf eine Steigerung der Effizienz abzielt.

Im Januar kündigte das freiburger spital (HFR) mehrere Massnahmen zur Steigerung seiner organisatorischen Effizienz an, die für die Verbesserung seiner finanziellen Lage unerlässlich sind. Ein zentraler Punkt war dabei die Reorganisation des Standorts Riaz. Dieses Projekt ist nun abgeschlossen. Ab dem 1. November wird die Akutgeriatrie auf 48 Betten (+16), die geriatrische Rehabilitation auf 24 Betten (+2) erweitert. Auch die respiratorische Rehabilitation wird um zwei zusätzliche Betten aufgestockt und umfasst künftig 12 Betten. Die Patientinnen und Patienten der Inneren Medizin, die nicht den Kriterien der Akutgeriatrie entsprechen, werden überwiegend am HFR Freiburg – Kantonsspital behandelt.

Gleichzeitig werden die Patientinnen und Patienten der kardiovaskulären Rehabilitation an den Standorten Riaz und Meyriez-Murten wie bisher ambulant behandelt. Patientinnen und Patienten mit stabilen Herzproblemen können eine Rehabilitation am HFR Meyriez-Murten durchlaufen. Ihre Nachsorge erfolgt durch die Teams der muskuloskelettalen Rehabilitation und der kardiovaskulären Rehabilitation. 

Zur Erinnerung: Vor der Reorganisation der stationären Betten am Standort Riaz hat das HFR die Abteilungen Innere Medizin des HFR Meyriez-Murten und des HFR Tafers zusammengelegt. Im Sommer wurde die Abteilung Innere Medizin vom Standort Meyriez-Murten an den Standort Tafers verlegt. Nach der Eröffnung von 16 Betten am 1. September werden ab dem 1. November 2025 bis zum 31. März 2026 weitere 14 Betten in Betrieb genommen. Damit erhöht sich die Anzahl der Betten der Inneren Medizin am Standort Tafers auf 54 – Kapazitäten, die für die Versorgung der hospitalisierten Patientinnen und Patienten während der Wintermonate unerlässlich sind.

Mit diesen Massnahmen passt das HFR seine Infrastruktur sowohl an die zunehmende Alterung der Bevölkerung, wodurch mehr Betten für die Behandlung von geriatrischen Patientinnen und Patienten nötig sind, als auch an die Entwicklung hin zu mehr ambulanter Tätigkeit an, bei der der Fokus auf immer frühzeitigeren und weniger invasiven Behandlungen liegt. Durch die Konzentration der stationären Inneren Medizin auf zwei Standorte wird zudem die Effizienz gesteigert und insbesondere die mittlere Verweildauer reduziert. Ausserdem wird durch die Zusammenlegung die deutschsprachige Versorgung in der Inneren Medizin gestärkt, da die Kräfte an einem Standort gebündelt werden. Die medizinisch-pflegerischen Ressourcen werden effizienter genutzt. So können namentlich die Bereitschaftsdienste auf eine höhere Anzahl Kaderärztinnen und -ärzte verteilt werden. Das wiederum führt dazu, dass die Stellenprofile interessanter werden, was sich positiv auf die Rekrutierung auswirken dürfte. 

Die Nutzung der aktuell ungenutzten Flächen an den Standorten Meyriez-Murten und Riaz wird derzeit geprüft. Diese Räumlichkeiten sollen insbesondere die Entwicklung spezialisierter ambulanter Leistungen ermöglichen, die sowohl den Bedürfnissen der regionalen Bevölkerung als auch den Anforderungen der Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern entsprechen.

Die verschiedenen Reorganisationen erforderten eine sorgfältige Planung und Koordination, da enge Zeitvorgaben einzuhalten waren, um das gesamte System vor der Wintersaison einsatzbereit zu machen. Die Direktion des HFR dankt allen Direktionen und involvierten Mitarbeitenden für ihre Professionalität und ihr Engagement, durch die dieses Ziel erreicht werden konnte.