Zenith, das Bauprojekt für das neue Spitalzentrum des HFR

Kategorie : HFR
Authored by Mélissa Correia
Mittwoch 25 März 2026
H24 Zenith

Im Rahmen seiner Strategie 2030 liegt beim HFR mit dem Bau eines neuen Spitalgebäudes für die Akutversorgung bis 2035-2036 ein Grossprojekt auf dem Tisch. Erfahren Sie mehr zum Stand der Dinge.

Sommer 2024: Die Freiburger Stimmbevölkerung gibt grünes Licht für ein Darlehen über 70 Millionen Franken zur Durchführung der Projektstudien für den Bau eines neuen Spitalgebäudes. Seitdem nimmt das Projekt an Fahrt auf. So hat der Staat Freiburg die Ergebnisse des Studienauftrags für den Sektor Chamblioux-Bertigny (Gesundheits- und Arbeitspol) veröffentlicht: Das neue Spitalzentrum soll in unmittelbarer Nähe zum derzeitigen Standort des Kantonsspitals gebaut werden. 

HFR-intern setzt das Projektteam Zenith alles daran, dieses wichtige und langfristig ausgelegte Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Das neue Spital ist für das öffentliche Gesundheitswesen des Kantons von grosser Bedeutung. Es entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Staat Freiburg, der Gemeinde Villars-sur-Glâne und der Burgergemeinde Freiburg, wobei jede Instanz einen entscheidenden Beitrag zur Realisierung dieser wichtigen Infrastruktur leistet. 

Das Spital der Zukunft gestalten
Im künftigen Spitalzentrum werden akute und komplexe medizinische Fälle behandelt. Das neue Gebäude wird in verschiedene Aktivitätspole gegliedert: stationäre Abteilungen (Grundversorgung, Gynäkologie und Geburtshilfe, Neonatologie, Pädiatrie und Stroke Unit), zentrale Abteilungen (Operationstrakte, Radiologie, Notaufnahme, Intensivpflege), ambulante Leistungen, unterstützende und logistische Abteilungen (Spitalpharmazie, Sterilisation, Küche, Bettenzentrale, Verwaltung), Rettung und Ausbildungsstätte.

Die Abteilungen werden rund um optimierte Patientenpfade konzipiert, die um digitale und KI-Lösungen und vernetzte Eingriffsräume ergänzt werden. Die Patientenflüsse werden verbessert, um Behandlungen besser und effizienter zu machen und den Arbeitsalltag für das Personal zu vereinfachen. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Menschen, der Ergonomie, natürlichen Lichtquellen und einer den Heilungsprozess unterstützenden Architektur – all dies in einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Logik.

Ein multidisziplinäres Expertenteam aus den Bereichen Pflege, Architektur und Logistik begleitet das Bauprojekt. Zu seinen bisherigen Aufgaben gehörte die Erarbeitung des Pflichtenhefts für den Architekturwettbewerb, das den Spitalbedarf im Jahr 2035 und den Bedarf der einzelnen medizinischen Abteilungen, den Umgang mit sanitären Krisen sowie Fragen der Nachhaltigkeit einschliesst. All diese Daten dienen den am Wettbewerb teilnehmenden Teams als Leitplanke.

Architekturwettbewerb – die wichtigsten Etappen
Ein gemäss den Regeln des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) durchgeführter Architekturwettbewerb ermöglicht es, qualitativ hochwertige Projekte zu realisieren. Um mehr über die Gestaltung des neuen Spitalzentrums zu erfahren, müssen wir uns aber noch bis 2027 gedulden. Hier bereits die wichtigsten nächsten Projektetappen:

  1. Vorauswahl der Wettbewerbsteilnehmenden (Dezember 2025 bis März 2026): Das HFR hat Anfang Dezember 2025 eine Ausschreibung veröffentlicht. Interessierte Büros konnten sich bis 30. Januar 2026 für die Teilnahme bewerben. Eine Fachjury wählt nun maximal 15 Büros aus. Dabei werden unter anderem Erfahrungen mit einem ähnlich komplexen Projekt vorausgesetzt.
  2. 1. Stufe des Architekturwettbewerbs (März bis Oktober 2026): Die 15 ausgewählten Teams erarbeiten einen ersten architektonischen Entwurf, der anschliessend von der Jury bewertet wird.
  3. 2. Stufe des Architekturwettbewerbs (Oktober 2026 bis Juni 2027): Vier bis sechs Teams werden ausgewählt, um an der zweiten Wettbewerbsstufe teilzunehmen. Diese Teams ergänzen und verfeinern ihre Entwürfe. Dann kürt die Jury, unterstützt von den Expertinnen und Experten, das Gewinnerbüro.
Ein Gesundheitsnetz für den ganzen Kanton

Mit dem neuen Spitalzentrum werden die bereits heute am Standort Freiburg angebotenen akutmedizinischen Leistungen modernisiert und gestärkt. Damit die Bevölkerung nach Spitalaufenthalten optimal weiterbetreut wird, hat das HFR seine regionalen Standorte in Tafers, Meyriez-Murten und Riaz an die Bedürfnisse nach Rehabilitationsleistungen angepasst. Dort sind auch die Permanences angesiedelt, die ohne vorherige Terminvereinbarung eine Versorgung bei nicht lebensbedrohlichen Gesundheitsproblemen (Wunden, Fieber, leichte Prellungen usw.) bieten. Wo nötig, werden die Patientinnen und Patienten an die Notaufnahme bzw. an eine Spezialistin oder einen Spezialisten überwiesen. Die Gesundheitszentren bieten ihrerseits medizinische Sprechstunden, ambulante Leistungen und medizinisch-therapeutische Behandlungen an. Das Gesundheitszentrum Riaz ist bereits seit 2023 in Betrieb, weitere Zentren sind in Tafers und Meyriez-Murten in Planung.

Bei lebensbedrohlichen Notfällen bleibt das HFR Freiburg – Kantonsspital weiterhin rund um die Uhr erste Anlaufstelle. Die Notaufnahme arbeitet eng mit der Notrufzentrale 144 und den Transportdiensten (Ambulanz, SMUR, REGA) zusammen, um im Ernstfall eine schnelle Versorgung sicherzustellen.

Die Reorganisation gewährleistet die optimale Versorgung der Freiburgerinnen und Freiburger mit akuten und chronischen Erkrankungen – unabhängig davon, wo im Kanton sie sich befinden.

Offizielle Website des Projekts Zenith