Überlastung am Spital: Das HFR ergreift Massnahmen

Wie viele andere öffentliche Spitäler sieht sich auch das freiburger spital (HFR) gegenwärtig mit einer hohen Bettenauslastung konfrontiert. Die hohe Zahl an Patientinnen und Patienten ist insbesondere auf die Grippewelle, aber auch auf Skiunfälle zurückzuführen. Angesichts der Anzahl der zur Verfügung stehenden Betten und der Notwendigkeit, die Versorgung von Notfallpatientinnen und -patienten sicherzustellen, mussten in den letzten Tagen nicht dringende elektive Eingriffe verschoben werden. Je nach Verlauf der Grippewelle und Ansturm auf den Skipisten muss diese Massnahme verlängert werden.

Wie jeden Winter stehen die Schweizer Spitäler unter hohem Druck. Auch das HFR ist davon nicht ausgenommen. Die aktuelle Grippewelle und die für den Wintersport günstigen Bedingungen führen täglich zu zahlreichen Spitaleintritten. Es ist unerlässlich, durchgehend genug Betten zur Verfügung zu haben, um die Aufnahme der dringenden Fälle gewährleisten zu können. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Betten ist allerdings begrenzt, zumal einige Betten von Personen belegt sind, die auf einen Platz in einem Pflegeheim warten.

Um dieser Situation gerecht zu werden, hat das HFR in den vergangenen Wochen Sofortmassnahmen ergriffen. Dazu gehört die Eröffnung temporärer Betten und die Unterbringung von Patientinnen und Patienten der Inneren Medizin in der Allgemeinen Chirurgie oder in der Orthopädie.

Doch angesichts der Entwicklung der letzten Tage reichen diese Massnahmen nicht. Da die Spitäler in den anderen Kantonen ebenfalls überlastet sind, ist eine Verlegung von Patientinnen und Patienten dorthin keine Option. Es mussten folglich elektive Eingriffe verschoben werden. Dies betrifft Operationen, deren Aufschub keine direkten Auswirkungen auf den Gesundheitszustand der Patientin oder des Patienten hat (z. B. allgemeinchirurgische, orthopädische oder HNO-Operationen) sowie pneumologische Kontrollen. Zur Unterstützung der betroffenen Stationen wurden zusätzliche Betten eröffnet und zusätzliches internes und externes Pflegepersonal wird gegenwärtig mobilisiert.

Das HFR ist sich bewusst, dass diese Situation für die betroffenen Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen nicht angenehm ist, und setzt alles daran, Umfang und Dauer der Verschiebungen möglichst zu begrenzen. Es dankt dem gesamten Personal für seinen enormen Einsatz und der Bevölkerung für ihr Verständnis und ihre Unterstützung in dieser herausfordernden Situation.