Jahresbericht 2025: stabile Einnahmen – Senkung der Kosten und des finanziellen Verlusts

Catégorie : HFR Rédigé par Service de communication Mittwoch 29 April 2026

Das Jahr 2025 war für das freiburger spital (HFR) von Bewegung und Veränderung geprägt: ein neuer Generaldirektor, die Reorganisation der Inneren Medizin an den regionalen Standorten, der Ausbau der Akutgeriatrie am HFR Riaz. Während die stationäre Aktivität im Vergleich zu 2024 weitgehend stabil war und die ambulante Aktivität um 2,85 Prozent zunahm, lagen die Einnahmen aus der stationären Aktivität unter dem Budget. Dank der Massnahmen zur Effizienzsteigerung und zur Kostenkontrolle sowie des Engagements und der Anstrengungen der Mitarbeitenden konnte das Defizit jedoch, wie im Budget vorgesehen, verringert werden. Der Jahresverlust beläuft sich auf 30,2 Mio. Franken bei einem budgetierten Verlust von 29,9 Mio. Franken und gegenüber einem Verlust von 39 Mio. Franken im Jahr 2024.

Im Jahr 2025 blieb die Aktivität des HFR im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil. Die Zahl der stationär betreuten Patientinnen und Patienten ist mit der von 2024 vergleichbar, allerdings mit unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Fachbereichen. Bestimmte Fachbereiche wie die Chirurgie, die Geburtshilfe oder die Akutgeriatrie verzeichneten einen Anstieg der Fälle, während die Aktivität in anderen Bereichen leicht rückläufig war. Die ambulante Aktivität wächst weiter und schlägt mit rund 640 000 Konsultationen zu Buche, was einem Anstieg von 2,85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Der Umsatz des HFR stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht und beläuft sich auf 570,9 Mio. Franken. Die Einnahmen aus der stationären Tätigkeit bleiben jedoch hinter den Budgeterwartungen zurück. Das ist auf die kumulative Wirkung der Entwicklung des DRG-Tarifkatalogs und einer im Vergleich zum Budget geringeren Anzahl von Fällen zurückzuführen. Die Einnahmen aus der ambulanten Aktivität sind ihrerseits höher als 2024.

Zur Verbesserung der Finanzlage sah das Budget 2025 einen schrittweisen Abbau von 90 Vollzeitäquivalenten (VZÄ) vor. Dieses Ziel wurde mit dem Abbau von 73,9 VZÄ teilweise erreicht, was einer Zielerreichung von 82 Prozent entspricht. Diese Entwicklung wurde jedoch, wie geplant, teilweise durch die Einstellung von Personal kompensiert, um die Eröffnung zusätzlicher Betten in der Akutgeriatrie am Standort Riaz, sowie den Ausbau ambulanter klinischer Aktivitäten zu ermöglichen. Zu diesen gehören unter anderem der Aufbau eines Venenzentrums am Standort Tafers und die Eröffnung eines zusätzlichen Operationssaals am Standort Freiburg. Hinzu kam die Internalisierung von Funktionen, die zuvor für die Bereiche Hotellerie, Restauration und IT ausgelagert waren. Unter dem Strich ergibt sich ein Nettoabbau von 42 VZÄ. Der Personalaufwand beläuft sich somit auf 412,7 Mio. Franken und liegt damit 9 Mio. Franken unter dem budgetierten Wert sowie 3,3 Mio. Franken unter dem im Vorjahr ausgewiesenen Wert.

Die Betriebskosten wurden ebenfalls einer rigorosen Kostenkontrolle unterzogen. Auch diese liegen 6,2 Prozent unter dem Budget und sind gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent gesunken.

Dank dieser gezielten Steuerungsmassnahmen und einer permanenten Ausgabendisziplin konnte das HFR sein Budgetziel erreichen und weist per Ende 2025 einen Verlust von 30,2 Mio. Franken gegenüber 39 Mio. Franken im Jahr 2024 aus. Dieser Rückgang des Jahresverlusts wurde erreicht, obwohl die Abschreibungen über 21 Mio. Franken betragen – das sind 2,7 Mio. Franken mehr als im Vorjahr. Diese Entwicklung zeugt von der gezielten Investitionspolitik, die das HFR verfolgt, um eine angemessene und moderne Infrastruktur und Ausstattung zu gewährleisten.

Das Finanzergebnis ist den intensiven Bemühungen zur Verbesserung der Effizienz geschuldet. Durch die Bündelung der Betten der Inneren Medizin an den Standorten Tafers und Freiburg sowie der Eröffnung zusätzlicher Betten in der Akutgeriatrie am Standort Riaz hat das HFR einerseits seine Leistungen an die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung angepasst, andererseits aber auch deren Erbringung vereinfacht und gestärkt und so die Betriebskosten deutlich gesenkt.

Diese wichtigen Veränderungen wären ohne das Engagement und die Flexibilität der medizinisch-pflegerischen Teams, die von den Umsiedelungen oder Stellenwechseln betroffen waren, undenkbar gewesen. Die Reorganisationen wurden vor dem Hintergrund eines Anstiegs der Abwesenheitsrate vollzogen, die 6,4 Prozent gegenüber 5,8 Prozent im Jahr 2024 (ohne mutterschaftsbedingte Abwesenheiten) betrug. Auch die Fluktuationsrate ist von 7,9 Prozent im Jahr 2024 auf 8,5 Prozent im Berichtsjahr gestiegen. Verglichen mit anderen Schweizer Spitälern ist dieser Wert aber nach wie vor niedrig.

Zenith, das Bauprojekt für das neue Spitalzentrum, erreichte im Laufe des Jahres wichtige Meilensteine: So wurde die Führungsstruktur konsolidiert und die Auswahlphase des Architekturwettbewerbs eingeleitet. Das Vorzeigeprojekt der Strategie 2030 des HFR und für die Zukunft des Freiburger Gesundheitssystems verfügt in diesem Jahr erstmals über einen separaten Jahresbericht.

Ein weiterer zentraler Bestandteil des Transformationsprozesses am HFR ist die Digitalisierung. Auch bei der Erneuerung des klinischen Informationssystems wurde ein wichtiges Etappenziel erreicht: Ende Jahr fiel die Entscheidung für das von der Firma CISTEC entwickelte Tool KISIM. Das ist eine wesentliche Investition in die Verbesserung der Prozesse und der Arbeitsbedingungen des medizinisch-pflegerischen und administrativen Personals.

Das HFR hat kürzlich ein wichtiges Signal aus der Politik zur Unterstützung bei der Verbesserung seiner finanziellen Lage erhalten. Am 30. März hat der Staatsrat seinen Beschluss mitgeteilt, eine zusätzliche Rückstellung von 95 Mio. Franken für die finanzielle Sanierung des HFR zu sprechen. Die Rückstellung beläuft sich somit auf insgesamt 185 Mio. Franken. Für das HFR und seine Mitarbeitenden ist dies eine wichtige Anerkennung der täglich geleisteten und qualitativ hochstehenden Arbeit im Dienste der Gesundheit der Freiburgerinnen und Freiburger.