Menopause: wenn das Östrogen ausbleibt

Kategorie : Fachgebiete
Authored by Priska Rauber
Montag 5 Oktober 2026
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Die Menopause bringt grosse hormonelle Veränderungen mit sich. Der sinkende Östrogenspiegel verändert allmählich den weiblichen Organismus und wirkt sich langfristig auf die Gesundheit aus. Wer das weiss, kann sich darauf vorbereiten, insbesondere mit Nahrungsergänzungsmitteln.

Der in den Wechseljahren sinkende Östrogenspiegel nimmt dem weiblichen Körper einen wichtigen Schutzschild. Die Knochen werden brüchiger, das Osteoporoserisiko steigt. Auch das Kreislaufsystem verliert einen Teil seines natürlichen Schutzes, was Bluthochdruck, einen unausgeglichenen Cholesterinspiegel sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall) begünstigt. Letztere sind für Frauen denn auch die häufigste Todesursache. Es kommt zum Muskelabbau und vermehrter Müdigkeit. Dem Hirngewebe fehlen die entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften der Östrogene, die bis dahin für eine optimale Kognition sorgten. Was Frau dann fühlt, ist Gehirnnebel (Brain Fog). Haut und Schleimhäute trocknen aus, die Gelenke werden empfindlicher, es kommt zu Hitzewallungen und die Haare fallen gleich büschelweise aus.

Wenig berauschende Aussichten also! Es lohnt sich deshalb, bereits ab dem 40. Lebensjahr vorzubeugen, etwa mit einer Hormonersatztherapie, einer gezielten Ernährung sowie mit geeigneten Nahrungsergänzungsmitteln (NEM).

Dr. med. Dorothea Wunder, Gynäkologin am HFR und Spezialistin für Reproduktionsmedizin und Menopause, gibt nachfolgend ein paar Tipps zum Thema NEM.

Das richtige Mittel zur richtigen Zeit

NEM sind mit Bedacht einzusetzen und nicht per se für alle nötig. Doch aufgrund unseres modernen Lebensstils kann der Bedarf an einzelnen Nährstoffen nur schwer gedeckt werden. Zu wenig Sonnenlicht und die Qualität der Sonnenschutzmittel führen dazu, dass zu wenig Vitamin D aufgenommen wird. Fettreiche Fische, die uns Omega-3-Fettsäuren liefern, sind mit Schwermetallen belastet. Die künstliche Reifung sowie der intensive und erdlose Anbau entziehen unserem Obst und Gemüse zahlreiche Nährstoffe wie Magnesium und Vitamin C. Im Artikel «Fruits and vegetables are less nutritious than they used to be» von National Geographic sind dazu zahlreiche Studien aufgeführt.

Gewisse NEM können deshalb für Frauen ab 40 durchaus sinnvoll sein. Das gilt allerdings nur, wenn sie sorgfältig ausgewählt und zum richtigen Zeitpunkt eingenommen werden. Es ist wichtig, reine Produkte ohne Zusatz- und Schadstoffe zu wählen und auf den Wirkstoffgehalt sowie die Darreichungsform zu achten. Lassen Sie sich gerne beraten und ggf. eine Blutuntersuchung durchführen.

Nachfolgend finden Sie eine kurze Übersicht zu den NEM für die Wechseljahre.

Complément

Bénéfices

Type recommandé

Dosage

Heure de prise

Vitamine D

Santé osseuse

Immunité

Humeur

Vitamine D3

(en cas de manque d’apport de calcium par l‘alimentation, éventuellement combiner avec du calcium)

1 000 à 2 000 UI/j

toute l'année
(un dosage plus élevé peut être indiqué)

Avec un repas contenant des graisses
Vitamine K

Santé osseuse

Protection cardiovasculaire

Vitamine K2

Forme biodisponible MK-7 all-trans

50 à 200 µg/j max

⚠️ Déconseillé en cas de prise d’anticoagulants 

Avec un repas contenant des graisses
Oméga-3

Santé cardiovasculaire

Développement du cerveau et des yeux

EPA + DHA

Ratio de deux pour un

600 à 2 000 mg/j Avec un repas contenant des graisses
Magnésium

Santé cardiovasculaire 

Soutien musculaire

Effet relaxant

Bisglycinate ou glycinate 

meilleure tolérance

300 mg/j

(un dosage plus élevé peut être indiqué)

Soir

Environ 60 minutes avant le coucher

Créatine

Soutien musculaire

Santé osseuse

Concentration et clarté mentale

Monohydrate pure

3 à 5 g/j

⚠️ Déconseillé en cas d'insuffisance rénale

N'importe quand

Dans de l'eau, jus, café ou yaourt

Pflegen Sie dabei immer einen gesunden Lebensstil, machen Sie regelmässig Sport (mit Fokus auf Krafttraining) und achten Sie auf eine ausgewogene und proteinreiche Ernährung, denn «eine ausreichende Proteinzufuhr ist sehr wichtig», betont Dorothea Wunder. Verzichten Sie möglichst auf Alkohol und Tabak, trinken Sie ausreichend Wasser und finden Sie einen guten Umgang mit Stress. Beherzigen Sie diese Punkte, machen Sie sich das Leben während der Wechseljahre leichter. Kleiner Lichtblick: Zumindest die Menstruationsbeschwerden sind nun definitiv Schnee von gestern!