40 Jahre im Dienst von Technik und Gesundheit

Kategorie : HFR
Authored by Abteilung Kommunikation
Dienstag 23 Juni 2026
Dominique Duding

Wer sorgt eigentlich dafür, dass Infusionspumpen und Anästhesiegeräte zuverlässig funktionieren? Das Team der Medizintechnik. Einer von ihnen hat seine berufliche Laufbahn genau diesem Bereich gewidmet. Dominique Duding verabschiedet sich Ende Juni in den Ruhestand.

Die Abteilung Medizintechnik des freiburger spitals (HFR) unterhält 15 000 medizinische Apparate. 900 davon stehen unter der Aufsicht des medizintechnischen Mitarbeiters Dominique Duding. Dieser geht Ende dieses Monats nach 42 Dienstjahren am HFR in den Ruhestand.

Wer nun denkt, dass so viele Jahre am selben Spital von Routine geprägt waren, kennt Dominique Duding nicht. Offen und lernbegierig, wie er ist, hat er immer wieder neue Aufgaben übernommen. «Ich habe etwas erreicht», sagt er sichtbar stolz. Sein Lehrer sah das damals anders.

Dieser gab dem 14-jährigen Schüler, der zwar begabt war, aber leidenschaftlich gerne das Konservatorium besuchte und dort Schlagzeug- und Gesangsunterricht nahm, die düstere Prognose mit auf den Weg, aus ihm würde nie etwas werden. Aus seinen Augen blitzt eine Mischung aus Schalk und Kampfgeist, wenn er sich daran zurückerinnert. Denn er lebte zeitlebens seine Liebe zur Musik aus, und das nicht nur in seiner Band und bei seinen Konzerten. Eigentlich schade, dass es damals noch keine Castingshows wie The Voice gab – er hätte mit Sicherheit daran teilgenommen. Vor allem aber kann er stolz darauf sein, viele Leben gerettet zu haben. 

Immer komplexere Geräte

Als junger Mann träumte Dominique Duding nicht nur von Musik, sondern auch davon, Sanitäter zu werden. Doch dafür musste er erst einmal einen Fuss ins Spital setzen. Eine Stelle im technischen Dienst im damaligen Hôpital de la Gruyère bot ihm die ersehnte Gelegenheit. Es folgte die Ausbildung zum Sanitäter und viele Jahre in seinem Traumberuf, in dem er Leben retten konnte. Er hätte diese Tätigkeit gerne noch lange ausgeübt, doch das Schicksal machte ihm einen Strich durch die Rechnung: Aufgrund von Rückenproblemen musste er seine Arbeit als Sanitäter aufgeben und zurück in den technischen Dienst wechseln, diesmal am damals neu entstandenen Hôpital du Sud fribourgeois.

In der Werkstatt fühlte er sich jedoch bald unterfordert. Dank seines grossen Kollegenkreises und der Unterstützung seiner Vorgesetzten wurde ihm im Jahr 2007 aber schon bald eine neue Aufgabe übertragen: die Mitwirkung am Aufbau der mit der Gründung des HFR neu geschaffenen Abteilung für Medizintechnik – «zusammen mit dem Ingenieur Michel Delley», wie er betont. Damit war er wieder dort angekommen, wo er sich wohlfühlte: in einem dynamischen technischen Umfeld, in dem rasches Handeln gefragt ist und die Arbeit direkt zur Gesundheit der Patientinnen und Patienten beiträgt.

Der Beruf der medizintechnischen Mitarbeitenden hat sich in den letzten Jahrzehnten stark weiterentwickelt. Die Apparate werden immer komplexer. Nach zahlreichen Weiterbildungen in der Schweiz, aber auch in Griechenland und in Paris hat sich Dominique Duding auf Infusionen, Pumpen und Spritzen spezialisiert. Er repariert und wartet die Geräte und speist die für die jeweilige Abteilung vorgesehenen Medikamenten- und Dosierungsdaten in die Apparate ein. 

Anspruchsvolle Einsätze

Seine Tätigkeit erfordert äusserste Sorgfalt. Fehler an Geräten, die Narkosemittel oder Medikamente verabreichen, können das Leben der Patientinnen und Patienten gefährden. Besonders anspruchsvoll sind Einsätze unter Zeitdruck. So kann es vorkommen, dass eine Panne direkt im Operationssaal behoben werden muss. «Das ist Stress pur. Dann ist es wichtig, sich den Stress nicht anmerken zu lassen», erklärt Dominique Duding.

Dominique Duding wünscht sich mehr Anerkennung für die Medizintechnik.

«Am HFR hat sich in den letzten Jahren bereits etwas bewegt», räumt er ein. «Jetzt müssen wir Kurs halten!» Beispielsweise ist die Abteilung Medizintechnik kürzlich in neue, helle Räume umgezogen, was den Arbeitsplatz attraktiver macht.

Aber für Dominique Duding ist die Zeit gekommen, sich etwas anderem zu widmen: seinem Ruhestand. Zwischen geplanten Reisen, seiner Leidenschaft für die Musik, sportlichen Aktivitäten und den vielen kleinen Projekten des Alltags wird bei ihm garantiert keine Langeweile aufkommen.

Wir wünschen Dominique Duding alles Gute!

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Dominique Duding