Stiftung Theodora und freiburger spital: 30 Jahre Zusammenarbeit
Im Frühling 1996 waren die Traumdoktorinnen und Traumdoktoren der Stiftung Theodora erstmals im freiburger spital (HFR) zu Gast. Seither bereichern sie den Alltag in der Pädiatrie mit magischen Momenten. In ihren bunten Gewändern schenken sie seit 30 Jahren Woche für Woche Freude, Lachen und Trost – nicht nur den kranken Kindern, sondern auch ihren Eltern und dem gesamten Spitalpersonal.
Dank dieser wertvollen Zusammenarbeit konnten bereits rund 48 000 Kinder am HFR ihren Aufenthalt unbeschwerter erleben. Die Traumdoktorinnen und Traumdoktoren verfügen über eine künstlerische Grundausbildung, beispielsweise in Zauberei, Theater, Musik oder Pantomime, und werden von der Stiftung Theodora gemäss deren Ethikkodex geschult und begleitet.
Im Laufe der 30 Jahre waren am HFR 11 verschiedene Traumdoktorinnen und Traumdoktoren im Einsatz, die insgesamt 8713 Stunden kostenlose Besuchszeit geleistet haben. Diese Präsenz wird nicht nur von den kleinen Patientinnen und Patienten und ihren Eltern, sondern auch vom Pflegepersonal enorm geschätzt. «Ihre Besuche sind eine grosse Unterstützung, sowohl für die Patientinnen und Patienten und ihre Eltern als auch für uns Mitarbeitende», erklärt Monika Spannaus, Stationsleiterin Pädiatrie. «Es gelingt ihnen sehr oft, schwierige Situationen zu entschärfen – und das auf diskrete und respektvolle Weise. Dabei beziehen sie auch die Geschwister mit ein.»
Seit 2022 werden die Besuche der Traumdoktorinnen und Traumdoktoren durch die «Operation Traum», einem Begleitprogramm für chirurgische Eingriffe, ergänzt. Ein chirurgischer Eingriff ist für ein Kind oft eine grosse Belastung und mit Angst verbunden. Mit dem Programm werden kleine Patientinnen und Patienten, die operiert werden müssen, bei ihrem Eingriff begleitet. Durch ihre beruhigende Präsenz sowohl vor als auch nach der Operation tragen die Traumdoktorinnen und Traumdoktoren dazu bei, diese belastende Situation in eine Fantasiereise zu verwandeln, auf der sich die Kinder und ihre Eltern entspannen können.
Patricia Bohle, Geschäftsführerin der Stiftung Theodora, begrüsst diese lange Zusammenarbeit: «Dank unserer Partnerschaft mit dem freiburger spital dürfen wir hospitalisierten Kindern seit 30 Jahren Freude, Ablenkung und Trost schenken. Diese drei Jahrzehnte waren geprägt von unzähligen Begegnungen und Kinderlachen. Wir freuen uns darauf, dieses wertvolle Engagement für das Wohlbefinden der Kinder und ihrer Familien auch in Zukunft fortzusetzen.»
Ein Fortbildungstag für die Freiburger Pädiatrie
Um das 30-jährige Jubiläum im kommenden Oktober zu feiern, haben die Stiftung Theodora und das HFR gemeinsam eine Fortbildungsveranstaltung organisiert. Diese richtet sich an das medizinische und pflegerische Team der Pädiatrie des HFR sowie an die im Kanton niedergelassenen Kinderärztinnen und Kinderärzte. Dieser Nachmittag bietet den Traumdoktorinnen und Traumdoktoren die Gelegenheit, ihr im Laufe der Jahre erworbenes Wissen weiterzugeben und ihre wertvollen Erfahrungen mit der Ärzteschaft und den Pflegekräften zu teilen. Auch André Poulie, Mitbegründer der Stiftung, wird anwesend sein. Die Stiftung möchte diesen Anlass nutzen, um den Mitarbeitenden des HFR für das Vertrauen zu danken und dafür, dass die Traumdoktorinnen und Traumdoktoren stets mit offenen Armen empfangen wurden.
Über zwei Millionen Besuche in der ganzen Schweiz
Seit ihrer Gründung im Jahr 1993 setzt sich die Stiftung Theodora dafür ein, Kindern im Spital Momente der Freude und des Lachens zu schenken. Dazu entsendet sie Traumdoktorinnen und Traumdoktoren – professionelle Künstlerinnen und Künstler, die speziell für Einsätze im Spitalumfeld ausgebildet sind – in pädiatrische Abteilungen in der ganzen Schweiz. In den vergangenen 33 Jahren hat die Stiftung Theodora schweizweit mehr als 2,3 Millionen Kinder besucht und damit nicht nur den Alltag für die jungen Patientinnen und Patienten, sondern auch für die Familien und die Pflegeteams erleichtert. Angesichts der rund 70 000 Kinder, die jedes Jahr in der Schweiz hospitalisiert werden, spielt die Stiftung Theodora eine wichtige Rolle im Spitalwesen. Ihr Auftrag ist heute aktueller denn je. Neben ihren Programmen in Spitälern engagiert sich die Stiftung auch in spezialisierten Einrichtungen für Kinder mit Behinderungen sowie in den beiden ersten Kinderhospizen der Schweiz.