Abteilung für Gewaltmedizin
Die Abteilung für Gewaltmedizin richtet sich an Erwachsene (ab 16 Jahren), die Opfer von interpersonaler Gewalt geworden sind. Sie bietet ihnen eine forensische Sprechstunde an, die vertraulich, sicher und kostenlos ist.
Aufgaben
- Die Abteilung für Gewaltmedizin ist, dank speziell in interpersonaler Gewalt ausgebildetem Pflegepersonal, Anlaufstelle für Opfer von Gewalt und begleitet diese
- Das Team dokumentiert die erlittenen Verletzungen, um den Gesundheitszustand des Opfers zu belegen. Das dabei erstellte Bildmaterial kann bei Gerichtsverfahren verwendet werden
- In der Folge überweist das Pflegepersonal das Opfer zur weiteren Betreuung an andere Spezialistinnen und Spezialisten oder Einrichtungen
Zielgruppe
Die Abteilung steht allen Personen ab 16 Jahren offen, die Opfer von interpersonaler Gewalt geworden sind, unabhängig von ihrem Wohnort oder ihrem Status. Die erlittene Gewalt kann sowohl physischer als auch psychischer Art sein und umfasst Gewalt in der Beziehung (Partner/in oder Expartner/in), häusliche Gewalt (innerhalb der Familie) oder Gewalt in der Gemeinschaft (ausgehend von Personen ohne familiären Bezug).
Situationen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich der Abteilung für Gewaltmedizin fallen
- Opfer in (physisch und/oder psychisch) lebensbedrohlichen Notlagen wenden sich an die Polizei 117 oder fordern eine Ambulanz 144 an. Bestehen Sicherheitsbedenken, bietet die OHG-Beratungsstelle den Opfern Soforthilfe an.
- Opfer von sexueller Gewalt werden in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe (Frauen) und in der Notaufnahme (Männer) des HFR Freiburg – Kantonsspitals behandelt.
- Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren werden, unabhängig von der erlittenen Gewalt, in der Abteilung Pädiatrie des HFR Freiburg – Kantonsspitals betreut.